Geschäftswagen in der Marktübersicht Chefauto: Welches Fahrzeug mit welchem Antrieb passt zu Ihnen?

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Das passende Auto für den Chef ist keine leichte Wahl. Nicht zu teuer und nicht zu billig sollte er sein und möglichst zum Typ passen. handwerk magazin hat aus dem reichhaltigen Angebot der Pkw-Kombis vier Modelle ausgewählt, die sich gut für Unternehmensgründer eignen.

BMW I4
BMW ist sich sicher: Mit dem BMW I4 ist Sportlichkeit und Langstreckentauglichkeit in einem E-Fahrzeug vereint. – © BMW

Firmenwagen gelten gemeinhin als rollende Visitenkarten. Ist das Fahrzeug verdreckt, das Branding zu ­extravagant oder der Fahrstil mehr als offensiv, ziehen die anderen Verkehrs­teilnehmer schnell voreilige Schlüsse. Mit Folgen für die Außenwirkung.

Und auch bei der Wahl des Chefautos setzen Unternehmenslenkerinnen und Firmenchefs ein Zeichen – übrigens extern und intern. Entscheide ich mich für einen täglichen Begleiter mit alternativem Antrieb? Oder votiere ich doch lieber für die Sportversion eines SUV? Das Statement dürfte in beiden Fällen klar sein.

Stromer sind gefragt


Wer noch nicht weiß, ob er noch einmal auf den klassischen Verbrenner setzen oder doch ins gut geförderte E-Auto-Zeitalter einsteigen soll, für den hat der Marktbeobachter Dataforce Zahlen aus einer aktuellen Um­frage parat. So ist in Fuhrparks mit mindestens 50 Pkw, die sich für alternative Antriebe entschieden haben, der Hauptgrund dafür ziemlich klar: Bei mehr als der Hälfte fragen schlicht die Dienst­wagenfahrer danach. Dem E-Auto-Boom sei Dank! Umwelt­bonus und Förderung (28 Prozent), positives Unter­nehmensimage (sieben Prozent) und geringere Sprit- und Wartungskosten (fünf Prozent) folgen auf den Plätzen.

In unserer Übersicht haben wir neun völlig unterschiedliche Modelle zusammengestellt, die jetzt oder in Kürze auf dem Chefparkplatz Ihres ­Betriebs parken könnten.

1. Der Dynamiker: BMW I4

Sportlichkeit und Langstreckentauglichkeit in einem E-Fahrzeug vereint? Kein Problem, würde das viertürige Gran Coupé namens BMW i4 antworten. Zumal die Münchener den formschönen Mittelklasse-Stromer gezielt auf Fahrdynamik getrimmt haben. So können sich auch die Werte sehen lassen, die für die zum Marktstart verfügbaren zwei Varianten im Datenblatt stehen. Für den i4 M50, bei dem jeweils ein E-Motor an der Vorder- und Hinterachse arbeitet, gibt BMW eine Systemleistung von 400 kW/544 PS und ein Drehmoment von maximal 795 Newtonmetern an. Die WLTP-Reichweite: bis zu 510 Kilometer. Der i4 eDrive40 verfügt über einen 250 kW/340 PS starken E-Motor (WLTP-Reichweite: bis zu 590 Kilometer), stellt ein Drehmoment von 430 Newtonmetern bereit und fährt als klassischer Hecktriebler vor.

Und der Komfort am Volant? Das fahrerorientierte Cockpit, die Variabilität im Innenraum sowie die ganz neue Generation des Bediensystems iDrive zahlen genau darauf ein. Zeit für eine Probefahrt!

