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Neuestes Update: Wirtschaftliche Konsequenzen Coronavirus und die Folgen: Die wichtigsten Fragen und Antworten für Handwerker

In Deutschland sind tausende Bürger mit dem Coronavirus infiziert, Schulen und Museen schließen, die Bundesländer sagen Veranstaltungen ab, Italien ist Sperrgebiet. Da wächst weiter die Verunsicherung – auch im Handwerk. Was Betriebschefs jetzt wissen müssen.

Topic channels: TS Konjunktur, TS Arbeitsschutz und Gesundheit, TS Auftragsabwicklung, TS Büroorganisation, TS Messen, TS Fördermittel, TS Betriebsversicherung, TS Krankenversicherung, TS Risikomanagement, TS Insolvenzrecht und TS Steuerstrategien

+++ Dieser Beitrag wird von der Redaktion laufend aktualisiert +++

Wirtschaftliche Konsequenzen

Welche Auswirkungen hat das Virus auf die Wirtschaft generell – und auf Handwerksbetriebe?

Laut ifo-Institut  leidet die deutsche Wirtschaft erheblich unter den Folgen der Corona-Pandemie. Das ergab eine aktuelle Umfrage des ifo Instituts unter knapp 3.400 Firmen in Industrie, Handel und bei Dienstleistern. Am schlimmsten ist die Lage bei den Reiseveranstaltern und Reisebüros, wo fast 96 Prozent negativ betroffen sind. Auch das Gastgewerbe mit 79 Prozent ist stark in die Krise involviert. Von einer positiven Auswirkung berichten nur 2,2 Prozent.

Auch das Handwerk wird von der Krise heftig getroffen: Laut einer im Handelsblatt veröffentlichten ZDH-Umfrage unter 4.900 Unternehmen, die vom 23. bis zum 25. März 2020 durchgeführt wurde, beklagen 55 Prozent stornierte Aufträge und 36 Prozent fehlendes Personal, weil Mitarbeiter aufgrund von Quarantänemaßnahmen oder der durch geschlossene Schulen nötigen Kinderbetreung in der Arbeit fehlen. Insgesamt 77 Prozent der befragten Betriebe, also mehr als drei von vier Handwerksbetriebe in Deutschland, verzeichnen Umsatzrückgänge. "Die Coronakrise hat das Handwerk mit voller Wucht und in der ganzen Breite getroffen", kommentierte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer die Ergebnisse. Als Gegenmaßnahmen möchten nun 58 Prozent der Befragten Unternehmen auf Kurzarbeit setzen, 43 Prozent wollen zumindest einen Teil der Belegschaft in Urlaub schicken, 42 Prozent möchten mit dem Abbau von Arbeitszeitkonten reagieren und 18 Prozent erwägen sogar, den Betrieb vorübergehend zu schließen. Die Entlassung von Mitarbeitern ist für elf Prozent eine Option.

Corona-Soforthilfe

Gibt es Hilfen für Soloselbständige und Kleinstunternehmen?

Die Bundesregierung verabschiedet derzeit ein Förderpaket „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbstständige“ mit einem Volumen von 50 Milliarden Euro. Finanzielle Soforthilfe erhalten demnach Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 10 Beschäftigten. Konkret ist geplant, dass Unternehmen

  • bis zu 9000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu fünf Beschäftigten erhalten

    und
  • bis zu 15.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten.

Achtung, sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 Prozent reduziert, kann der gegebenenfalls nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.

Ziel ist es, die wirtschaftliche Existenz der Antragsteller zu sichern und sie bei der Überbrückung von Liquiditätsengpässen - etwa durch Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten etc. – zu unterstützen.

Voraussetzung ist, dass das Unternehmen infolge von Corona in Schwierigkeiten geraten ist, der Schaden nach dem 11. März 2020  eintrat, das Unternehmen vorher wirtschaftlich gesund war.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz: „Wir geben einen Zuschuss, es geht nicht um einen Kredit. Es muss also nichts zurück gezahlt werden.“ Und sein Kollege Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fügte hinzu: „Wir lassen niemanden allein. Es darf und wird hier keine Solidaritäts-Lücke geben (…) Vorübergehende und zeitlich begrenzte Staatshilfen (...) müssen möglich sein.“

Fördermittel

Gibt es Adhoc-Hilfen für besonders betroffene Unternehmen in der Corona-Krise?

