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Tipps für einen ökologischen Betrieb So wird Ihr Unternehmen ökologischer

Bioprodukte sind hoch im Trend und das nicht nur im Endkundenbereich. Wie Sie ihr Unternehmen für Ihre Mitarbeiter ökologischer gestalten können, erfahren Sie hier.

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Immer mehr Kunden legen Wert auf Bioprodukte. Der Marktanteil an biologischen Lebensmitteln hat sich in Deutschland in den letzten zehn Jahren in etwa verdoppelt. Der Wunsch nach fair gehandelten Produkten im Endkundenbereich hat auch Auswirkungen auf den Betrieb, da immer mehr Arbeitnehmer ökologische Produkte bevorzugen. Aber wie genau lässt sich auf betrieblicher Ebene „Bio“ am Arbeitsplatz umsetzen? Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengestellt wie Sie mit einfachen Schritten ihr Unternehmen „biologischer“ gestalten können.

Die Umstellung auf ökologisch abbaubare Betriebsmittel wie beispielsweise Kleber, Farben und Lacke ist nicht die einfachste und schnellste Methode. Denn neben Kostenfaktoren, kommt auch ein erheblicher Rechercheaufwand hinzu um neue, gleichwertige Produkte zu finden.  Am Arbeitsplatz sieht das aber wieder ganz anders aus. Gewusst wie, klappt eine solche Umstellung meist durch ein paar kleine Handgriffe - wenig Aufwand mit einer großen Wirkung.

10 Tipps für einen ökologischeren Betrieb:

Essen und Trinken

Stellen Sie in Ihrem Betrieb Kaffee für Ihre Mitarbeiter zur Verfügung? Diesen können Sie ganz einfach auf Fair-Trade-Kaffee umstellen. Kaffee, der zu fairen Kondition hergestellt wird, ist mittlerweile in fast jedem Supermarkt erhältlich. Außerdem können zusätzlich regionale Produkte zur Zubereitung von Gerichten bereitgestellt werden.

Ökologische Büroartikel

Neben der Verwendung von Recycling-Papier im Druckbereich, kann außerdem durch die Anschaffung von ökologischen Büroartikeln ein umweltfreundlicheres Klima im eigenen Betrieb geschaffen werden. Solche Artikel können neben Stapelablagen, die aus Holz gefertigt sind, auch klassische, hölzerne Stehtische sein.

Fuhrpark

Oft wird für die Anreise zum Arbeitsplatz der eigene PKW verwendet und das, obwohl öffentliche Verkehrsmitteln oder auch das Fahrrad oft die bessere Alternative wären. Von Arbeitgeberseite könnte hier zum einen eine Unterstützung bei der Monatskarte und auf der anderen Seite eine Bereitstellung von Duschplätzen und Umkleidekabinen gewährleisten werden, sodass mehr Arbeitnehmer mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren würden.

Arbeitskleidung

Arbeitskleidung, die Fair hergestellt wurde, geht nicht? Geht doch! Viele Hersteller für Textilien bieten neben den „normal“ produzierten Kleidungsstücken auch fair produzierte Artikel an.

Stromverbrauch reduzieren

Mit ein paar einfachen Handgriffen kann ganz einfach der Stromverbrauch am Arbeitsplatz reduziert werden. Schalten Sie beispielsweise die Kaffeemaschine aus wenn sie nicht gebraucht wird. Außerdem helfen Stromsparlamp en und das Ausschalten von nicht benötigten Lichtquellen.

Auf Wasserverbrauch achten

Im Büro können Sie nicht nur Strom, sondern auch Wasser sparen. Das beginnt bereits damit, dass die Angestellten den Wasserhahn nicht unnötig laufen lassen müssen. Ein weiterer Aspekt sind laut dem Magazin „Cookook“ von küchenquelle technische Geräte, wie beispielsweise eine Spülmaschine.Diese gehören für die meisten Unternehmen mittlerweile zum Inventar – schließlich will niemand die Kaffeetassen der Kollegen zusätzlich zu seiner eigenen abwaschen. Achten Sie daher auf ein modernes Gerät, welches deutlich weniger Wasser verbraucht als ältere Modelle. Und stellen Sie nur eine volle Maschine an.

