Diskussion "halb voll, halb leer" Arbeitsbedingungen im Handwerk: Grund für den Fachkräftemangel?

Sind es tatsächlich die Arbeitsbedingungen im Handwerk, die den Fachkräftemangel der Branche begründen? Andreas Ehlert, Präsident des Dachverbandes Handwerk NRW verneint die Frage. Stefan Körzel, Bundesvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) bejaht sie. Zwei Experten, zwei Meinungen. Hier sind ihre Argumente.

Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf und des Dachverbandes HANDWERK NRW und Stefan Körzel, DBG-Bundesvorsitzender.
Diskussion über die Arbeitsbedingungen im Handwerk: Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf und des Dachverbandes HANDWERK NRW und Stefan Körzel, DGB-Bundesvorsitzender. - © Tabea Weberskirch/HWK Düsseldorf; DGB/Simone M. Neumann

Laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) arbeiten Handwerker viel öfter im Stehen (85 Prozent), heben schwere Lasten (54 Prozent) oder arbeiten in Zwangshaltungen als Büroangestellte. Moderne Hilfsmittel wie Exoskelette helfen zwar inzwischen bei Überkopfarbeiten, der Job bleibe aber hart. Das stützt die landläufige Meinung. Aber ist sie auch richtig? Scheuen junge Leute deshalb eine Ausbildung im Handwerk? Und möchte, wer einmal im Handwerk tätig ist, dort schnell wieder heraus?

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