Komplexe Genehmigungen, knappe Fachkräfte und viele Schnittstellen zwischen Planung und Ausführung – auf der Baustelle kostet jeder Stillstand bares Geld. ZDB-Präsident Wolfgang Schubert-Raab erklärt im Interview, was die Digitalisierung auf der Baustelle bringt, wie sie Standzeiten senkt und Kalkulationen absichert. Und warum weniger Bürokratie allein nicht genügt.

handwerk magazin: Herr Schubert-Raab, welche Bedeutung hat die Digitalisierung für Bau- und Handwerksbetriebe im Infrastrukturbau?
Wolfgang Schubert-Raab: Planer und Ingenieure müssen zunächst die Grundlagen schaffen. Ohne belastbare Planung und rechtzeitige Genehmigungen können ausführende Unternehmen nicht vernünftig arbeiten. Die Gewerke im Bau und Ausbau setzen die geplante Leistung letztlich ja auf der Baustelle um. Deshalb sind sie darauf angewiesen, dass die Informationen vollständig, korrekt und rechtzeitig verfügbar sind. Vor allem sollten sie sauber und abschließend sein. Erst dann kann ein gut organisierter digitaler Prozess – etwa über die Methode Building Information Modeling (BIM) – deutlich dazu beitragen, Schnittstellen früher zu erkennen und Informationen besser zu koordinieren.
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Büroorganisation, Digitalisierung, Fachkräftemangel, Gewerbebau und Künstliche Intelligenz (KI, AI)

