Tipps für einen umweltfreundlichen Betrieb Nachhaltigkeit im Büro: So wird Ihr Unternehmen ökologischer

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Bioprodukte sind hoch im Trend – und das nicht nur im Verbraucherbereich. Wie Sie Ihr Unternehmen für und mit Ihren Mitarbeitern ökologischer gestalten können, erfahren Sie hier.

Ökologische Zukunft, Nachhaltigkeit
Lesen Sie zwölf spannende Tipps, wie Sie ausgehend von Ihrem Büro den Betrieb ökologischer machen können. – © Chinnapong – stock.adobe.com

Immer mehr Kund en leg en Wert auf Bioprodukte. Der Marktanteil an biologisch en Leb ensmitteln hat sich in Deutschland in d en letzt en zehn Jahr en in etwa verdoppelt. Der Wunsch nach fair gehandelt en Produkt en im Endkund enbereich hat auch Auswirkung en auf d en Betrieb, da immer mehr Arbeitnehmer ökologische Produkte bevorzug en. Aber wie g enau lässt sich auf betrieblicher Eb ene „Bio“ am Arbeitsplatz umsetz en? Wir hab en ein paar Tipps für Sie zusamm engestellt wie Sie mit einfach en Schritt en ihr Unternehm en „biologischer“ gestalt en könn en.

Die Umstellung auf ökologisch abbaubare Betriebsmittel wie beispielsweise Kleber, Farb en und Lacke ist nicht die einfachste und schnellste Methode. D enn neb en Kost enfaktor en, kommt auch ein erheblicher Rechercheaufwand hinzu um neue, gleichwertige Produkte zu find en.  Am Arbeitsplatz sieht das aber wieder ganz anders aus. Gewusst wie, klappt eine solche Umstellung meist durch ein paar kleine Handgriffe – w enig Aufwand mit einer groß en Wirkung.

12 Tipps für ein en ökologischer en Betrieb:

1. Ess en und Trink en

Stell en Sie in Ihrem Betrieb Kaffee für Ihre Mitarbeiter zur Verfügung? Dies en könn en Sie ganz einfach auf Fair-Trade-Kaffee umstell en. Kaffee, der zu fair en Kondition hergestellt wird, ist mittlerweile in fast jedem Supermarkt erhältlich. Außerdem könn en zusätzlich regionale Produkte zur Zubereitung von Gericht en bereitgestellt werd en.

2. Ökologische Büroartikel

Neb en der Verw endung von Recycling-Papier im Druckbereich, kann außerdem durch die Anschaffung von ökologisch en Büroartikeln ein umweltfreundlicheres Klima im eig en en Betrieb geschaff en werd en. Solche Artikel könn en neb en Stapelablag en, die aus Holz gefertigt sind, auch klassische, hölzerne Stehtische sein.

3. Fuhrpark

Oft wird für die Anreise zum Arbeitsplatz der eig ene PKW verw endet und das, obwohl öff entliche Verkehrsmitteln oder auch das Fahrrad oft die bessere Alternative wär en. Von Arbeitgeberseite könnte hier zum ein en eine Unterstützung bei der Monatskarte und auf der ander en Seite eine Bereitstellung von Duschplätz en und Umkleidekabin en gewährleist en werd en, sodass mehr Arbeitnehmer mit dem Fahrrad zur Arbeit fahr en würd en.

4. Arbeitskleidung

Arbeitskleidung, die Fair hergestellt wurde, geht nicht? Geht doch! Viele Hersteller für Textili en biet en neb en d en „normal“ produziert en Kleidungsstück en auch fair produzierte Artikel an.

5. Stromverbrauch reduzier en

Mit ein paar einfach en Handgriff en kann ganz einfach der Stromverbrauch am Arbeitsplatz reduziert werd en. Schalt en Sie beispielsweise die Kaffeemaschine aus w enn sie nicht gebraucht wird. Außerdem helf en Stromsparlamp en und das Ausschalt en von nicht b enötigt en Lichtquell en .

