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Handwerks-Fuhrpark Mittelklasse-Transporter: Die neuen 2,8-Tonner im direkten Vergleich

Fahrzeuge der Klasse bis 2,8 Tonnen Gesamtgewicht sind die Handwerkerautos schlechthin. Hohe Nutzlast, trotzdem städtetauglich, und ein breites Angebot machen die Mittelklasse-Transporter zu den beliebtesten im Handwerk. Die neuesten Modelle im Vergleich.

Themenseiten: TS Fuhrpark und TS Transporter

Fahrzeuge der Klasse bis 2,8 Tonnen Gesamtgewicht sind die beliebtesten Handwerkerautos. Hohe Nutzlast - trotzdem städtetauglich, und ein breites Angebot machen die Mittelklasse-Transporter zu den beliebtesten im Handwerk. Mit schadstoffarmen Motoren sind die Innenstädte für sie nicht tabu. Und jetzt kommen auch immer mehr Transporter mit Elektroantrieb. Hier ein Marktüberblick.

Ford Transit Custom

Auch als Plug-in-Hybrid 
Die mittelgroße Baureihe der Transitfamilie erhielt zum Modelljahr 2018 ein umfassendes Facelift, weshalb der Custom unverändert in die 2019er-Saison geht. Neu ist aber der Transit Custom PHEV, der über einen Plug-in-Hybridantrieb verfügt und in der zweiten Jahreshälfte 2019 auf den Markt kommen wird.

Seine kompakte, flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Batterie befindet sich unter der Ladefläche und ermöglicht eine emissionsfreie Fahrt von mehr als 50 Kilometern. Aufgeladen wird das Akku-Pack während der Fahrt über einen 1,0-Liter-Benzinmotor, der als Range-Extender dient und so auch längere Fahrtstrecken mit dem Custom PHEV ermöglicht. Die Markteinführung ist für die zweite Jahreshälfte 2019 geplant.

Die konventionellen Modelle der Transit-Custom-Baureihe sind in zwei Radständen und ebenso vielen Dachhöhen lieferbar. Zulässige Gesamtgewichte von 2,6 bis 3,4 Tonnen und Nutzlasten von bis zu 1.384 Kilogramm sowie Aufbauten vom Kastenwagen über Kombi bis zur Doppelkabine bieten darüber hinaus vielfältige Kombinationsmöglichkeiten. Der Antrieb erfolgt jeweils über Zweiliter-TDCi-Dieselmotoren.

Ford Transit Custom

  • Motoren 77 kW/105 PS bis 125 kW/170 PS
  • L/B**/H 497 (534) cm /198,6 cm /197 bis 237 cm
  • Laderaumvolumen* 3.470 bis 8.290 l
  • Länge Ladefläche* 255,5 (292,2) cm
  • Nutzlast 468 bis 1.384 kg
  • Anhängelast gebr. 1.500 bis 2.500 kg
  • Durchschnittsverbrauch 6,2 bis 8,1 l /100 km
  • CO2-Emissionen 161 bis 187 g/km
  • Grundpreis ohne MwSt. 25.660 Euro
* Werte in Klammern für Modellversion mit langem Radstand
** Breite ohne Außenspiegel

FIAT TALENTO / NISSAN NV 300 / RENAULT TRAFIC

Fiat Talento

Tragbare Batterielösung 
Der Renault/Nissan-Konzern und Fiat Professional brachten 2016 ihre Gemeinschaftsentwicklung in der 2,8-Tonnen Transporterklasse auf den Markt. So teilen sich die Schwestermodelle Renault Trafic, Nissan NV 300 sowie Fiat Talento die Technik und unterscheiden sich nur im optischen Auftritt.

Das Ladevolumen beträgt beim kurzen Radstand 5,2 Kubikmeter, mit langem Radstand und normalem Dach sind es 6,0, mit Hochdach sogar 8,6 Kubikmeter. Für Vortrieb sorgt ein Turbodiesel mit 1,6 Liter Hubraum, der in vier Leistungsstufen von 70 kW (95 PS) bis 107 kW (145 PS) erhältlich ist.