Das Bundeswirtschaftsministerium kündigte einen 3-Stufen-Plan an. Demnach stünden Unterstützungsinstrumente wie KfW-Unternehmer- oder auch ERP-Gründerkredite und Betriebsmittelfinanzierungen über Landesförderinstitute zur Verfügung. Auch können Unternehmer, die zur Überbrückung von Engpässen Kredite benötigen, über die Deutschen Bürgschaftsbanken Bürgschaften als Sicherheit erhalten. Voraussetzung: Die Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle waren vor Ausbruch der Krise wirtschaftlich tragfähig.

Die Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für kleine und mittelständische Unternehmer zu Corona-Fördermaßnahmen erreichen Sie unter: 030/18615-1515 (Montag – Freitag 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr). Über das Finanzierungsportal der Deutschen Bürgschaftsbanken stellen Handwerkerchefs eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben. Eine Übersicht und die Kontaktdaten der Bürgschaftsbanken stehen auf folgender Seite zur Verfügung: vdb-info.de/mitglieder. Einen umfassenden Beitrag zum Thema CORONA-FÖRDERMITTEL finden Sie unter handwerk-magazin.de/corona-foerdermittel.

Ausgangssperre

Wie weise ich nach, dass meine Mitarbeiter wirklich zur Arbeit unterwegs sind?

Bei einer Ausgangssperre ist das Verlassen der eigenen Wohnung zur Ausübung der beruflichen Tätigkeit weiterhin erlaubt. Für diese Ausnahme des Hin- und Rückwegs zur jeweiligen Arbeitsstätte sollte der Arbeitnehmer eine Arbeitgeberbescheinigung vorlegen können, da im Falle einer Kontrolle die Gründe durch den Betroffenen glaubhaft zu machen sind. Diese Bescheinigung ist kein behördlicher "Passierschein", sondern ein Hilfsmittel, um den kontrollierenden Beamten ein eindeutiges Dokument vorweisen zu können.

Auf dieser Basis stellt die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerprüfungsgesellschaft Dr. Küffner & Partner GmbH folgende Musterformulierung zur Verfügung:

Musterformulierung "Arbeitgeberbescheinigung für Ausgangssperre":

Hiermit bestätigen wir, dass
Vorname / Name / Genaue Anschrift
bei uns als Arbeitnehmer beschäftigt ist. Im Rahmen seiner Arbeitstätigkeit ist die Anwesenheit im Betrieb
Genaue Anschrift
erforderlich. Daneben ist ggf. auch die Anwesenheit an folgenden auswärtigen Arbeitsstellen erforderlich:
Bezeichnung / Genaue Anschrift

Optional:
Im Rahmen seiner Arbeitstätigkeit ist er regelmäßig an verschiedenen Orten in
Bereich konkretisieren, Landkreis, Bezirk o. ä.
unterwegs. Dies hat folgende Gründe:
hier bitte konkret erläutern, warum der Arbeitnehmer regelmäßig unterwegs und an verschiedenen Orten tätig ist.
 
Unterschrift:
Hier unterschreiben
Wie weise ich als Selbstständiger nach, dass ich auf dem Weg zur Arbeit bin?

Um auch als Arbeitgeber glaubhaft versichern zu können, dass Sie sich auf dem Arbeitsweg befinden, nehmen Sie am besten eine Visitenkarte oder ein ähnliches Dokument mit, auf dem die Betriebsadresse zu finden ist. (Im Falle einer Auftragsarbeit natürlich auch das Vertragswerk, aus dem hervorgeht, dass sie am Ziel vor Ort sein müssen). Dazu ist es laut der Rechtsanwaltskanzlei Latham & Watkins LLP ratsam, Arbeitswege zu dokumentieren. So können Sie immer klar nachweisen, dass Sie auf dem Weg von Wohnort zur Arbeit sind.

Umgang mit Verträgen

Was sollte ein Handwerksbetrieb tun, der seine Vertragsleistung nicht erfüllen kann, weil er infolge der Coronakrise mit Personalmangel oder Lieferengpässen zu kämpfen hat?

Mitarbeiter sind in Quarantäne, die Materiallieferung bleibt aus: „Informieren Sie frühzeitig und schriftlich Ihren Vertragspartner darüber, dass Sie infolge der Coronakrise den Termin auf der Baustelle nicht halten können“, sagt Rechtsanwalt Dr. Claus Schmitz, Mitglied im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht im Deutschen Anwaltverein. „Handwerksbetriebe sollten die Gründe für den Zeitverzug präzise protokollieren und dokumentieren – und auch dem Vertragspartner mitteilen.“ Nachweise können beispielsweise behördliche Verfügungen über Quarantänemaßnahmen oder der Schriftverkehr mit dem Lieferanten sein.

