Erfolgsbeispiel Digitale Wartungsunterstützung: Verbesserter Service durch Einsatz von Datenbrillen

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Wartungsprozesse optimieren, Dienstreisen vermeiden und den Kunden noch mehr Service bieten: Die Anwendung von Datenbrillen war für Schulz Systemtechnik genau die richtige digitale Idee.

Schulz Systemtechnik
Durch die digitale Innovation einer Datenbrille schafft Schulz Systemtechnik einen Mehrwert für die Kunden. – © Schulz Systemtechnik

Die Ausgangssituation

Schulz Systemtechnik hat seine Ursprünge in der stark agrarwirtschaftlich geprägt en Geg end im Landkreis Vechta. Als reiner Handwerksbetrieb begonn en, hab en sich die Gründerväter damals auf Mechanik für Futtermittel-Maschin en spezialisiert.

Doch g enauso wie sich grundsätzlich die Wirtschaft am Stammsitz Visbek im Laufe der Zeit geändert hat, so hat sich auch das Famili enunternehm en deutlich breiter aufgestellt. Mittlerweile bietet es eine gesamte Wertschöpfungskette aus drei Disziplin en der Automation – Mechanik, Elektrotechnik, Informatik – für gleich mehrere Industri en an und ist etwa auch als Automobil-Zulieferer sehr erfolgreich. Der Erfolg der Schulz Systemtechnik beruht auch auf der Verfügbarkeit von kompet ent en Fachkräft en, die der Standort bietet.

Um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleib en, ist das niedersächsische Unternehm en immer bestrebt seine Effizi enz und sein Know How zu steigern. D enn die Komplexität der im Kund enauftrag hergestellt en Teile, etwa für industrielle Fertigungsanlag en, steigt ständig an. Das betrifft sowohl die verbaute Technologie als auch die Anforderung en an die Monteure hinsichtlich Montage, Inbetriebnahme und Wartung.

Das Ziel

Mit der Automatisierung durch moderne, digitale Innovation en möchte Schulz Systemtechnik in erster Linie sein en Kund en ein en deutlich en Mehrwert biet en. Vor allem die Montage und die Wartung sollt en effizi enter werd en. Außerdem sollt en Di enstreis en der Monteure selt ener notw endig werd en. Dabei wurde das ganze Vorhab en in eine umfass ende Digitalstrategie eingebettet, der en wichtiger Bestandteil die Ausstattung mit Mixed-Reality- oder Holol ens-Dat enbrill en von Microsoft sind.

Bedarf: Information en über Maschin enkompon ent en war en für die Schulz-Kund en bislang nur dez entral in ausgedruckter Form, am PC oder am Laptop verfügbar. Durch das Projekt soll en die b enötigt en Information en mit Hilfe von Dat enbrill en dort abgeruf en und angezeigt werd en, wo auch die Arbeit erledigt wird. Dadurch soll die Fehlerrate minimiert werd en, da unter anderem Arbeitsprozesse durch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung abgearbeitet werd en könn en.

Zusamm engefasst:

  • Durch digitale Technologie d en Kund en Mehrwerte biet en
  • Mehrwerte durch eine umfass ende Automatisierung ermöglich en
  • Einzelne Technologi en dabei immer in eine Gesamtstrategie einbett en
 

Der Betrieb

NameSCHULZ Systemtechnik GmbH
GeschäftsführerHeinrich Schulz, Tobias Schulz, Axel Hess enkämper
AdresseSchneiderkruger Straße
1249429 Visbek
E-Mailinfo@schulz.st
Telefon+ 49 (0) 4445 897-0
Websitew www.schulz.st

Die Umsetzung

Rahm enbedingung en

Ähnlich wie fortschrittlich ori entierte Konzerne, gründete Schulz Systemtechnik eine eig ene Forschung- und Entwicklungsabteilung (F&E) . „Früher war es so, dass unsere Kund en ein Problem hatt en und wir hab en dafür eine Lösung entwickelt. Doch die Schnelligkeit am Markt gibt das nicht mehr her. Würd en wir weiter so vorgeh en, lief en wir dem Markt hinterher“, sagt H endrik Hempelmann , verantwortlich für die Geschäfts entwicklung des Unternehm ens.

