Interview mit Konrad Bechler Workers-Buyout: Wie die Nachfolge in einer Genossenschaft die Lösung sein kann

Wenn Mitarbeiter einen Workers-Buyout planen, also den Handwerksbetrieb gemeinsam übernehmen möchten, steht die Rechtsform der Genossenschaft im Raum. Was dabei zu beachten ist, erklärt im Interview Rechtsanwalt Konrad Bechler, Inhaber der Kanzlei Bechler Kollaborationsberatung Rechtsanwalts GmbH in Berlin.

Wenn die Mitarbeiter den Betrieb als Genossenschaft übernehmen, hat das viele Vorteile: Der Senior kann Steuern sparen, die Expertise bleibt im Unternehmen.
Wenn die Mitarbeiter via Workers-Buyout den Betrieb als Genossenschaft übernehmen, hat das viele Vorteile: Der Senior kann Steuern sparen, die Expertise bleibt im Unternehmen. - © Andrii Yalanskyi - stock.adobe.com

handwerk magazin: Herr Bechler, was unterscheidet die Übergabe an eine Genossenschaft von herkömmlicher Nachfolge?

Konrad Bechler: Der klassische Management-Buyout ist dem Workers-Buyout sehr ähnlich. Es geht darum, dass Personen aus dem eigenen Unternehmen übernehmen. Die Genossenschaft ermöglicht aufgrund ihrer Struktur aber eine vereinfachte Beteiligung einer größeren Anzahl von Mitarbeitenden. Sie legt den Schwerpunkt nicht so stark auf die einzelnen Nachfolger, sondern eher auf die „Gemeinschaft“ der Mitarbeitenden, die das Unternehmen in die Zukunft führen.

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