Ob ein Handwerksbetrieb Verzugschadensersatz leisten oder eine Vertragsstrafe zahlen muss, weil er Termine nicht wie vereinbart eingehalten hat, hängt laut Schmitz zwar vom Einzelfall ab. „Aber wenn infolge des Coronavirus die Mitarbeiter in Quarantäne müssen oder die Lieferkette unterbrochen ist und daher Material fehlt, ist das kein Verschulden des Handwerkers. Und ohne Verschulden gibt es keinen Schadensersatzanspruch des Vertragspartners und auch keinen Anspruch auf Vertragsstrafe.“ Der Coronavirus kann jedoch nicht für Versäumnisse oder schlechte Planung eines Betriebes herhalten – etwa, wenn der Betrieb zu viele Aufträge gleichzeitig angenommen hat, obwohl er gar nicht über genügend Personal verfügt, um die Arbeiten fristgerecht zu erledigen. Oder wenn Materialien zu spät bestellt wurden und es dadurch zu Verzögerungen kommt. Wie Handwerker konkret mit Bauverträgen in der Corona-Krise umgehen, lesen Sie hier.

Digitale Meistervorbereitungskurse

Der Präsenzunterricht der Handwerkskammern und anderer Bildungsträger ist komplett eingestellt – wie kann ich mich jetzt auf die Meisterprüfung vorbereiten?

Ein Problem für alle, die gerade für die Meisterprüfung lernen: Ohne Präsenzunterricht ist eine erfolgreiche Prüfung wesentlich schwieriger geworden. Der Buchverlag von Holzmann Medien bietet angesichts dieser Situation ab sofort allen Handwerkskammern und Bildungsverantwortlichen insgesamt 65 digitale Lerneinheiten (Lernvideos) für Teil 3 der Meisterprüfung. Die 65 Lernvideos mit über 360 Minuten Laufzeit lassen sich laut Verlagsangaben problemlos auf die jeweiligen Online-Lernplattformen, wie zum Beispiel "ILIAS" aufschalten. Sie eigenen sich dadurch hervorragend zum Selbststudium oder zum Einsatz im Unterricht.

Bei Interesse am neuen digitalen Weiterbildungsangebot wenden Sie sich bitte per E-Mail an Achim Sacher (Achim.Sacher@holzmann-medien.de). Mehr Informationen zum MeisterTrainer von Holzmann Medien finden Sie hier.

Homeoffice

Welche Regelungen gelten im Homeoffice in Sachen Arbeitsschutz – und greift dort auch die gesetzliche Unfallversicherung?

Genau wie im Unternehmen gelten in einem Arbeitszimmer zu Hause das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV). Der Arbeitgeber muss also sicherstellen, dass Arbeitnehmer auch an ihrem Bildschirmarbeitsplatz zu Hause ihre Gesundheit nicht gefährden – und handelt ordnungswidrig, wenn er diese Vorschriften nicht einhält. Dazu sind auch Vertraulichkeitspflichten im Homeoffice ein sensibles Thema. Alle wichtigen Geschäftsunterlagen sollten von ihren Mitarbeitern vor dem Einblick durch Dritte geschützt sein. Mitarbeiter sind verpflichtet, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse auch zu Hause zu wahren.

Die gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) gilt laut Experten der ARAG Versicherung auch im Homeoffice. Dienstliche Tätigkeiten im Arbeitszimmer sind ebenso versichert wie der Weg in die Firma oder zum Kunden. Der Arbeitsweg beginnt übrigens erst an der Außentür des Wohngebäudes, wie das Sozialgericht Karlsruhe urteilte. Daher liegt kein so genannter Wegeunfall vor, wenn ein Mitarbeiter im Homeoffice in der eigenen Wohnung oder in einem anderen Stockwerk des Hauses arbeitet und dort auf dem Weg zum Schreibtisch verunglückt (SG Karlsruhe, Az.: S 4 U 675/10). Der Gang aus dem Arbeitszimmer zur Kaffeemaschine ist zu Hause ebenfalls nicht unfallversichert (SG München, Az.: S 40 U 227/18). Mehr Infos und weitere Details zum Thema "Homeoffice und Coronavirus" finden Sie im Beitrag "Coronavirus-Angst: Wann müssen Chefs ihre Mitarbeiter nach Hause schicken?".

Mobilität

Unter welchen Bedingungen darf eine Kfz-Werkstatt weiterhin geöffnet bleiben?

