Generation in der Krise Psychisch belastete Azubis: So vermeiden Sie Ausbildungsabbrüche

Der Azubi hat Tränen in den Augen, weil er völlig überfordert ist? Die aktuelle Azubi-Generation strotzt zwar scheinbar vor Selbstbewusstsein, braucht aber Augenhöhe und Akzeptanz und ist laut aktuellen Studien psychisch stärker belastet als je zuvor. Was gute Ausbildung heute leisten muss, um auch für psychisch belastete Azubis da zu sein und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.

Unsere Nutzwert-Highlights:

  • Fördermittel: Wie die Bundesagentur für Arbeit Betriebe mit der kostenfreien „Assistierten Ausbildung" entlastet – und wie Azubis den Antrag stellen.

  • Downloads: Zwei Arbeitshilfen zum Soforteinsatz – Notfallkoffer für Azubis in der Krise und Prüfliste zur psychischen Belastung im Betrieb.

  • Interview: Arbeitspsychologin Denise Wilpert erklärt, warum Kommunikation der wichtigste Hebel gegen Stress für psychisch belastete Azubis ist – und wie Chefs Stressquellen systematisch aufspüren.
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Stefan Hofmarksrichter, Ausbildungsleiter der ITES GmbH in Geiersthal, mit Azubi Johannes Treml in der betriebseigenen Talentwerkstatt: Hier üben neue Azubis zwei bis drei Wochen lang grundlegende Handgriffe, bevor sie zum ersten Mal auf die Baustelle kommen. Das ist eine Maßnahme, um einen Ausbildungsabbruch zu vermeiden.
Stefan Hofmarksrichter, Ausbildungsleiter der ITES GmbH in Geiersthal, mit Azubi Johannes Treml in der betriebseigenen Talentwerkstatt: Hier üben neue Azubis zwei bis drei Wochen lang grundlegende Handgriffe, bevor sie zum ersten Mal auf die Baustelle kommen. - © François Weinert

Ein Firmensitz im Bayerischen Wald und eine Kundenstruktur, die keine lockeren Social-Media-Postings vom Arbeitsalltag zulässt: Die ITES GmbH in Geiersthal bietet Kommunikations-, Sicherheits- und Netzwerktechnik aus einer Hand, zu den Kunden zählen bayernweit vor allem Auftraggeber aus der Kritischen Infrastruktur wie etwa Flughäfen, Gefängnisse oder Krankenhäuser. Da es am Markt keine Fachkräfte gibt, die alle Geschäftsfelder abdecken, setzt der 75 Mitarbeiter zählende Betrieb konsequent auf Ausbildung und hat einen Weg gefunden, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.

„Aktuell beschäftigen wir sieben Azubis, fast alle haben davor ein Praktikum bei uns absolviert", erklärt Ausbildungsleiter Stefan Hofmarksrichter. Doch wie gelingt es dem stetig wachsenden Unternehmen, in einer ländlich geprägten Region genug Azubis für die anspruchsvollen Geschäftsfelder zu finden? Da Social Media weitgehend ausfällt, präsentiert sich der Betrieb laut Hofmarksrichter bei der Initiative „Technik für Kinder", auf Jobmessen in der Region oder dem Girls' Day.

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