Geheimnis vor der Premiere "The Boulder": Mercedes-Benz Sprinter steckt noch im Felsbrocken

Quadratisch, praktisch – gut? Der nächste ­Mercedes-Benz Sprinter steckt noch in der Skulptur "The Boulder". Handwerker dürfen gespannt sein.

The Boulder: Der nächste Sprinter bricht sich Bahn.
"The Boulder": Der nächste Mercedes-Benz Sprinter bricht sich Bahn. - © Mercedes Benz

Sterne sind rund? Bei Mercedes-Benz zeigen sie auch Ecken und Kanten. Jedenfalls beim nächsten Sprinter. Die Schwaben verzichten zugunsten praktischer Lösungen auf ein flutschiges Aero-Design. Hier bricht sich wuchtig die Nummer eins seiner Klasse Bahn. „The Boulder“ tauft die Marke ihren Appetithappen. Klettern wir mal gedanklich daran herum.

Die kräftige Nase ist unabdingbar für den Fußgängerschutz. Sie hat einen weiteren Anlass. War beim Sprinter zunächst nur von einer E-Plattform die Rede, so ist Mercedes-Benz Vans umgeschwenkt: Zum Elektroantrieb gesellt sich der Diesel, der Platz braucht. Der grob herausgearbeitete Körper der Sprinter-Skulptur gibt weitere Aufschlüsse. Da wären eine gerade verlaufende Dachkante und steil aufragende Wände. Die Quaderform schafft Platz für Fracht und Regaleinrichtungen. Wert­voller Raum, der beim aktuellen Sprinter mit stark bombierten Seitenwänden fehlt.

Hinter "The Boulder" verbirgt sich eine neue Plattform

Unter der Hülle steckt eine ebenso neue Plattform. Das Stichwort heißt hier Van.EA, Van Electric Architecture. Dahinter verbirgt sich der batterieelektrische Antrieb für die feinen Vans VLE und VLS als Nachfolger der V-Klasse sowie für Vito und Sprinter mit ihrer eigenständigen ­Karosserie. Wesentliches Merkmal ist die Modulbauweise: Vorderteil mit elektrischem Antrieb und Vorderachse, mittleres Modul mit Batteriegehäusen in unterschiedlicher Zahl, Heckmodul mit Hinterachse – gegebenenfalls ergänzt durch einen zweiten E-Motor für Allradantrieb. Das alles ermöglicht Flexibilität von kompakt bis groß, von fein bis robust.Inzwischen gesellt sich als Plattform Van.CA hinzu, Van Combustion Architecture, sprich: Verbrennungsmotor.

Die neuen Plattformen bieten technische Leckerbissen, vor allem die E-Variante Van.EA: Vorderradantrieb, optional ­Allradantrieb 4Matic, eine 800-Volt-Architektur für rasantes Laden sowie eine Hinterachslenkung für große Beweglichkeit und dynamisches Handling. Was davon beim Transporter ankommt – abwarten.

Termin für die Premiere steht noch nicht fest

Hinzu gesellen sich unsichtbare Details: Elektronikstruktur und Vernetzung. Neu ist das Superhirn, das Betriebssystem MB.OS, Mercedes-Benz Operating System. Over-the-Air-Updates (OTA) halten den Transporter technisch aktuell. Möglich sind ebenfalls Upgrades, also das Hinzufügen weiterer Funktionen. Oder das Freischalten von Funktionen, die der Fuhrparkchef beim Kauf nicht erworben hatte, die aber bereits im Transporter stecken.

Die schicken Vans sitzen schon in den Startlöchern, angeführt vom VLE mit schnittiger Karosserie. Die Transporter folgen. Mercedes verrät noch keinen Termin. Vielleicht lässt sich die Marke im Herbst 2026 mal wieder auf der IAA Transportation sehen.

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