Diskussion "halb voll, halb leer" Regulierungen auf der Baustelle: Ist der Normenwahnsinn mit fast 4.000 Baunormen wirklich nötig?

Ob auf Baustellen wirklich so viele Normen nötig sind? Die Regulierungen wirken auf den ersten Blick übertrieben. Doch sie sollen Sicherheit, Qualität und klare Abläufe gewährleisten. Die Frage bleibt: Schaffen sie Ordnung – oder eher unnötige Komplexität?

Sinnvolle Regulierungen oder Überregulierung? Zu den fast 4.000 Baunormen gibt es unterschiedliche Meinungen. - © Carl Keyes, Kamil - stock.adobe.com

Markus Brunner über die Regulierungen: "Ohne Regeln gäbe es mehr Unsicherheit, mehr Diskussionen und höhere Risiken."

Für Markus Brunner, stellvertretender Geschäftsstellenleiter des DIN-Normenaus­schusses Bauwesen in Berlin, ist das Glas in Sachen Baunormen und Regulierungen eher halb voll. Hier ist seine Argumentation:

Eine Baustelle funktioniert nur reibungslos, wenn alles zusammenpasst. Und das am besten mit möglichst geringem Abstimmungsbedarf. Ohne Normen ist dieses Zusammenspiel nicht möglich. Ein gutes Beispiel dafür ist die DIN 4172 „Maßordnung im Hochbau“: Sie schafft ein einheitliches Maßsystem, dem Hersteller von Ziegeln, Fenstern und Türen ebenso folgen wie Planer bei Grundrissen und Wandöffnungen. Das Ergebnis zeigt sich auf der Baustelle: Es muss nicht nachgearbeitet werden und Türen und Fenster passen – unabhängig vom Hersteller und ohne zusätz­lichen Abstimmungsaufwand.

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