Neue KI-Regeln ab August 2026 AI Act: Diese Pflichten müssen Betriebe beim KI-Einsatz erfüllen

Am 2. August 2026 tritt die nächste Stufe des AI Act in Kraft. Wer ChatGPT, Gemini und Co. im Betrieb einsetzt, muss neue Pflichten zu Dokumentation, Transparenz und Mitarbeiterschulung erfüllen. Welche Gewerke besonders gefordert sind, wie ein Orthopädietechniker die Regeln souverän umsetzt – und warum sich der Aufwand am Ende auszahlt.

Unsere Nutzwert-Highlights:

  • Überblick: Wie ein Orthopädietechniker den AI Act im Alltag umsetzt – und welche Pflichten ab 2. August 2026 für alle Handwerksbetriebe gelten.

  • FAQ: Der ZDH-Experte beantwortet die 18 wichtigsten Fragen zum AI Act – von Hochrisiko-KI bis Chatbot-Pflichten. 

  • KI einführen: Wie Sie KI-Helfer wie Voicebot, E-Mail-Bot und Chatbot ohne IT-Großprojekt einführen – plus drei Fragen, mit denen Sie unseriöse Anbieter sofort entlarven.
  • AI Act im Überblick
  • FAQ: AI Act
  • KI einführen – so geht's
Thomas Tröster, Gründer und Geschäftsführer des Sanitätshauses Dinamigo in St. Wendel, beschäftigt einen KI-Chatbot und KI-Agenten. Für ihn ist der AI Act daher ein wichtiges Thema.
Thomas Tröster, Gründer und Geschäftsführer des Sanitätshauses Dinamigo in St. Wendel, beschäftigt einen KI-Chatbot und KI-Agenten. Dank der im AI Act vorgesehenen Schulungspflicht wissen seine Mitarbeiter nun, wie sie mit verschiedenen KI-Systemen umgehen sollen. - © André Köhl

Thomas Tröster weiß, wie es um die Gesundheit seiner Kunden steht. Über Messgeräte und Diagnose-Tools erkennt der Orthopädietechnikermeister die genaue Fußstellung – und kann dann maßgeschneiderte Hilfsmittel erstellen. Seitdem Tröster sein Sanitätshaus Dinamigo im saarländischen St. Wendel vor vier Jahren eröffnet hat, arbeitet er dabei mit den modernsten Geräten und Technologien – dazu zählt neuerdings auch künstliche Intelligenz (KI). Damit erledigt der Handwerkschef seine Arbeit noch genauer und schneller. Um die Superkräfte der KI nutzen zu dürfen, muss er allerdings auch einige Pflichten erfüllen.

Wenn in diesem August die nächste Stufe des EU AI Act greift, nehmen die Gesetzeshüter den Einsatz der mächtigen Large Language Models (LLM) von OpenAI, Google oder Anthropic, die einzelnen KI-Tools zugrunde liegen, noch genauer unter die Lupe. Zu hoch scheint die Gefahr, dass sich die nahezu alles könnenden Systeme auch gegen die Interessen der Menschen richten und außer Kontrolle geraten. Ab Stichtag 2. August 2026 müssen Unternehmen gemäß Artikel 50 des EU AI Act aufzeigen, wo sie KI einsetzen, und den Umgang mit einzelnen Tools dokumentieren.

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