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WhatsApp-Kolumne von Michael Elbs, 12. Folge Die neue Dreiteilung: WhatsApp, WhatsApp Business und WhatsApp Solution (API)

Facebook hat kürzlich drei verschiedene Einsatzmöglichkeiten von WhatsApp vorgestellt. Auch der Datenschutz ist damit beherrschbar und WhatsApp kann in einem Betrieb, einer Firma oder einem Konzern eingesetzt werden. Das sollten Sie dabei beachten.

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Wie bereits in der letzten Kolumne vorgestellt, wurde dafür die Muster ҡɱu erstellt. Auf der jeder aus Kundensicht WhastApp Business, Einwilligungen und auch einen Bot erleben und testen kann. Kein anderer genutzter Kommunikationsweg verbindet Text, Sprache, Bilder, Dateien, und Telefonie so einfach, übersichtlich und ineinandergreifen wie das WhatsApp tut. In WhatsApp Business sind dann noch weitere Elemente enthalten, die viele bereits von Telefonanlage und Mailprogrammen kennen. Die Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen wird erheblich vereinfacht und ich spreche daher von einem „Kommmunikationsbooster“, der Zeit einspart.

Die neue Dreiteilung von WhatsApp

Jeder kennt WhatsApp, ein grüne Sprechblase mit Telefon - gedacht für Privatpersonen. 70 Prozent der Deutschen nutzen die App nahezu täglich. WhatsApp hat im Privatleben die Nutzung der Mail überholt – Tendenz steigend.

1. WhatsApp

In Bezug auf den Datenschutz und die neue DSGVO kann nach wie vor jede Privatperson WhatsApp problemlos verwenden. WhatsApp informiert über das Auslesen der Metadaten, über den Verlust der Rechte an Dateien und über das Auslesen der Telefonnummern im Adressbuch.

Die Chats in WhatsApp sind Ende zu Ende verschlüsselt, eines der sichersten Verfahren beim Verschicken von Daten per Messeneger. Jede Person besitzt einen Schlüssel mit 60 Zeichen. Damit ist bei der Übertragung der Kommunikation alles sicher verschlüsselt. Die Angst, dass WhatsApp mitliest und dadurch gezielt Werbung in den Chat einblendet, ist somit momentan ausgeschlossen.

Allerdings ist Werbung bereits heute technisch möglich und wird kommen – vermutlich schon in diesem Quartal (2019/1-2). Schon jetzt kann jeder im Status auf aktuelle Veranstaltungen oder Angebote aufmerksam machen und alle Kontakte können auf die Information zugreifen.

WhatsApp entwickelt sich für die private Nutzung zu einem Kommunikationswerkzeug und durch Einbindung von Firmenkommunikation zu einem Servicekanal. In Zukunft wird dieses Angebot von WhatsApp wahrscheinlich noch ausgebaut werden. Künftig soll deshalb der Status verwendet werden, um Werbung zu schalten. Dort wird man wahrscheinlich bald gegen Bezahlung Anzeigen schalten können.

2. WhatsApp Business

Um in der Firma WhatsApp zu nutzen und mit Kunden zu kommunizieren, ist die Standard- WhatsApp-Version jedoch nicht geeignet. Dafür ist seit Ende Januar 2019 WhatsApp Business verfügbar – allerdings nur für Android-Geräte. Auf diesen können nun Kleinstfirmen ebenso wie Konzerne WhatsApp einsetzen, um auf dem mobilen Endgerät Privates und Geschäftliches zu trennen.

Ja, man kann auf diese Art WhatsApp zweimal installieren. Um jedoch die Nutzung für den privaten und geschäftlichen Bereich zu ermöglichen, ist ein MDM (mobile device management) System zu empfehlen. Dort gibt es jeweils einem Container für privates WhatsApp und einen für geschäftliches WhatsApp. Dies erfordert zum einen die DSGVO, ermöglicht aber auch den Mitarbeitern die Trennung der beiden Bereiche. Der Urlaub wird angenehmer, denn die Businessversion enthält einen Urlaubsmodus. In diesem ist meist jede geschäftliche Meldung deaktiviert und die Abwesenheitsfunktionen informieren den Kunden automatisch.

Mit WhatsApp Business kann zum „normalen“ WhatsApp und auch mit anderen WhatsApp-Business-Konten kommuniziert werden. Bald – vermutlich ab Ende 2019 – ist es über WhatsApp Business auch möglich Nachrichten an die Messenger von Instagram und Facebook zu versenden.