Die von Bundesregierung und Ländern beschlossenen Leitlinien im Kampf gegen das Coronavirus führen zu einer weiteren Verschärfung der Krise im Autohandel. So muss der Autohandel schließen, Handwerksbetriebe – und damit auch Kfz-Werkstätten – sollen aber von den Beschränkungen nicht betroffen sein.

Damit stellen sich Abgrenzungsfragen für Autohäuser, in denen Autohandel, Teileverkauf und Werkstattgeschäft unter einem Dach stattfinden. Soll zum Beispiel Zubehör eingebaut, aber nicht verkauft werden dürfen? Soll jeder Teilekäufer daraufhin überprüft werden müssen, ob er Endkunde oder gewerblicher Wiederverwerter ist?

Nach Überzeugung des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) ist bei solchen Fragen maßgeblich auf das berechtigte Ziel der Privilegierung von Autowerkstätten abzustellen, nämlich den Erhalt oder die Wiederherstellung der individuellen Mobilität. Für viele Menschen gebe es keine zumutbare Alternative zum Auto. Dessen Verkehrs- und Betriebssicherheit müsse deshalb gewährleistet sein und bleiben. Darum müsse es beispielsweise zulässig sein, dem Kunden Ersatz für die eingerissenen Wischerblätter anzubieten, auch wenn der Kunde diese selbst anbringen will. Ebenso sollte dem Kunden für den Fall, dass sich eine Beschädigung als Totalschaden erweist oder eine Reparatur als wirtschaftlich unsinnig, Ersatzmobilität angeboten werden können. Dabei darf es nach Auffassung des ZDK keinen entscheidenden Unterschied machen, ob das Ersatzfahrzeug an den Kunden vermietet, verleast oder veräußert wird. Für eine solche Betrachtungsweise spreche nicht nur, dass die genannten Beispiele im Werkstattbereich zu verorten sind, nicht im Handel.

Das ist allerdings die Interpretation des ZDK zur Abgrenzung von Handel und Werkstattgeschäft. Im Sinne der beschlossenen Corona-Leitlinien.

Ergänzend teilte der Verband mit, dass zum Beispiel in Hamburg das Verkaufsverbot für den Handel bereits polizeilich kontrolliert werde. Die Innung Hamburg empfiehlt deshalb dringend, den Verkaufsbereich zu schließen und deutlich von der Serviceannahme für den Werkstattbereich abzugrenzen.

Falschmeldungen

Woran erkenne ich Falschmeldungen – und wie sensibilisiere ich meine Mitarbeiter?

In sozialen Netzwerken verbreiten sich Meldungen sogar noch schneller als ein Virus. So werden leider auch Fake News allzu schnell viel zu oft geteilt und geliked und sind kaum mehr zu stoppen. Dabei gibt es nach Angaben der Social-Media-Experten der ARAG Versicherung  eindeutige Hinweise, die auf eine Falschmeldung schließen lassen: Zum einen bieten viele Plattformen wie etwa Instagram, Twitter, Facebook und Co. die Möglichkeit, sein Profil zu verifizieren, also die Echtheit und Seriosität des Profils zu bestätigen. Erkennbar ist das beispielsweise bei Instagram an einem b lauen Haken hinter dem Accountnamen. Zum anderen ist bei gefakten Profilen oft ein Kommentar zum Post gar nicht möglich. Auch Kettenbriefe sind Panikmacher: Wenn wir etwas vermeintlich Neues oder Schockierendes lesen, ist die Nachricht über Messengerdienste wie WhatsApp schnell kopiert und weitergeleitet. Wie ein Schneeballsystem breitet sich nun die Nachricht aus. Kettenbriefe sind vor allem daran zu erkennen, dass sie dazu auffordern, die Nachricht an beispielsweise zehn weitere Personen zu schicken und sogar zu drohen, wenn man es denn nicht tut. In Zeiten von Corona schürt der unbedachte Umgang mit solchen dubiosen Massenbotschaften unnötig die Angst vor dem Virus.

Und wie sensibilisiere ich als Handwerksunternehmer dafür nicht nur mich, sondern auch meine Mitarbeiter? Am besten fordern Sie ihre Belegschaft dazu auf, immer einen Blick auf die Quelle der Nachricht zu werfen. Dann erkennen die Meisten schnell, ob sie verlässlich ist oder nicht. Am sichersten im Fall von Corona sind sicherlich offizielle Stellen. Nachfolgend vier Links, die zur verlässlichen Information dienen:

Hygienemaßnahmen

Welche Schutzvorkehrungen sollten Handwerker im Betrieb treffen?

