Dossier "Nachfolgeplanung" Nachfolge im Handwerk: Der große Praxis-Guide für Unternehmer

Ob Nachfolge in der Familie, Verkauf an Mitarbeitende oder Fusion mit Kollegen – wer früh plant, bleibt handlungsfähig. Das große Dossier zeigt, welche Wege Handwerksunternehmer wählen können, um ihr Lebenswerk zu sichern und die Zukunft ihres Betriebs aktiv zu gestalten. Von der Vorbereitung über steuerliche und rechtliche Fragen bis hin zu erfolgreichen Praxisbeispielen: Lesen Sie, wie klug geregelte Nachfolgen funktionieren, welche Chancen sich dabei eröffnen – und warum Loslassen auch ein Neuanfang sein kann.

Unsere Nutzwert-Highlights:

  • Übersicht: Die Betriebsübergabe in zahlreichen Varianten. Familie? Mitarbeiter? Externer Übernehmer? Oder sogar eine Fusion? Manchmal kann es sich lohnen, neue Wege zu gehen!

  • Wie Sie die Nachfolge im Voraus planen: Das Unternehmensziel vor Augen, die Nachfolge-Generation im Blick und dabei nicht die eigenen Bedürfnisse aus den Augen verlieren - es liegt in Ihrer Hand, Ihr Lebenswerk optimal in neue Bahnen zu führen. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie Ihr Unternehmen zukunftsfit für die Übergabe machen und durch Steueroptimierung und passende Verträge mit übernehmenden Familienangehörigen für künftige Aufgaben wappnen.

  • Übernahme durch eine Genossenschaft: Fehlt ein Übernehmer, können sich Mitarbeiter des Betriebs in der Rechtsform der Genossenschaft beteiligen. Wie das Konstrukt funktioniert, erklärt ein Unternehmer gemeinsam mit Experten im Beitrag. Rechtsanwalt Konrad Bechler erläutert über den Beitrag hinaus den rechtlichen Unterbau. Lesen Sie dazu auch unser ungekürztes Interview mit ihm.

  • Wagnis Private-Equity-Verkauf: Es könnte sein, dass der Verkauf an einen Private-Equity-Investor als Nachfolge-Variante künftig im Handwerk üblicher wird. Ein Unternehmer macht vor, wie sein Verkauf funktionierte. Experten sagen, worauf es ankommt.

  • Verkauf an Mitarbeiter, Fremde und Familie: Der Verkauf an Mitarbeiter oder externe Gründer kann die Nachfolge sichern und neue Perspektiven eröffnen. Was Übergeber bei einem Verkauf beachten müssen und wie sie Stolperfallen vermeiden.

  • Nachfolge innerhalb der Familie: Wer den Betrieb in der Familie halten will, braucht Planung, Klarheit und Vertrauen. Frühzeitige Nachfolgegespräche vermeiden Konflikte und sichern steuerliche Vorteile. Mögliche Übergabemodelle sind eine Schenkung, eine Stiftung oder eine Zug-um-Zug-Übergabe. Verschaffen Sie sich einen Überblick.

  • Interview mit Steuerberater Benjamin Hofmann: Detaillierte Experten-Ratschläge für die steuerliche Gestaltung einer Betriebsübergabe.

  • Interview mit Übergabe-Coach Elisabeth Brandau: Die Sportlerin, Unternehmerin, Trainerin und Speakerin ist absolute Expertin in Sachen Nachfolge-Planung. Sie gibt Tipps für formale Aspekte der Übergabe, aber auch für die vielen emotionalen Herausforderungen.

  • Test "Wie übergabebereit ist mein Unternehmen?": Mit diesem Test können Chefs herausfinden, inwieweit ihr Unternehmen bereit ist für die Übergabe. Sie sehen, welche Hausaufgaben noch zu erledigen, welche Prozesse zu optimieren sind. Mit den Ergebnissen lassen sich Rückschlüsse ziehen, welche Bereiche der Führung eine Anpassung benötigen. Den Test finden Sie als Download hier:
  • Überblick – jetzt neue Wege gehen!
  • Nachfolge im Voraus planen
  • Übernahme durch Mitarbeiter-Genossenschaft
  • Verkauf an ein Konsortium
  • Verkauf an Familie, Mitarbeiter und Fremde
  • Nachfolge innerhalb der Familie
  • Steuerberater Benjamin Hofmann im Interview
  • Übergabe-Coach Elisabeth Brandau im Interview

Nachfolge: Clevere neue Wege, die das Lebenswerk sichern

Wenn die Kinder andere Pläne haben und kein klassischer Nachfolger in Sicht ist, braucht es Mut, Offenheit und neue Ideen. Immer mehr Handwerksunternehmer gestalten ihre Nachfolge jenseits traditioneller Pfade – durch Kooperationen, Fusionen oder Beteiligungen. Das Beispiel HEEET zeigt, wie zwei Betriebe gemeinsam wachsen, Strukturen professionalisieren und gleichzeitig das Lebenswerk bewahren können.

Lino Ferda (Mitte), Geschäftsführer von HEEET in Siegen, mit seinem Vater Peter Ferda (rechts) und dem ehemaligen Chef der Willi Gräf GmbH Harry Schneider, heute ebenfalls Geschäftsführer von HEEET. Sie haben einen neuen Weg zur Nachfolge durch eine Kooperation gefunden.
Lino Ferda (Mitte), Geschäftsführer von HEEET in Siegen, mit seinem Vater Peter Ferda (rechts) und dem ehemaligen Chef der Willi Gräf GmbH Harry Schneider, heute ebenfalls Geschäftsführer von HEEET. - © Jens Nieth

Einfach mal beim Konkurrenten vor Ort nachfragen, wie es um die Unternehmensnachfolge in seinem Betrieb bestellt ist? „Wäre mein Ausbildungsbetrieb in einigen Jahren von einem Versorger übernommen worden, hätte ich mich geärgert, wenn ich diese Frage nicht gestellt hätte“, sagt Lino Ferda, Geschäftsführer der HEEET GmbH in Siegen. Um Erfahrung zu sammeln, hatte sich der Junior-Chef von HEEET bewusst für eine Ausbildung außerhalb des eigenen Familienbetriebs, der vormaligen Bäcker Haustechnik GmbH, entschieden. Da ihm die Ausbildung bei der Willi Gräf GmbH viel Spaß machte, arbeitete er auch als Geselle noch einige Zeit für Firmenchef Harry Schneider. Mit Beginn eines dualen Studiums wechselte er dann wieder in den eigenen Familienbetrieb, sammelte während der Studienzeit reichlich Praxiserfahrung auf den Baustellen und stieg nach Abschluss des Studiums in die Geschäftsführung ein.

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