6. Auf Wasserverbrauch acht en

Im Büro könn en Sie nicht nur Strom, sondern auch Wasser spar en. Das beginnt bereits damit, dass die Angestellt en d en Wasserhahn nicht unnötig lauf en lass en müss en. Ein weiterer Aspekt sind laut dem Magazin „ Cookook“ von küch enquelle technische Geräte, wie beispielsweise eine Spülmaschine .Diese gehör en für die meist en Unternehm en mittlerweile zum Inv entar – schließlich will niemand die Kaffeetass en der Kolleg en zusätzlich zu seiner eig en en abwasch en. Acht en Sie daher auf ein modernes Gerät, welches deutlich w eniger Wasser verbraucht als ältere Modelle. Und stell en Sie nur eine volle Maschine an .

7. Mülltr enn en

Ein en Mülleimer für Papier, ein en für d en Biomüll und ein en ander en für d en Restmüll: Ein Verfahr en welches auch privat Verw endung findet, kann auch am Arbeitsplatz ganz einfach umgesetzt werd en. Und nicht nur das, auch bei Betrieblich en Abfäll en ist Mülltr ennung Pflicht. Die Mülltr ennung wird über die Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) geregelt.

8. Stoßlüft en

Frischluft ist in jedem Büro ein Muss, d enn dadurch kann das Gehirn besser arbeit en. Das heißt aber nicht, dass das F enster d en ganz en Tag gekippt sein muss. Stoßlüft en reicht völlig aus, um dem Gehirn neu en Sauerstoff zu geb en. Lüft en Sie lieber drei bis viermal am Tag für mindest ens fünf Minut en. Das bedeutet, dass Sie das F enster für dies en Zeitraum einmal komplett aufreiß en. So fehlt es nicht an der nötig en frisch en Luft und die Energie wird nicht zum „ F enster hinaus“ geheizt.

9. Niedrigere Raumtemperatur en verw end en

D en Stromverbrauch s enk en, um w eniger Strom erzeug en zu müss en, dass ist die Devise, nachdem auch in Ihrem Unternehm en gehandelt werd en sollte. Sie sollt en sich zum Beispiel frag en, ob sie eine Raumtemperatur von 24 Grad Celsius b enötig en, oder ob auch 21 Grad vollkomm en ausreich en würd en? Sollte dies der Fall sein, könn en Sie ihre Raumtemperatur langsam herunterkühl en . Einfach das Thermostat jed en Tag ein Grad kälter stell en, so gewöhn en sich Ihre Mitarbeiter schneller an die neu en Temperatur en.

10. Mehrweg- und Pfandflasch en verw end en

Oft werd en in Unternehm en kost enlos, beziehungsweise billigere Getränke angebot en. Diese werd en zumeist von örtlich en Lieferant en geliefert und auch wieder abgeholt. Durch ein en Umstieg auf Glasflasch en , auf die es Pfand gibt, schadet man der Umwelt am w enigst en.

11. Druckereinstellung en

Gerade bei Druckerzeugniss en kann auf die Umwelt geachtet werd en. Hierfür gibt es mehrere Variant en die zum Einsatz komm en könn en. Die erste Lösung ist: Druck en Sie mehrseitige Datei en mit einem doppelseitig en Druck aus! Das spart oft  einige Seit en. Zusätzlich könn en nicht mehr gebrauchte Papiere , die einseitig bedruckt wurd en, als Schmierpapier fungier en. Außerdem kann bei Druckerzeugniss en, die lediglich als Probe di en en, eine niedrigere Auflösung gewählt werd en. Dadurch wird deutliche w eniger Druckerfarbe verw endet, als bei qualitativ hochwertiger en Druck en.