Auf der Motor Show in Brüssel im Januar zeigte Nissan seinen NV300 Concept mit einer integrierten tragbaren Batterielösung namens Nissan Energy ROAM, die aus wiederaufbereiteten Elektroauto-Batterien aus dem Nissan Leaf besteht. Mit 700 Wh Kapazität und 1 kW Leistung eignet sich das Batteriepaket, das noch im Frühjahr 2019 in Europa eingeführt werden soll, als innovative Energiequelle für mobile Einsätze im Handwerk.

  • Motoren 70 kW/95 PS bis 107 kW/ 145 PS
  • L*/B/H* 500 (539,8) cm /196 cm /197,1 bis 249 cm
  • Laderaumvolumen* 3.200 bis 7.200 (4.000 bis 8.600) l
  • Länge Ladefläche*45,2 bis 254 cm (85,2 bis 294 cm)
  • Nutzlast 898 bis 1.174 kg
  • Anhängelast gebr. 2.000 kg
  • Durchschnittsverbrauch 5,6 bis 6,9 l /100 km
  • CO2-Emissionen 145 bis 181 g/km
  • Grundpreis ohne MwSt. ab 23.430 Euro

* Werte in Klammern für Modellversion mit langem Radstand
** Breite ohne Außenspiegel

VW TRANSPORTER T6

Volkswagen Transporter T6

Facelift im Herbst 
Der Transporter von VW Nutzfahrzeuge ist seit Jahren ein Bestseller in dieser Fahrzeugklasse, was vor allem an seiner Modellvielfalt liegt: Zwei Radstände, Front- oder Allradantrieb und die Aufbauversionen Kastenwagen mit drei unterschiedlichen Dachhöhen, Kombi mit bis zu neun Sitzplätzen und Pritschenversionen mit Einzel- oder Doppelkabine stehen zur Wahl. Die Motorenpalette umfasst Diesel und Benziner mit Höchstleistungen von 62 kW (84 PS) bis 150 kW (204 PS), die alle die Abgasnorm Euro 6b bzw. 6d Temp erfüllen.

In Zusammenarbeit mit Volkswagen Nutzfahrzeuge hat ABT e-Line, die Elektromobilitätsabteilung des Kemptener Unternehmens, den Transporter elektrifiziert. Der ABT e-Transporter basiert auf dem T6 mit langem Radstand und bietet auch als Elektro-Variante das volle Laderaumvolumen von 6,7 qm. Seine Reichweite beträgt in der Standardversion 208 Kilometer, als Variante mit doppelter Batteriekapazität (74,6 statt 37,3 kWh) ergibt sich eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern.

  Ende des Jahres wird der Bulli dann ein umfangreiches Facelift bekommen, das eine überarbeitete Frontpartie, eine Vielzahl neuer Assistenzsysteme und ein digitales Cockpit umfasst. Der VW T6.1 – so die neue Modellbezeichnung – rollt mit sauberen Euro-6d-TEMP-EVAP-Dieseln (66 kW / 90 PS bis 146 kW / 199 PS) oder dem Elektroantrieb von ABT zu den Händlern.

  • Motoren Diesel: 62 kW/84 PS bis 150 kW/204 PS Benziner: 110 kW /150 PS bis 150 kW / 204 PS
  • L*/B**/H 506 (541) cm /190 cm /199 (248) cm
  • Laderaumvolumen* 3.500 l (9.300 l)
  • Länge Ladefläche* bis 257 cm (bis 297 cm)
  • Nutzlast 447 bis 1.403 kg
  • Anhängelast 2.500 kg
  • Durchschnittsverbrauch: 5,4 bis 8,7 l /100 km; Benziner: 8,9 bis 9,6 l /100 km
  • CO2-Emissionen Diesel: 153 bis 196 g/km
  • Benziner: 203 bis 225 g/km
  • Grundpreis ohne MwSt.24.860 Euro

* Werte in Klammern für Modellversion mit langem Radstand
** Breite ohne Außenspiegel

OPEL VIVARO/ PEUGEOT EXPERT / CITROEN JUMPY / TOYOTA PROACE

Opel Vivaro

Neues Viergespann 
Der Besitzerwechsel bei Opel bedingt eine grundlegende Änderung beim Transporter der Rüsselsheimer: Der V ivaro steht ab Spätsommer 2019 als Derivat des PSA-Konzers beim Händler – basiert also technisch nicht mehr auf der Renault-Nissan-Plattform.