Aktuell lautet die Empfehlung an alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, Sozialkontakte möglichst einzuschränken oder ganz zu vermeiden. Das gilt natürlich auch im Betrieb. Die Handwerkskammer Magdeburg empfiehlt, jetzt betriebliche Vorsorge- oder Notfallpläne zu erarbeiten. So seien Mitarbeiter über die Entstehung und die Symptome der Infektion zu informieren sowie über die zu treffenden Hygienemaßnahmen im Betrieb:

  • Hände häufig und gründlich waschen.
  • Bereitstellen und Nutzen von Desinfektionsmitteln.
  • Unterlassen des Händeschüttelns zur Begrüßung.
  • Das Fernhalten der Hände aus dem Gesicht.
  • Husten und Niesen in ein Taschentuch oder in die Armbeuge.
  • regelmäßiges Lüften geschlossener Räume.
  • regelmäßiges Reinigen und Desinfizieren von Arbeitsstätten, Computertastaturen und Maschinen, die häufig und von vielen Mitarbeitern genutzt werden.
Darüber hinaus müssten jetzt Geschäftsabläufe neu gedacht werden, etwa wenn Mitarbeiter ausfallen, insbesondere seien Vertretungsregelungen zu treffen. Es seien Heim- und Telearbeitsplätze einzurichten, auch Telefon-/Videokonferenzen sind demnach zu empfehlen statt persönlicher Besprechungen. Der Arbeitgeber ist im Übrigen berechtigt, den Arbeitnehmer zu fragen, ob er auf Reisen in einem gefährdeten Gebiet war. Die Anordnung einer betriebsärztlichen Untersuchung durch den Handwerkerchef ist grundsätzlich möglich. Auch ist der Mitarbeiter verpflichtet, seinen Chef zu informieren, wenn er in den letzten 14 Tagen mit infizierten und/oder mit Personen in Kontakt stand, die unter Infektionsverdacht stehen bzw. in gefährdeten Gebieten waren. Empfehlenswert sei darüber hinaus, auch jetzt noch Grippeschutzimpfungen durchzuführen.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen

Wie ist mit Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen umzugehen?

Mitarbeiter können sich bei ihrem Hausarzt am Telefon für sieben Tage krankschreiben lassen, selbst wenn sie nur eine leichte Erkältung haben. Das haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen beschlossen. „Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) muss spätestens am vierten Krankheitstag beim Arbeitgeber sein“, sagt Ecovis-Arbeitsrechtler Gunnar Roloff in Rostock, „so steht es im ‚Entgeltfortzahlungsgesetz‘“. Demnach darf ein Arbeitnehmer drei Tage ohne AU zu Hause bleiben. Spätestens am vierten Krankheitstag müssen Mitarbeiter die AU bei ihrem Chef abgeben, sofern es nicht anders in ihrem Arbeitsvertrag steht.

Schulausfall

Erhalten Eltern, die durch den Schulausfall nun ihre Kinder zuhause betreuen, weiterhin Lohn?

Ist der Mitarbeiter verhindert, weil er seine Kinder betreuen muss, bleibt sein Lohnanspruch bestehen. Nach dem Gesetz handelt es sich um eine nicht vorhersehbare Notwendigkeit, ein Kind oder eine sonstige betreuungsbedürftige Person im Haushalt selbst zu betreuen. Dies gilt auch für den Fall, dass unvorhersehbar die Betreuungsmöglichkeit entfällt, etwa die Schulschließung durch höhere Gewalt. Der Mitarbeiter muss sich jedoch den Betrag anrechnen lassen, der ihm für die Zeit der Verhinderung aus einer bestehenden Kranken- oder Unfallversicherung zukommt. Tarifverträge oder Arbeitsverträge können anderes regeln. Etwa gibt es in der Praxis auch die Regelung, dass der Beschäftigte zunächst seinen Urlaub einsetzen muss oder unbezahlt freigestellt wird.

Überstunden

Darf der Handwerkerchef Überstunden anordnen, etwa wenn eine Filiale wegen eines Corona-Verdachts geschlossen wurde oder sich viele Mitarbeiter auf Anweisung des Gesundheitsamts in häuslicher Quarantäne befinden?