2. Der Gelassene: Citroën C5 X

CitroënC5X
Optisch braucht sich der 4,81 Meter lange Franzose nicht zu verstecken. – © Citroën

Sie suchen einen eleganten Reisebegleiter? Dann sollten Sie sich mal den schicken C5 X näher ansehen. Mit viel französischem Flair und einer Menge technischer Raffinessen möchte das neue Citroën-Flaggschiff künftig in der Oberklasse reüssieren. Keine Frage: Optisch braucht sich der 4,81 Meter lange Franzose nicht zu verstecken. Die von Limousine, Kombi und SUV bekannten Attribute stehen ihm gut zu Gesicht. Ein überzeugender Mix! Und über den Radstand von 2,79 Metern und somit das Platzangebot dürften sich vor allem die Passagiere in Reihe zwei freuen. Das Kofferraum­volumen: 545 Liter, 1.640 Liter bei umgeklappten Rücksitzen.

Die Marke mit dem Doppelwinkel offeriert den C5 X entweder mit Benzinmotor oder mit Plug-in-Hybridantrieb. Letztere Version bietet dann auch ein besonderes Komfort-Schmankerl: das Advanced Comfort Aktivfahrwerk. Drei Fahrmodi sorgen dafür, dass die Federung des eleganten Neulings besonders effektiv arbeitet – vor allem in Kurven.


3. Der Visionär : Hyundai Staria

 Hyundai Staria
Die neue, stromlinienförmige Van-Baureihe Staria von Hyundai. – © Hyundai

Wie sich der Autobauer Hyundai die Mobilität der Zukunft vorstellt, können Betrachter sehr gut an der neuen, stromlinienförmigen Van-Baureihe Staria erkennen. Die Koreaner folgen dabei einer Maxime: „Inside-Out“. So rückt beim 5,25 Meter langen, ­1,98 Meter breiten und 1,99 Meter hohen Newcomer die Nutzung des Innenraums stärker in den Fokus. Demnach verwundert es kaum, dass er bei den Passagieren mit viel Platz und Flexibilität punkten möchte.

Der futuristische H1-Travel-Nachfolger setzt also voll aufs Raumangebot und fasst bis zu 5.000 Liter an Gepäck. Einmal auf den multifunktionalen Relaxsitzen Platz nehmen? Schnell wird die Fahrt von A nach B zum Wellness-Trip.

Motorenseitig sorgt dann ein 2,2-Liter-Diesel-Aggregat für den gewünschten Vortrieb. Der 130 kW/177 PS starke Selbstzünder stemmt ein maximales Drehmoment von 431 Newtonmetern auf die Kurbelwelle. Wer lieber für einen alternativen Antrieb votieren würde, für den stellt Hyundai die Erweiterung der Antriebspalette in Aussicht. Auch Nutzfahrzeug-Geschwister sind offenbar schon in Planung.


4. Der Elektrisierende: Mercedes EQS

Mercedes EQS
Der schicke Mercedes EQS kommt rekordverdächtig daher. – © Daimler

Schon die ersten Bilder verraten, dass der schicke Mercedes EQS rekordverdächtig daherkommt: Mit einem cW-Wert von 0,20 verweist die vollelek­trische Luxuslimousine sämtliche Serienautos der Welt auf die Plätze. Gut natürlich auch für die Reichweite des Stromers , den die Schwaben übrigens CO2-neutral produzieren und bei dem erstmals die modulare Architektur für E-Boliden der Luxus- und Oberklasse zum Einsatz kommt.

Weitere Highlights des ­ 5,22 Meter langen S-Klasse-Bruders? Eine WLTP-Reichweite von maximal 770 Kilometern, eine Power von bis zu 385 kW/523 PS, die Wahl zwischen Hinterrad- und Allradantrieb, der optional erhältliche MBUX-Hyperscreen, der sich fast von A-Säule zu A-Säule erstreckt, sowie eine neue Batteriegeneration mit höherer Energiedichte. Doch damit nicht genug: Fans des klar gezeichneten E-Newcomers können erstmalig bei einem Fahrzeug mit dem Stern per Over-the-Air-Updates komplett neue Features aufspielen. Insgesamt eine elektrisierende Erscheinung!

