Allein für den geplanten Wärmepumpenausbau werden bis 2030 rund 60.000 zusätzliche Monteure gebraucht. Daher die Kernthese der Forschung: Der Mangel an Fachkräften ist die größte Bremse für die dringend benötigte Wärmewende in Deutschland. Aber stimmt das auch? Zwei Experten mit zwei unterschiedlichen Meinungen: Dr. Jan Ossenbrink, Unternehmer, sagt nein, da gibt es keine Überforderung. Michael Hilpert, Präsident des Zentralverbands SHK widerspricht. Hier die Argumente.

Dr. Jan Ossenbrink: "Klares Nein. Entscheidend ist, wofür wir die vorhandenen Fachkräfte einsetzen und wie gut wir ihre Arbeit organisieren".
Im Jahr 2023 wurden in Deutschland mehr als 1,3 Millionen Wärmeerzeuger verkauft – fast doppelt so viele wie im langjährigen Mittel. Das zeigt, wie flexibel das Handwerk auf Nachfrage reagieren kann. Dabei ist nicht eingerechnet, dass die meisten Fachkräfte oft alles andere als effizient eingesetzt werden, etwa weil jedes Projekt wie ein Unikat betrachtet wird, standardisierte Abläufe fehlen und Gewerke nicht gut koordiniert sind.
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