Aktie des Monats Fast geschenkt

Die Aktien der Commerzbank (ISIN DE0008032004) gibt es heute zu einem Preis, der auf einen drohenden Konkurs der Bank schließen lässt. Darauf deutet aber nichts hin. Die Erträge sind, wie bei allen Kreditinstituten, stark eingebrochen. Aber das Unternehmen arbeitet mit Gewinn. Hauptgrund des Kursdesasters ist einer der Großaktionäre, die WCM, die ihren Anteilsbesitz verkaufen muss. Ein Insider: "Ihr wird jetzt das Fell über die Ohren gezogen. Jetzt bekommen ihre Manager die Quittung dafür, dass sie sich mit dem Bankestablishment angelegt haben".hm-Meinung: Ein Kauf der Aktie ist zwar immer noch spekulativ. Dem aktuellen Kurs von 6 Euro steht aber ein Vermögen (Buchwert je Aktie) von 21,94 Euro gegenüber. Die Aktie hat ein mittelfristiges Kurspotenzial von über 100 Prozent. Zudem ist das Institut zu Kursen unter zehn Euro ein potenzieller Übernahmekandidat. › mehr

Aktie des Monats Auf dem richtigen Gleis

Unternehmen können auch in einer Wirtschaftsflaute erfolgreich sein. Wie dies möglich ist, zeigt die Vossloh AG (ISIN DE0007667107). Durch Umschichtungen im Beteiligungssektor ist die Gesellschaft jetzt ein Technologiekonzern im Bereich Verkehrstechnik. Bestehende, weniger ertragreiche Beteiligungen wurden für 312 Millionen Euro verkauft und für 296 Millionen Euro die französische Cogifer-Gruppe, der weltweit zweitgrößte Weichenhersteller, erworben. In diesem Jahr rechnet Firmenchef Burkhard Schuchmann mit einem Gewinn pro Aktie von 3,40 Euro. hm-Rat: Wir sind beim Gewinn nicht ganz so optimistisch und erwarten einen Gewinn von 2,60 Euro pro Aktie. Die Aktie wird damit aber nur mit dem knapp zehnfachen des Ertrages bewertet. Das ist äußerst preiswert, will das Management doch den Umsatz bis zum Jahr 2004 von jetzt 700 Millionen auf zwei Milliarden Euro steigern. Zudem erscheint es realistisch, dass die Nettoumsatzrendite wieder 4 bis 5 Prozent erreicht. Eine ideale Kaufgelegenheit für die Aktie bietet sich bei rund 24 Euro, vorsichtige Investoren warten einen charttechnischen Ausbruch über 27 Euro ab. Die Aktie sollte besser als der Markt abschneiden. › mehr

Anleihen Finanzinnovationen steuerpflichtig

Anleihen, bei denen sich die Zinsen innerhalb der Laufzeit ändern können, sind nach Ansicht des Fiskus keine festverzinslichen Wertpapiere sondern Finanzinnovationen (Paragraf 20 Absatz 2 Nr. 4 Einkommensteuergesetz). Und bei denen sind nicht nur die Zinsen, sondern auch die Kursgewinne zu versteuern. Dies gilt insbesondere für die sogenannten Step-up-Kupon-Papiere.Zu dieser Gattung gehören viele Anleihen der internationalen Telekomanbieter, so auch der Deutschen Telekom. Mit dieser Angebotsvariante - die Anleihezinsen werden erhöht, wenn das Rating der Unternehmen herabgestuft wird - versuchen die Gesellschaften sich das Vertrauen der Anleger zu erhalten. Werden aber die Anleihen verkauft, dann muss der Kursgewinn, unabhängig von der Haltedauer, versteuert werden. Tipp: Wer den Fiskus nicht beteiligen will, dem bleibt die Möglichkeit, bis zur Endfälligkeit zu warten. › mehr