Die künstliche Intelligenz fordert das Handwerk heraus. Welche Rolle sie für den Arbeitsmarkt im Handwerk spielt, wird kontrovers diskutiert. KI-Experte Christoph Krause vom Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk sieht vor allem Chancen. Anders Rolf R. Rehbold, der bis Ende 2025 stellvertretender Direktor des Forschungsinstituts für Berufsbildung im Handwerk (FBH) an der Universität Köln war. Er warnt: KI wird den Fachkräftemangel nicht beheben.

Christoph Krause: "Technik räumt nicht den Menschen ab – sie räumt ihm den Kopf frei."
Für Christoph Krause, Designer, KI-Praktiker und Digitalisierungsexperte im Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk, ist das Glas in Sachen Arbeitsmarktveränderung im Handwerk durch KI eher halb voll. Hier ist seine Argumentation:
Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik gelten vielen als Bedrohung: Maschinen, die nie müde werden, keine Pausen brauchen und scheinbar jeden Handgriff besser beherrschen als der Mensch. Wer so denkt, verwechselt Strukturprobleme mit Technik. Nicht KI gefährdet den Arbeitsmarkt im Handwerk – der demografische Wandel, fehlende Fachkräfte und veraltete Arbeitsabläufe tun es.
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