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⇨ Diskriminierungsgründe Die acht Gebote der Gleichbehandlung

Acht Diskriminierungsverbote nennt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Chefs dürfen von der Stellenausschreibung, über die Bewerberauswahl bis zum laufenden Betrieb keinen Mitarbeiter ohne sachlichen Grund benachteiligen oder Mobbing in der Firma dulden. Wie Sie Ärger vermeiden.

Rasse. Hier geht es vor allem um die Hautfarbe. Der Chef darf einen Bewerber oder Mitarbeiter nicht benachteiligen, weil er schwarz oder farbig ist.

Ethnische Herkunft. In erster Linie schützt dieser Begriff Ausländer. Aber auch Bewerber und Mitarbeiter mit deutschem Pass, deren Eltern Ausländer sind, muss der Chef gleich behandeln.

Geschlecht. Frauen und Männer muss der Chef bei Bewerbungen und im Betrieb grundsätzlich gleich behandeln. Fragen nach einem Kinderwunsch oder nach einer Schwangerschaft und sexuelle Belästigung (Worte, Fotos, Berührungen) sind verboten.

Religion. Ob Christen, Juden, Muslime - für die Beschäftigung darf das keinen Unterschied machen. Der Chef kann regeln, dass die Religionsausübung nicht den Betriebsablauf stört. Er kann etwa Muslimas untersagen, Kopftuch oder Burka zu tragen.

Weltanschauung. Dieser Diskriminierungsgrund meint die ethische und politische Einstellung. Solange der Mitarbeiter im Betrieb nicht agitiert und stört, darf er seine Meinung äußern.

Behinderung. Gemeint ist die anerkannte Schwerbehinderung. Die Frage danach ist zulässig. Wenn sich die Stelle jedoch für Schwerbehinderte nicht eignet, darf der Chef Nichtbehinderte vorziehen.

Alter. Dieser Diskriminierungsgrund schützt junge und ältere Mitarbeiter. Gerechtfertigt ist die Ungleichbehandlung etwa beim Ausscheiden im Rentenalter und bei betriebsbedingter Kündigung.

Sexuelle Identität. Heterosexuelle und homosexuelle Mitarbeiter sollen gleiche Bedingungen im Betrieb vorfinden. Auch wenn der Chef persönlich Homo-sexuellen intolerant gegenübersteht, darf er weder danach fragen noch sie benachteiligen.

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