Flotten gelten als Treiber der Elektromobilität – rund ein Drittel der EV-Fahrer (EV gleich Electric Vehicle) sind gewerbliche Nutzer. Eine neue Studie von Shell zeigt, welche konkreten Wünsche die gewerblichen Fahrer an Laden, Zahlen und Co. haben.

Jeder Dritte fährt elektrisch für den Job. Eine plakative Aussage, die aus der jüngsten Shell-Elektromobilitätsstudie stammt. Bereits zum achten Mal hat der Mineralölkonzern diese Analyse nun vorgelegt. Und dabei neben den Präferenzen der privaten Pkw-Lenker auch die Flottenkunden in den Fokus genommen respektive beide E-Fahrer-Typen miteinander verglichen.
Laut der neuesten Studienausgabe fallen rund 36 Prozent der EV-Fahrer in die Kategorie der Flottenfahrer. Bedeutet: Sie cruisen mit ihrem Stromer zum Kunden oder transportieren Material von A nach B. Zudem seien sie häufiger männlich, angestellt und in technischen oder beratenden Berufen tätig. Kein Wunder, dass die gewerblichen Nutzer auch genaue Vorstellungen davon haben, wie das Stromzapfen vonstattengehen soll.
Ladegeschwindigkeit ist für Nutzer der Elektromobilität am wichtigsten
Hier stehen die Ladegeschwindigkeit mit 73 Prozent, die Kosten mit 71 Prozent und die Zuverlässigkeit mit 69 Prozent ganz hoch im Kurs. Zusatzangebote wie Shops und Gastronomie würden zudem an Bedeutung gewinnen, besonders für Berufspendler, die unterwegs laden.
Wieder ein Elektrofahrzeug beim nächsten Kauf
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sich unter den Flottenkunden viele Stromer-Fans befinden. So wollen 80 Prozent der EV-Fahrer beim Fahrzeugwechsel wieder auf ein E-Auto setzen. In der Verbrenner-Fraktion sind es nur 23 Prozent – also noch ordentlich Nachholbedarf.
Ladeerlebnis: Welche Faktoren beeinflussen die Wahl des Ladeortes?
Die wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Ladeortes:
| Ladegeschwindigkeit | 73 % |
| Kosten | 71% |
| Zuverlässigkeit | 69 % |
| Verfügbarkeit | 66 % |
| Nähe zu Shops und Toiletten | 37 % |
Quelle: Shell Elektromobilitätsstudie 2025, 4.625 befragte private und gewerbliche EV- und Verbrenner-Fahrer in Deutschland
20 %
der Flottenfahrer legen mit ihren Elektro-Fahrzeugen jährlich mehr als 30.000 Kilometer zurück – 68 Prozent fahren mehr als 15.000 Kilometer pro Jahr.
Zahlungspräferenzen: Welche Zahlungsarten bevorzugen EV-Flottenfahrer?
Bei den Zahlungsmethoden zeigt sich eine starke Fragmentierung:
| RFID-Karten (Kontaktlose Chip-Karten) | 83 % |
| EV-Lade-Apps/Ladekarten | 53 % |
| Kontaktlose Zahlungen | 21 % |
| Plug & Charge | 18 % |
| QR-Codes und Abomodelle | 10 % |
Quelle: Shell Elektromobilitätsstudie 2025, 4.625 befragte private und gewerbliche EV- und Verbrenner-Fahrer in Deutschland
"E-Autofahrer sind überzeugt, wenngleich manche Verbrenner-Fahrer skeptisch bleiben."
Florian Gattes, General Manager Shell Mobility Deutschland, Österreich und Schweiz