Arbeitnehmer sind in der Regel durch einen Tarifvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder ihren Arbeitsvertrag zur Leistung von Überstunden verpflichtet. Das Bundesarbeitsministerium weist darauf hin, dass es auch eine Nebenpflicht zur Leistung von Überstunden geben kann, wenn dem Betrieb andernfalls Schaden droht. Dies träfe zu, wenn durch COVID-19-Erkrankungen viele Mitarbeiter ausfallen. Der Arbeitnehmer kann dann auf einer Grundvergütung der Überstunden bestehen, wenn die Überstunden vom Chef angeordnet wurden.

Sonntagsarbeit

Wie sieht es mit der Sonntagsarbeit aus? Gilt trotz der Corona-Krise weiterhin das Sonntagsarbeitsverbot?

Um Lieferengpässen vorzubeugen, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Länder aufgefordert, das Verbot von Sonntagsarbeit zu lockern. Der Bundesverkehrsminister die Länder gebeten, die Kontrolle des Sonn- und Feiertagsfahrverbots zunächst bis zum 5. April 2020 auszusetzen.

Insolvenzen

Wird es durch die Corona-Krise mehr Insolvenzen geben?

Eine Studie des Kreditversicherers Euler Hermes kommt zu dem Schluss, dass die Insolvenzen weltweit um rund 7,5 Prozent ansteigen werden. Bisher hatten die Experten der Allianz-Tochter lediglich mit einem Plus von sechs Prozent gerechnet. Als Beispiel sei erwähnt: In Deutschland gingen zuletzt namhafte Großunternehmen wie etwa Thomas Cook und Condor pleite. „Der Dominoeffekt bei Großinsolvenzen auf die Lieferkette ist meist sehr groß“, warnt Euler-Hermes-Chef Ron van het Hof und geht davon aus, dass sich das auch in Zeiten der Corona-Krise auf das Gesamtbild niederschlagen wird. Je höher die Umsätze möglicher Insolvenz-Unternehmen, desto größer seien die Schäden bei den einzelnen Lieferanten. Die meisten Handwerker würden ohne Absicherung arbeiten. So schätzt der Kreditversicherer Coface, dass höchstens 25 Prozent der Unternehmen eine Kreditversicherung abgeschlossen haben.

Versicherungen

Welche Versicherungen helfen in der Corona-Krise?

Sogenannte Kreditversicherungen sorgen dafür, dass Unternehmen dauerhaft und nachhaltig wachsen – weil sie durch den Ausfall von Forderungen nicht aus der Bahn geraten. Eine Kreditversicherung hält die Zahlungsströme von Unternehmen aufrecht. Werden Kunden insolvent oder können über einen gewissen Zeitraum nicht zahlen, ersetzen Kreditversicherer die Forderungsausfälle, die im Betrieb für gelieferte Güter und Dienstleistungen entstanden sind. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) weist aber darauf hin, dass Versicherungen Pandemien nicht abdecken. Zwar gäbe es Policen, die Ertragsausfälle aufgrund von Betriebsunterbrechungen abdecken, oder Versicherungen, mit denen sich Veranstalter beispielsweise gegen den Ausfall von Messen absichern können. Viele dieser Verträge greifen jedoch nur bei Schäden, die auf Brand, Diebstahl, Sturm oder sonstige Naturgefahren zurückgehen. Zwar könne der Schutz erweitert werden für Betriebsschließungen infolge übertragbarer Krankheiten, doch davon werde nur selten Gebrauch gemacht.

Maßnahmen des Bundes

Welche Maßnahmen des Bundes sind auf dem Weg? Und ist Deutschland gut gerüstet?

Die Bundesregierung beschloss Erleichterungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld, der Bundestag gab im Eiltempo grünes Licht, außerdem sollen weitere Hilfspakete geschnürt werden. Des Weiteren wurde ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der Investitionen und zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren aufgelegt. Der ehemalige Wirtschaftsweise Peter Bofinger sagte gegenüber dem BR, dass das Kurzarbeitergeld als Maßnahme nicht ausreiche, um eine Rezession zu vermeiden. Demnach werden wir im ersten halben Jahr einen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit haben. Und rückläufiges Wirtschaftswachstum über zwei Quartale bezeichnet man nach Aussagen Bofingers als Rezession.

Auch machte der Ökonom deutlich, die Politik sei handlungsfähig, es gäbe derzeit keine finanziellen Restriktiven. Auch habe Deutschland derzeit einen geringen Schuldenstand. Würde ein Hilfspaket den Staat 100 Milliarden Euro kosten, dann würde die Verschuldung Deutschlands, bezogen auf die Wirtschaftsleistung, lediglich von etwa 59 % auf 62% ansteigen. Wenn die Krise in etwa sechs Monaten vorbei sei, könne sich die Wirtschaft nach Bofingers Einschätzung bereits innerhalb von zwei Monaten wieder erholen. Seine Empfehlung: Ganz klar müsse kleinen Selbstständigen geholfen werden. Das Infotelefon des Bundeswirtschaftsministeriums zum Coronavirus 030/18615-1515, (Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr erreichen).