5. Der Herausforderer: Opel Astra

Opel Astra
Wer in der sechsten Generation des Opel Astra Platz nimmt, dem dürfte im Cockpit sofort das volldigitale Pure Panel auffallen. – © Opel

Was tun, wenn sowohl eine ganze Generation als auch eine Fahrzeug­klasse nach dem Konkurrenten aus Wolfsburg benannt ist? Einfach weiter Gas geben – und mit der markanten Vizor-Optik die Jagd aufnehmen. Wer in der sechsten Generation des Opel Astra Platz nimmt, dem dürfte im Cockpit sofort das volldigitale Pure Panel auffallen. Analog war gestern! Zudem soll die intuitive Bedienung via großem Touchscreen für ein deutliches Komfortplus sorgen. Gleiches gilt für die neuen wie ergonomischen AGR-Sitze (Aktion Gesunder Rücken), für die die Rüsselsheimer schon in der Vergangenheit sehr viel Lob erhielten. Eine wahre Relax-Station für den mitunter gestressten Chef.

Der ab Herbst bestellbare Fünftürer ist minimal auf 4,37 Meter Länge gewachsen, der Radstand beträgt ­ 2,68 Meter und dank des verstellbaren Ladebodens bringen Unternehmenslenker bis zu 422 Liter an Gepäck unter. Insgesamt bietet er also mehr Platz als Generation Nummer fünf.

Und die Motorenpalette? Erstmals können Opel-Fans den dynamischen Astra mit einem Plug-in-Hybrid (zwei Leistungsstufen) bestellen – der Einstieg in die Elektrifizierung. Daneben runden Benzin- und Dieselaggregate die Range ab. Die Leistungsbandbreite: von 81 kW/110 PS bis zu 165 kW/225 PS Systemleistung. Und auch bei den Assistenz­systemen hat der mutig designte Herausforderer einiges in petto.

6. Der Beliebte: Nissan Qashqai

Nissan Qashqai
Der in London designte Neuling wirkt deutlich frischer und durchtrainierter. – © Nissan

Wer an Crossover denkt, dem kommt unweigerlich der Name Qashqai in den Sinn. Nissan hat die bereits verfügbare dritte Generation ordentlich ins Trainingslager geschickt – so der Eindruck beim Bilderstudium. Der Lohn: Der in London designte Neuling wirkt deutlich frischer und durchtrainierter. Zudem ist er mit seinen 4,43 Metern (plus 35 Millimeter) um einiges länger, auch beim Radstand legte er um 19 Millimeter zu.

Neben den fünf Ausstattungslinien können sich interessierte Chefinnen und Chefs zwischen zwei elektrifizierten Motorisierungen entscheiden. Brauche ich gleich ein neues Chefauto? Dann steht der 1,3-Liter-Benziner mit Mildhybrid-System zur Wahl. Ein Blick ins Datenblatt: 140 PS oder 158 PS, 2WD oder Allrad sowie ein WLTP-Verbrauch von 6,3 Litern auf 100 Kilometern (CO2: 143 g/km).

Zu einem späteren Zeitpunkt, so die offizielle Aussage, gesellt sich dann das erstmals in Deutschland und Europa offerierte e-Power-System dazu. Damit der Fahrer nicht extern Strom zapfen muss, verbauen die Ingenieure einen 1,5-Liter-Benziner. Sein Job: die Stromerzeugung und das Aufladen der Batterie. Der 140 kW/190 PS starke E-Motor zeichnet wiederum für den Antrieb der Räder verantwortlich. Wichtig: Dank der neuen CMF-C-Plattform müssen Halter keine Kompromisse beim Platzangebot eingehen.

7. Der Praktiker: Peugeot 308 SW

Peugeot 308 SW
Für Fans des praktischen Kombis: Peugeot 308 SW – © Peugeot

Bislang ist der SUV-Trend völlig an Ihnen vor­be­igegangen, weil Sie ein großer Fan der praktischen Kombis sind? Dann gehören Sie genau zur Zielgruppe, die mit dem neuen 308 SW ab Januar anspricht. Zumal der markante, 4,64 Meter lange Franzose auch optisch einiges zu bieten hat.