Die Daten von WhatsApp Business werden innerhalb von Europa in Dublin verarbeitet. Da WhatsApp aber zum Facebook-Konzern gehört, wird die Kommunikation über die technische Plattform und die Dienste von Facebook verarbeitet. Hier fallen vermutlich reduzierte Metadaten an, die mit Facebook geteilt werden. Weil der Konzern in den USA sitzt und damit das EU-US-Datenschutzschild Privacy Shield greift, dass weniger streng ist als die neue DSGVO, kann es hier zu Sicherheitslücken kommen. Besonders kritisch ist das deshalb, weil zum Installieren von WhatsApp Business momentan noch die Handynummer und der Zugriff auf das Adressbuch erforderlich sind.

Die ҡɱu schließt diese Lücke, um WhatsApp DSGVO konform abzubilden. Diese technischen Vorkehrungen reichen jedoch allein noch nicht aus. Bevor Sie Kunden über WhatsApp kontaktieren können, müssen Sie auf diesen Umstand hinweisen und die Kommunikation sorgfältig dokumentieren. Da WhatsApp Business momentan noch nicht 100 Prozent DSGVO-konform ist, sind diese Maßnahmen in Deutschland zwingen erforderlich, um den möglichen empfindlichen Geldbußen entgegenzuwirken.

Die Verwendung des normalen WhatsApp auf Firmenhandys ohne Vorkehrungen wird von Datenschutzbehörden als Nachlässigkeit bewertet und bald auch durch erste Geldbußen geahndet. Wesentlich besser ist daher der Einsatz von WhatsApp Business und durch die Dokumentationen und ergänzenden technischen Vorkehrungen oder auch einem MDM werden die Verletzungsgefahren gebannt.

3. WhatsApp Solution (API)

Die 3. Variante ist die WhatsApp Business Solution (API). Diese Version nutzen bereits Fluggesellschaften, um z.B. den Passagier von der Buchung bis zum Verlassen des Airports zu informieren, Optionen aufzuzeigen und dadurch das Flugerlebnis angenehm und behütet zu gestalten. Oder einfacher gesagt: Der Passagier kann versuchen, beim Einsteigen noch einen Sitzplatzwechsel über WhatsApp zu erreichen. Einfach chatten mit einem Bot, der automatisch antwortet und über die Schnittstelle in andere Systeme eingreift. API (application programming interface) bedeutet also, dass Unternehmen dadurch bestehende Systeme, wie bei der Flugabwicklung, gezielt in die WhatsApp Kommunikation integrieren können. Dadurch wird WhatsApp zu einem interaktiven Tool, das zum Kommunikationsbindeglied wird und Formulare, Apps und Mail komplett ersetzt - ohne Medienbruch.

Wie geht es weiter mit WhatsApp? Kommt eine Bezahlfunktion?

In der Zukunft wird auch das Bezahlen innerhalb von WhatsApp möglich sein. Spam, Newsletter und Missbrauch sollen durch verschiedenste Maßnahmen unterbunden werden.

WhatsApp Business ist bald auch auf iOS verfügbar. Außerdem wird eine Firmensuche in WhatsApp integriert. Es wird daher unabdingbar, dass jeder Handwerker mindestens ein WhatsApp-Business-Konto verwendet und für die Kundenkommunikation bereithält. Das wird die nächsten Monate eine riesige Chance sein, um sich abzuheben, direkte und besser zu kommunizieren.

Da noch sehr wenige einen richtigen WhatsApp Business Account haben verschenken wir 33 Anmeldeseiten und jeweils 33 Webinare, in welchem ich alles erkläre was für WhatsApp Business notwendig ist. Schreiben sie mir einfach via WhatsApp michael-elbs.de Es ist für Unternehmen an der Zeit, nicht nur ein notwendiges Übel um Geldbußen abzuwenden, sondern in meinen Augen, eine unternehmerische soziale Verantwortung im Betrieb den Datenschutz umzusetzen. Wenn das gemacht wird, steht auch der effizienten Nutzung von WhatsApp nichts im Weg.

Mitarbeiter, Firmen und Konzerne können WhatsApp also einsetzen, beachten Sie die Vorkehrungen und fragen Sie die Muster ҡɱu sie den Gefahren der DSGVO ausweicht und um effizient mit Besuchern in WhatsApp zu kommunizieren. Weitere Infos gern direkt unter michael-elbs.de.

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