Kurzarbeitergeld

Wie genau funktioniert das Kurzarbeitergeld nach dem neuen Gesetzentwurf der Bundesregierung?
  • Wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten im Betrieb ausfallen, kann ein Betrieb Kurzarbeit anmelden – bislang liegt die Schwelle bei 30 Prozent der Belegschaft.
  • Die Regelung, dass zunächst negative Arbeitszeitsalden ganz oder teilweise ausgeglichen werden müssen, bevor Kurzarbeitergeld fließt, soll ganz oder teilweise entfallen.
  • Auch Leiharbeitnehmer sollen künftig Kurzarbeitergeld beziehen können.
  • Die Bundesagentur für Arbeit soll die Sozialversicherungsbeiträge, die Arbeitgeber für ihre Mitarbeiter zahlen, künftig vollständig erstatten. Damit will die Bundesregierung einen Anreiz schaffen, Zeiten der Kurzarbeit für die Weiterbildung der Beschäftigten zu nutzen.
Wie kommen die Betriebe an das Kurzarbeitergeld?

Lieferengpässe, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus entstehen, oder Betriebsschließungen können zu einem Anspruch auf Kurzarbeitergeld für die vom Arbeitsausfall betroffenen Beschäftigten führen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sagte gegenüber dem ZDF, dass für das Kurzarbeitergeld 26 Milliarden Euro Rücklagen bei der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung stünden. Voraussetzung für den Bezug ist, dass die üblichen Arbeitszeiten vorübergehend deutlich verringert sind. Das Kurzarbeitergeld greift sowohl dann, wenn aufgrund der Pandemie Lieferungen ausbleiben oder der Betrieb aufgrund staatlicher Schutzmaßnahmen geschlossen wird.

Betriebe, die Kurzarbeitergeld beantragen möchten, müssen die Kurzarbeit vorher bei der zuständigen Agentur für Arbeit anzeigen. Die prüft, ob die Voraussetzungen für die Gewährung gegeben sind. Kurzarbeitergeld kann für eine Dauer von bis zu zwölf Monaten bewilligt werden. Es wird in derselben Höhe wie Arbeitslosengeld bezahlt und beträgt 67 bzw. 60 Prozent der Differenz zwischen dem Nettoentgelt, das ohne Arbeitsausfall gezahlt worden wäre, und dem Nettoentgelt aus dem tatsächlich erhaltenen Arbeitsentgelt. Auch Arbeitnehmer, deren Chef Kurzarbeit angeordnet hat, können Kurzarbeitergeld beantragen. Nähere Informationen zur Beantragung des Kurzarbeitergeldes sind auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit unter folgendem Link zu finden: arbeitsagentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus. Die Unternehmerhotline der Bundesagentur erreichen betroffene Handwerker-Chefs unter der Telefonnummer: 0800/45555-20.

Welche Voraussetzungen müssen Betriebe für das Kurzarbeitergeld erfüllen?

Der Anspruch auf Kurzarbeitergeld ist an vier Bedingungen geknüpft:

  1. Es muss einen erheblichen Arbeitsausfall geben.
  2. Der Betrieb muss mindestens einen Arbeitnehmer beschäftigen.
  3. Betroffenen Arbeitnehmern darf vor der Kurzarbeit nicht gekündigt worden sein.
  4. Der Arbeitgeber muss den Arbeitsausfall im Lauf des Monats anzeigen, in dem die Kurzarbeit beginnt.
Wird die Maßnahme Kurzarbeitergeld reichen, um die Betriebe zu entlasten?

Laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ist Kurzarbeitergeld ein wirksames Mittel gegen Entlassungen, das sich während der Finanzmarktkrise 2009 bewährt hat. Private Haushalte erhalten so Beschäftigungs- und Einkommenssicherheit, damit stabilisiert sich automatisch die Konsumnachfrage. Eine unbürokratische und zeitlich flexible Handhabung der Kurzarbeit erhält Arbeitsplätze und – in Zeiten des Fachkräftemangels ein schlagendes Argument ­– die Mitarbeiter in den Betrieben. Denn gerade Handwerksunternehmer benötigen Fachkräfte, wenn sich die wirtschaftliche Lage nach der Krise wieder entspannt – vorzeitige Entlassungen wären, nach Auffassung des IW teuer und keine Hilfe.

