Kreislaufwirtschaft Baustoff Lehm: 6 Fakten über den natürlichen Rohstoff

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Die Klimawende hat den traditionsreichen Baustoff Lehm wieder in den Fokus gerückt. handwerk magazin zeigt mit der Firma Lehmorange, die Lehmbauprodukte im Innenausbau anbietet, die Vorzüge des Rohstoffs auf und liefert wissenswerte Fakten.

Im Holzbau dienen Lehmplatten für den Innenausbau unter anderem der Feuchtigkeitsregulierung. – © Magdalena Türtscher

1. Historie:

Über Jahrtausende hinweg hat sich Lehm als etablierter Wandbaustoff bewährt. In Kombination mit weiteren natürlichen Baustoffen lassen sich auf diese Weise Gebäude errichten, die sich über den gesamten Lebenszyklus als nachhaltig erweisen und ein hohes Maß an Wohngesundheit bieten. Wurde Lehm früher als loses Rohmaterial verarbeitet, kommt der Baustoff heute dagegen vor allem in Form von vorgefertigten Lehmplatten zum Einsatz, die sich leicht verarbeiten lassen.

2. Nachhaltigkeit:

Sofern die Gebäudehülle als monolithische Bauweise mit Ziegeln errichtet wurde, ergibt sich in Verbindung mit Lehm eine natürliche Baustoffkombination, mit der sich der Innen- und Dachausbau nachhaltig realisieren lässt.

3. Kreislaufwirtschaft:

Der Baustoff zählt zu den ältesten Baustoffen der Welt, der derzeit wieder in den Fokus rückt. Denn natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen lässt sich besonders ressourcenschonend und wohngesund bauen. Vorgefertigte DIN-geprüfte Lehmplatten für den Trockenbau erfüllen hohe Anforderungen an dauerhafte Beständigkeit sowie an Rückbau- und Recyclingmöglichkeiten. So können reine Lehmbaustoffe auch noch nach Jahrhunderten ohne Qualitätsverlust zurückgebaut, erneut aufbereitet, weiter verbaut oder der Natur zurückgeführt werden.

4. Optimale bauphysikalische Eigenschaften:

Lehm kann dabei sowohl natürliche Ziegel- als auch Holzhäuser bauphysikalisch sinnvoll ergänzen und ökologisch abrunden. Moderne Lehmplatten für den Innenausbau zeichnen sich neben ihren raumklimaregulierenden Eigenschaften auch durch ihre guten Schalldämmwerte aus. So lassen sich schlanke Trennwände errichten, die für eine angenehme Raumakustik sorgen. Ebenso wie Mauerziegel sind Lehmplatten zudem frei von Schadstoffen und nicht brennbar.

5. Wärmeschutz:

Insbesondere beim Dachausbau punkten Lehmplatten hinsichtlich des sommerlichen Wärmeschutzes. Aufgrund ihrer thermischen Trägheit leiten sie die am Tag von außen auf die Gebäudehülle auftreffende Wärme verzögert in den Innenraum weiter, so dass dieser sich tagsüber langsamer erwärmt.

6. Trockenheit:

Lehmplatten sind von Natur aus sehr trocken. Zudem regulieren sie zuverlässig die Luftfeuchtigkeit im Gebäude, indem sie überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen, speichern und bei Bedarf wieder an den Raum abgeben. Damit sorgen sie nicht nur für ein angenehmes, gesundes Raumklima und vermeiden Schimmelbildung, sondern schützen auch das Holz selbst vor Feuchtigkeitsschäden. Dasselbe gilt für hochwertige Lehmputze, die bei Lehmorange als klassische naturbraune Lehmputze und als Lehmedelputze in verschiedenen Farben erhältlich sind.