Müll trennen

Einen Mülleimer für Papier, einen für den Biomüll und einen anderen für den Restmüll: Ein Verfahren welches auch privat Verwendung findet, kann auch am Arbeitsplatz ganz einfach umgesetzt werden. Und nicht nur das, auch bei Betrieblichen Abfällen ist Mülltrennung Pflicht. Die Mülltrennung wird über die Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) geregelt.

Stoßlüften

Frischluft ist in jedem Büro ein Muss, denn dadurch kann das Gehirn besser arbeiten. Das heißt aber nicht, dass das Fenster den ganzen Tag gekippt sein muss. Stoßlüften reicht völlig aus, um dem Gehirn neuen Sauerstoff zu geben. Lüften Sie lieber drei bis viermal am Tag für mindestens fünf Minuten. Das bedeutet, dass Sie das Fenster für diesen Zeitraum einmal komplett aufreißen. So fehlt es nicht an der nötigen frischen Luft und die Energie wird nicht zum „ Fenster hinaus“ geheizt.

Niedrigere Raumtemperaturen verwenden

Den Stromverbrauch senken, um weniger Strom erzeugen zu müssen, dass ist die Devise, nachdem auch in Ihrem Unternehmen gehandelt werden sollte. Sie sollten sich zum Beispiel fragen, ob sie eine Raumtemperatur von 24 Grad Celsius benötigen, oder ob auch 21 Grad vollkommen ausreichen würden? Sollte dies der Fall sein, können Sie ihre Raumtemperatur langsam herunterkühlen. Einfach das Thermostat jeden Tag ein Grad kälter stellen, so gewöhnen sich Ihre Mitarbeiter schneller an die neuen Temperaturen.

Keine Mehrweg- und Pfandflaschen verwenden

Oft werden in Unternehmen kostenlos, beziehungsweise billigere Getränke angeboten. Diese werden zumeist von örtlichen Lieferanten geliefert und auch wieder abgeholt. Durch einen Umstieg auf Glasflaschen, auf die es Pfand gibt, schadet man der Umwelt am wenigsten.

Druckereinstellungen

Gerade bei Druckerzeugnissen kann auf die Umwelt geachtet werden. Hierfür gibt es mehrere Varianten die zum Einsatz kommen können. Die erste Lösung ist: Drucken Sie mehrseitige Dateien mit einem doppelseitigen Druck aus! Das spart oft  einige Seiten. Zusätzlich können nicht mehr gebrauchte Papiere, die einseitig bedruckt wurden, als Schmierpapier fungieren. Außerdem kann bei Druckerzeugnissen, die lediglich als Probe dienen, eine niedrigere Auflösung gewählt werden. Dadurch wird deutliche weniger Druckerfarbe verwendet, als bei qualitativ hochwertigeren Drucken.

Auf Bio- oder Fair-Trade-Siegel achten

Ein letzter Tipp noch zum Schluss. Nicht überall, wo Bio oder FairTrade draufsteht, ist es auch drinnen. Das Bio- oder auch das Fair-Trad-Siegel verrät, ob das das Produkt auch wirklich ökologisch hergestellt wurde. Es gibt aber bedeutende Unterschiede zwischen beiden Siegeln. Das Fair-Trade-Siegel ist ein Sozialsiegel und grantiert den Bauern, dass ein fairer Preis für die Produkte, die gewisse Kriterien wie Umweltschutz oder Arbeitsrecht erfüllen, bezahlt wird. Das Bio-Siegel impliziert, dass das Produkt den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau entspricht und im Vorfeld geprüft wurde.

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