Wie lange wird es dauern, bis die Notfallpakete greifen?

Die neuen Regelungen zum Kurzarbeitergeld treten durch ein beschleunigtes Gesetzgebungsverfahren rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft und wurden bis Ende 2020 befristet. Der ZDH erklärte, weiter an die Bundesagentur für Arbeit zu appellieren, bereits jetzt die vorhandenen Instrumente zur Stützung der von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen unbürokratisch und flexibel einzusetzen.

Steuererleichterungen

Mit welchen steuerlichen Erleichterungen dürfen Unternehmen rechnen?

Für das Steuerrecht hat die Regierung diese drei Handlungsfelder angemeldet:

  1. Verbesserte Abschreibungsbedingungen für digitale Wirtschaftsgüter.
  2. Einführung einer Option zur Körperschaftsteuer für Personengesellschaften zur Besteuerung nach den Regeln von Kapitalgesellschaften.
  3. Verbesserungen bei der Anrechnung der Gewerbesteuer. Die beschlossene Änderung führt laut ZDH dazu, dass es bis zu einem Gewerbesteuerhebesatz von rd. 420 % zu einer vollständigen Entlastung von der Gewerbesteuer kommt.
Und welche steuerlichen Maßnahmen kämen darüber hinaus in Frage?

Eine weitere Möglichkeit, die Unternehmen finanziell zu unterstützen, wäre Steuerstundung, meldet das Institut der Deutschen Wirtschaft. Seit 2008 gilt der sogenannte Investitionsabzugsbetrag, der es Unternehmen erlaubt, Abschreibungen zeitlich vorzuverlegen. Sie können dadurch die Steuerlast des laufenden Jahres reduzieren. Der Betrag ist auf 200.000 Euro im Jahr und auf Unternehmen mit einem Betriebsvermögen von bis zu 235.000 Euro beschränkt. Eine temporäre Anhebung dieser Schwellenwerte würde Betriebe kurzfristig entlasten, so die Experten.

Die Wissenschaftler vom Ifo-Institut sehen ebenfalls eine zinsfreie Stundung von Voraus- und Nachzahlungen bei Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer als angeraten. Außerdem empfehlen die Ökonomen verbesserte Abschreibungsbedingungen, die großzügige Gewährung des Investitionsabzugs und eine großzügigere Gestaltung der Möglichkeit des Verlustrücktrags. Die vorgezogene Abschaffung des Solidaritätszuschlags auf 1. Juli 2020 scheiterte zunächst im Koalitionsausschuss – die Ökonomen halten das aber durchaus für ein adäquates Instrument. Am besten setzen sich Handwerker direkt mit ihrem Steuerberater oder dem zuständigen Finanzamt in Verbindung, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Banken

Gibt es allgemeine Vorsorgemöglichkeiten, zum Beispiel im Umgang mit Banken?

Unternehmen, die Finanzierungs- und Liquiditätsvorsorge treffen, werden im Fall geplanter Investitionen in der Zukunft seltener in Schwierigkeiten geraten. Folgende konkrete Maßnahmen empfiehlt etwa das Kreditvermittlungsportal Compeon:

  • Unternehmer sollten Abhängigkeiten zu bestehenden Finanzpartnern reduzieren, indem sie ihren Bankenkreis nun konsequent erweitern. Benötigt der Betrieb Kapital, kann der Chef auf einer breiteren Basis anfragen.
  • Eigenkapital stärken, indem Gewinne thesauriert werden und das Working Capital optimiert wird. Zugleich prüfen Sie jetzt, inwieweit die Struktur der Sicherheiten bestehender Finanzierungen noch auf dem aktuellen Stand ist. Womöglich können Chefs freie Sicherheiten schaffen, die im Ernstfall herangezogen werden können.
  • Im Moment könnte es lohnend sein, Kredite mit kurzer Laufzeit in zinsgünstigere und langfristig angelegte Kreditlinien umstrukturieren.
Weitere Downloads zu diesem Artikel
  • Vereinbarung zur Einführung von Kurzarbeit (PDF, 106 kB)

    Der Handwerkschef, der seine Mannschaft wegen der Corona-Krise in Kurzarbeit schicken muss, sollte mit seinen Mitarbeitern eine Vereinbarung über Gründe und Dauer der Kurzarbeit treffen, die von beiden mehr...

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