Ein Notfallplan für den Stromausfall entscheidet im Ernstfall über Schäden, Aufträge und Kundenzufriedenheit. Wie der fünftägige Blackout in Berlin Anfang des Jahres zeigte, trifft es Handwerksbetriebe oft unvorbereitet. Ein Berliner SHK-Betrieb berichtet, was wirklich half – und ein Krisenexperte erklärt, welche Vorsorgemaßnahmen sich lohnen.

Als im Südwesten Berlins an einem Samstagmorgen im Januar der Strom ausfiel, zeigte das Thermometer Minusgrade an. Im SHK-Betrieb Dobbeck blieben die Bildschirme schwarz, auf Kundendaten und Termine zuzugreifen war unmöglich. „Wir hatten einen vollen Einsatzplan für die kommende Woche“, erzählt Anke Dobbeck, die mit ihrem Mann Glenn Dobbeck den Betrieb vor zwei Jahren an die Töchter Alisa und Catina übergeben hat. Wie ihre Nachbarn im Bezirk Steglitz-Zehlendorf auch traf sie der Blackout völlig unerwartet.
Schnell versuchte die Unternehmerfamilie, aus der Situation das Beste zu machen. Notstromaggregate in ihrer Gegend waren schon ausverkauft, aber es gelang ihnen, bei einem Großhändler in Ostberlin zwei Geräte zu kaufen. „Damit konnten wir unseren Betrieb zeitweise mit Strom versorgen“, erzählt Anke Dobbeck, „und später auch mehrere Kunden.“ Die Monteure brachten die Aggregate zu den Haushalten und ließen die Heizungen darüber jeweils für einige Stunden laufen, um ein Einfrieren zu verhindern. Schließlich müssen auch Gas- und Ölheizungen – genauso wie zahlreiche WC – über Strom gesteuert werden.
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