Da das Debut des französisch-japanischen Trios im Jahr 2016 noch nicht lange genug zurück liegt, als dass bereits grundlegende Modifikationen angesagt wären, baut auch der neue Vivaro auf der vom Peugeot Expert, Citroen Jumpy und Toyota Proace bekannten Basis.

Alle vier Kastenwagen werden auch 2019 mit zwei Radständen, in drei Karosserielängen und zwei unterschiedlichen Höhen angeboten, daneben gibt es eine Pritschenausführung sowie eine Kleinbus-Version. Hinter den markenspezifisch eigenständigen Frontpartien arbeiten Vierzylinder-Turbodiesel mit 1,6- und 2,0-Liter Hubraum, die eine Bandbreite von 70 kW (95 PS) bis 130 kW (177 PS) abdecken und die Vorderräder per Fünf- bzw. Sechsgang-Schaltgetriebe oder optionaler Sechsstufen-Automatik antreiben. Bereits 2020 wird es vom Vivaro eine rein batterie-elektrische Variante geben.

  • Motoren 70 kW/95 PS bis 130 kW/177 PS
  • L*/B/H*461 (496 bis 531) cm /192 cm /187,7 bis 195 cm
  • Laderaumvolumen*5.100 (5.800 bis 6.600) l
  • Länge Ladefläche*135 bis 332,4 (170 bis 402,6) cm
  • Nutzlast 793 bis 1.435 kg
  • Anhängelast gebr. 2.500 kg
  • Durchschnittsverbrauch 5,1 bis 5,7 l /100 km
  • CO2-Emissionen 133 bis 151 g/km
  • Grundpreis ohne MWSt. ab 23.440

* Werte in Klammern für Modellversion mit langem Radstand
** Breite ohne Außenspiegel

HYUNDAI H1 CARGO

Hyundai H1 Cargo

Lange Garantiezeit 
Der Transporter der Koreaner kann als Dreisitzer rund eine Tonne Nutzlast in seinem über fünf Kubikmeter großen Laderaum aufnehmen. Alternativ ist er auch mit einer zweiten Sitzreihe erhältlich, dann finden sechs Insassen Platz an Bord.

Dahinter erstreckt sich ein beim Dreisitzer 3,37 Meter und beim Sechssitzer 1,58 m langer Laderaum, dessen Gesamtkapazität 5.194 (6-Sitzer: 3.440) Liter beträgt. Das Beladen erleichtern zwei seitliche Schiebetüren, die beim H1 Cargo serienmäßig sind. Dazu gibt es eine 180 Grad weit öffnende Doppelflügeltür am Heck oder eine Heckklappe.
Für Vortrieb sorgt ein 2,5-Liter-Common-Rail-Diesel, der wahlweise 85 kW (116 PS), 100 kW (136 PS) oder 125 kW (170 PS) leistet und die Hinterachse antreibt. Während die beiden schwächeren Triebwerke über ein Sechsgang-Schaltgetriebe verfügen, übernimmt beim Top-Motor eine Fünfstufen-Automatik die Schaltarbeit, was aber die Anhängelast auf 1,5 Tonnen reduziert. Allen gemeinsam ist dagegen ihre Dreijahres-Garantie ohne Kilometerbegrenzung sowie eine ebenso lange Mobilitätsgarantie.