Doch zurück zur Praktikabilität: Neben zahlreichen Ablageflächen für Krimskrams dürften sich Fahrer über die elektrische Kofferraumklappe, die in Serie dreigeteilte Sitzbank (40/20/40) sowie ein Kofferraumvolumen von 608 Liter bis 1.634 Liter fürs Gepäck (bei den Verbrennern) freuen. Auch schön: Wer die Sitzbank umklappt, bringt eine bis zu 1,85 Meter lange Fuhre unter.

In Sachen Triebwerk können Kombi-Freunde aus einer großen Range auswählen: Zur Verbrenner-Fraktion zählen drei 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner (81 kW/110 PS bis 96 kW/131 PS) und zwei 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel (je 96 kW/131 PS). Die zwei Plug-in-Hybride namens Hybrid 180 e-EAT8 (133 kW/180 PS) und Hybrid 225 e-EAT8 (165 kW/225 PS) komplettieren das Ganze.

8. Der Ausgezeichnete: Skoda Enyaq iV

Skoda Enyaq iV
Als Red-Dot-Award-Sieger macht der Skoda Enyaq iV bei jedem Kundenbesuch eine gute Figur. – © Skoda

Als Red-Dot-Award-Sieger macht der Skoda Enyaq iV sicherlich bei jedem Kundenbesuch eine gute Figur. Doch wie fuhrpark-, familien- und alltagstauglich ist der mit dem renommierten Designpreis prämierte Stromer-SUV? Die Tschechen bieten bei ihrem neuen Flaggschiff, das auf dem modularen Elektrifizierungsbaukasten des VW-Konzerns basiert, viele Wahlmöglichkeiten. Drei Batteriegrößen (55 kWh bis 82 kWh), fünf Leistungsstufen von 109 kW/148 PS bis 220 kW/299 PS sowie Heck- oder Allradantrieb. Die WLTP-Reichweite gibt Skoda mit rund 350 bis 520 Kilometern an. Je nach Gusto können sich Firmeninhaber für den 50, 60, 80, 80X oder das sportliche Topmodell RS entscheiden. Da dürfte für jeden Einsatzzweck etwas dabei sein.

Apropos: Wer oftmals einen Anhänger einsetzt, sollte die stärkeren Varianten anpeilen – 1.000 bis 1.200 Kilo am Haken sind dann möglich. Wichtig: Da kein Mitteltunnel im Innenraum stört, will der Enyaq iV mit einem großzügigen Platzangebot und zusätzlichen Ablagen punkten. Ganz Skoda-like.

9. Der Allrounder: VW Multivan

VW Multivan
Der Hannoveraner lässt sich erstmals mit einem Plug-in-Hybridantrieb ordern. – © VW

Die Herkunft aus dieser bekannten Familie kann der ab Ende September bestellbare Multivan nicht lange verstecken. So folgt der jüngste Spross aus dem Hause VW Nutzfahrzeuge designtechnisch seinen berühmten Ahnen – natürlich angepasst an den aktuellen Zeitgeist.

Dazu passt auch, dass sich der Hannoveraner erstmals mit einem Plug-in-Hybridantrieb (160 kW/218 PS) ordern lässt. Mit diesem Triebwerk an Bord fährt der T7 Multivan dann als „eHybrid“ auf den Betriebshof. Ein Zeichen an Beleg- und Kundschaft.

Zudem stehen bei dem bis zu siebensitzigen Allrounder zwei Turbobenziner zur Wahl, die 100 kW/136 PS respektive 150 kW/204 PS mobilisieren. Kommendes Jahr gesellt sich dann noch ein Turbodiesel mit 110kW/150 PS dazu. Komfortbewusste Fahrer werden zudem das stets in Serie verbaute Doppelkupplungsgetriebe schätzen. Weitere Punkte auf der Habenseite: bis zu 4.053 Liter Gepäckvolumen, eine flexiblere Sitzsituation dank des neuen Schienensystemz sowie die vielen Features in der digitalen Kommandozentrale.