In der F&E werd en nun Projekte eig enständig entwickelt, auf ihre Praxistauglichkeit durch Machbarkeitsstudi en getestet und anschließ end auf d en Markt gebracht. Angestrebt ist, bei d en Kund en als digitaler G eneralunternehmer auftret en zu könn en.

Die F&E umfasst drei Vollzeitstell en, zwei Teilzeitstell en und derzeit neun Position en für Werkstud ent en. Dabei hat sich die Abschlussquote der wiss enschaftlich en Arbeit en der Stud ent en in w enig en Jahr en verdreifacht.

Ein erstes, umfass endes Projekt dieser Abteilung war die Einführung und der Einsatz von Microsoft-Holol ens-Dat enbrill en für die Produktion, Inbetriebnahme und Wartung der durch das Unternehm en geliefert en Anlag en.

Konzept

Implem entierung von Holol ens-Dat enbrill en mit dazugehöriger Software. Idee: Der Monteur schaut auf ein en QR-Code an der Anlage, überträgt diese Dat en an das Firm ennetzwerk und bekommt anschließ end die für die Wartung notw endig en Information en in der Brille angezeigt. Lästiger Papierkrieg fällt weg, er hat zudem die Hände frei.

Projektdauer

März 2017 bis Dezember 2018

Technische Umsetzung

Durch die eig ene Forschung- und Entwicklungsabteilung

Nächste Schritte

Eingebund en ist das Holol ens-Projekt darüber hinaus weitere digitale Ide en. So verfügt Schulz-Systemtechnik bereits über ein internes Wiki für sein Prozessmanagem ent, zur mobil en Zeiterfassung soll en Tablets und Handys zunehm end g enutzt werd en, eine mobile Lösung für das Fuhrparkmanagem ent ist in der Planung. „Schulz Next“ heißt die moderne Weiterbildungsplattform für alle Mitarbeiter , die als reines E-Learning betrieb en wird.

Das Ergebnis

Schulz Systemtechnik diversifiziert sich nicht allein durch seine unterschiedlich en Disziplin en der Automation, sondern auch als digital d enk ender Player auf dem Markt. Das Holol ens-Projek t soll dabei sowohl Kund en als auch Schulz selbst als wichtiges Werkzeug di en en, um Ressourc en zu spar en und Kost en zu s enk en . Ein Alleinstellungsmerkmal ist, dass das Visbeker Unternehm en dabei nicht nur Dat enbrill en als Lösung anbietet, sondern diese in ein Gesamtkonzept einbindet, inklusive notw endiger Softwareanpassung für die jeweilige Branche seiner Kund en. Schulz Systemtechnik bereitet sich so erfolgreich d en Weg als digitaler G eneralunternehmer.

Fakt en zum Betrieb

BrancheAutomatisierungstechnik (Mechanik, Elektrotechnik, Informatik)
Gründungsjahr1954
Anzahl Mitarbeiter> 100
Anzahl Auszubild ende
GeschäftsfelderLösung en für Unternehm en vom Mittelstand bis zur Großindustrie
Umsatzk.A.
BundeslandNiedersachs en
Kammer Handwerkskammer Old enburg

Dieses Projekt wurde realisiert mit Hilfe des Kompet enzz entrums Digitales Handwerk

Rainer Holtz (Schauf enster Informations- und Kommunikationstechnologi en)
Donnerschweer Straße184, 26123 Old enburg
r.holtz@bfe.de
handwerkdigital.de

Rainer Holtz, Kompet enzz entrum Digitales Handwerk, Schauf enster Nord
© Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik e.V.

Logo Kompet enzz entrum Digitales Handwerk
© Zentralverband Deutsches Handwerk (ZDH)

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Fakt en zum Projekt

Projektbeginn März 2017
Projekt endeDezember 2018
Projektkost enBasis-Investition 38.000 € (Personalaufwände),
14.000 € (Hardware) 900 € Hardwarekost en als Fördermittel