12. Recyclingpapier verw end en

Papier ist eine wichtige Ressource – pro Jahr verbraucht jeder Deutsche durchschnittlich 247 Kilo. Recyclingpapier aus wiederverwertetem Altpapier, Pappe und Karton gilt als besonders umweltfreundlich. Über 73 Proz ent des Altpapiers in Deutschland wird wieder zu nutzbarem Papier verarbeitet. Nicht nur desweg en ist Recyclingpapier stark im Tr end und immer mehr Unternehm en verw end en es. Berechnung en des Heidelberger ifeu-Instituts hab en ergeb en, dass eine Tonne Recyclingpapier im Vergleich zu Frischfaserpapier so viel CO2 vermeidet, wie durch eine PKW-Fahrt über 1000 Kilometer verbraucht wird. Besonders der Wegfall der lang en Transportwege für Zellstoff aus Asi en und Südamerika, der bei der Produktion von Frischfaserpapier en anfällt, entlastet die Umwelt. D enn der Zellstoff, der für Frischfaserpapier b enötigt wird, wird derzeit zu rund 80 Proz ent importiert, währ end Recyclingpapier in Deutschland hergestellt wird. Zudem wird zur Herstellung von Recyclingpapier im Vergleich zu Frischfaserpapier w eniger Energie, Wasser und Ressourc en verbraucht und w eniger Wasser belastet.

Für die Gewinnung von Recyclingpapier wird unter anderem aufgrund des geringer en Aufwands beim Bleich en im Vergleich zur Frischfasergewinnung nur die Hälfte an Energie und zwisch en einem Siebtel bis einem Drittel der Wasserm enge b enötigt. Auch werd en Wälder geschont, da w eniger Holz gerodet werd en muss. Der Kauf von einem Paket Papier mit 500 Blatt (2,5 Kilogramm) in Recyclingqualität etwa spart 5,5 Kilogramm Holz. Zudem kann Abfall vermied en werd en, da Altpapier nicht auf Deponi en entsorgt werd en muss. Würde in Deutschland ausschließlich Recyclingpapier als Büropapier und Kopierpapier verw endet, ließ en sich laut Berechnung en jährlich rund 146.000 Tonn en CO2-Emission en einspar en. Folg ende Siegel helf en Ihn en zu erk enn en, dass die Papierfasern von recyceltem Altpapier stamm en:

  • Blauer Engel: Bei Papier, das d en “ Blau en Engel “ trägt und entsprech end gek ennzeichnet ist, müss en die Papierfasern zu 100 Proz ent aus Altpapier komm en, es darf kein Chlorbleichmittel und keine optisch en Aufheller verw endet werd en und auch keine Azofarbstoffe sowie Bestandteile mit Quecksilber, Blei oder andere schädlich en chemisch en Verbindung en im Einsatz sein.
  • ÖKOPA/ÖKOPAplus:ÖKOPAplus “ k ennzeichnet umweltfreundliche Papierprodukte. Sie müss en zu 100 Proz ent aus Altpapier hergestellt sein. Das spart CO2, Energie und Wasser ein. Überdies reduziert es die Gewässer- und Luftverschmutzung. Um das sicherzustell en, muss das verarbeitete Papier zuvor mit dem Blau en Engel ausgezeichnet sein.
  • VUP: Mit dem VUP -Zeich en wird Recyclingpapier gek ennzeicht, das vor allem im schulisch en und Verbraucherbereich eingesetzt wird. Das könn en Blöcke, Hefte und Gesch enkpapier sein, welche widerum das Siegel mit dem Blau en Engel trag en müss en.

Auf Bio- oder Fair-Trade-Siegel acht en

Ein letzter Tipp noch zum Schluss. Nicht überall, wo Bio oder FairTrade draufsteht, ist es auch drinn en. Das Bio- oder auch das Fair-Trad-Siegel verrät, ob das das Produkt auch wirklich ökologisch hergestellt wurde. Es gibt aber bedeut ende Unterschiede zwisch en beid en Siegeln. Das Fair-Trade-Siegel ist ein Sozialsiegel und grantiert d en Bauern, dass ein fairer Preis für die Produkte, die gewisse Kriteri en wie Umweltschutz oder Arbeitsrecht erfüll en, bezahlt wird. Das Bio-Siegel impliziert, dass das Produkt d en EU-Rechtsvorschrift en für d en ökologisch en Landbau entspricht und im Vorfeld geprüft wurde.