  • Motoren 85 kW/116 PS bis 125 kW/170 PS
  • L*/B/H*515 cm /192 cm /192,5 cm
  • Laderaumvolumen* 3.440 bis 5.190 l
  • Länge Ladefläche*158,5 bis 237,5 cm
  • Nutzlast 981 bis 1.130 kg
  • Anhängelast gebr. 1.500 bis 2.300 kg
  • Durchschnittsverbrauch7,5 bis 8,7 l /100 km
  • CO2-Emissionen 199 bis 231 g/km
  • Grundpreis ohne MWSt.24.050 Euro

* Werte in Klammern für Modellversion mit langem Radstand
** Breite ohne Außenspiegel

MERCEDES-Benz VITO

Mercedes-Benz Vito

Jetzt auch als Elektroversion 
Während Mercedes-Benz die Großraumlimousine V-Klasse gerade einem kleinen Facelift mit modifizierter Frontpartie und überarbeitetem Interieur unterzogen hat, lässt das bei der Transporterversion Vito noch auf sich warten. Dafür bekam die seit 2014 gebaute dritte Modellgeneration des Vito einen Elektroableger, der auf der letztjährigen Nutzfahrzeug-IAA präsentiert worden ist und bereits bei den Händlern steht. Der eVito hat eine Höchstleistung von 84 kW und ein maximales Drehmoment von 300 Newtonmetern. Seine Batteriekapazität beträgt 41 kWh, was für eine Reichweite von rund 150 Kilometern reichen soll. Die konventionell angetriebenen Vito verfügen über Euro-6-Dieselmotoren mit 65 bis 140 kW Höchstleistung, sind in drei Längenversionen und sowohl mit Front-, Heck- wie auch Allradantrieb lieferbar. In Zusammenarbeit mit über 240 Umbaupartnern bietet Mercedes rund 370 branchenspezifische Auf- und Umbaulösungen für den Vito an. Für den Sommer hat Mercedes angekündigt, den Vito mit digitalen Mehrwertpaketen auszustatten. Sie sollen helfen, die Effizienz zu steigern, die Betriebskosten zu senken und die Verfügbarkeit der Fahrzeuge zu verbessern.

  • Motoren 65 kW/88 PS bis 140 kW/190 PS
  • L*/B**/H 490 bis 514 (537) cm /193 cm /188 bis 193 cm
  • Laderaumvolumen* 580 bis 6.600 l
  • Länge Ladefläche*241 bis 258,6 (288 bis 306) cm
  • Nutzlast 829 bis 1.369 kg
  • Anhängelast gebr. 1.200 bis 2.500 kg
  • Durchschnittsverbrauch 5,7 bis 7,5 l /100 km
  • CO2-Emissionen 153 bis 199 g/km
  • Grundpreis ohne MWSt. (Sondermodell) 18.490 Euro

* Werte in Klammern für Modellversion mit langem Radstand
** Breite ohne Außenspiegel

Streetscooter Work

Streetscooter Work

Nicht ganz vergleichbar
Aber von den Ladekapazitäten passt er durchaus zu den 2,8-Tonnern. Die Varianten Work und Work l in der Version als Box haben eine Zuladung von 750 beziehungsweise 905 Kilo und ein zulässiges Gesamtgewicht von 2,1 beziehungsweise 2,6 Tonnen. Angetrieben werden die Fahrzeuge von Elektromotoren mit einer Leistung von 48 kW (65 PS). Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 85 km/h, die Reichweite nach NEFZ bei 101 beziehungsweise 205 Kilometern, je nach Batteriekapazität. Beim Streetscooter gibt es mehrere Modellvarianten, Aufbauten lassen sich zudem individuell gestalten. Der noch größere WORK XL wird aktuell nur für die Deutsche Post AG gefertigt.

  • Motoren Elektromotor
  • L*/B**/H 470 (578) / 208 / 203 cm
  • Laderaumvolumen* 4,3 bis 8 qm
  •   Länge Ladefläche*166 bis 175 cm
  •   Nutzlast 720 bis 905 kg
  •   Grundpreis ohne MWSt. 35.950 Euro

* Werte in Klammern für Modellversion mit langem Radstand
** Breite ohne Außenspiegel

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  • Transporter mit 2,8 Tonnen Gesamtgewicht (PDF, 89 kB)

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