IAA Transportation 2026 MAN TGE: Neue Spitzenmotorisierung und attraktive Aufbauten

Schicke Varianten für den Chef, eine ­neue Spitzenmotorisierung und attraktive Aufbauten – das sind die Messe-News vom MAN TGE.

Außen ein arbeitsamer Kipper. Darunter steckt aber ein besonders kräftiger Diesel mit der Typenbezeichnung MAN TGE 3.190. - © MAN, Randolf Unruh
MAN TGE Lion X: Transporter im Offroad-Look – ein Hingucker für Chefin oder Chef. - © MAN, Randolf Unruh

Hier ist der MAN TGE für den Chef. Oder für den Einzelunternehmer im Handwerk. Der Lion X von der Spezialabteilung MAN Individual zahlt auf den beliebten Offroad-Look ein: Unterfahrschutz an Front und Heck, Radlaufblenden, Spiegelkappen mit symbolischen Krallenspuren vom MAN-Löwen, dunkel eingefasstes Heckportal. Die Liste der Extras umfasst einen schwarz lackierten Kuhfänger und seitlich schützende Schwellerrohre. Drinnen taucht das „X“ des Löwen an Türverkleidungen und Einstiegsgriffen auf. Allradantrieb kann beim Lion X sein, muss aber nicht. Dann beginnt die Wüste eben bereits in Wanne-Eickel oder Wuppertal, gern auch auf dicken Allterrain-Reifen.

Zu viel der Schminke? Dann passt vielleicht das Black Package von MAN Individual mit einem dezenteren und doch glänzenden Auftritt. Im Sonnenlicht funkeln schwarzglänzende Applikationen von der Kühlermaske über die Augenbrauen oberhalb der Scheinwerfer und die Spiegelkappen bis zu den Dachkantenspoilern am Heck. Wichtig für Fuhrparks: Dieser Auftritt ist mit sämtlichen Fahrzeugfarben kombinierbar.

Der MAN TGE als cleveres Büromobil

Soll der Dienst-Transporter multifunktional eingesetzt werden? Dann lohnt ein Blick auf den MAN TGE Kombi mit Zunamen „free“. Auf einem Boden im Fahrgastraum mit reichlich Airline-Schienen lassen sich zum Beispiel Einzelsitze, ein Tisch mit ausklappbaren Flügeln und weiter hinten eine Klappsitzbank mit drei Plätzen montieren. Ergebnis ist ein Riesen-Multivan für Beruf und Freizeit, einsetzbar vom Büromobil bis zum Camper light am Wochenende.

Leistungsgesteigerte Variante MAN TGE 3.190

Nichts gegen Verschönerungs­maßnahmen, aber im Job zählen innere Werte. Mitten in der Transporter-Meute parkt ein eher unscheinbarer weißer Kipper – der eifrige Aufbauer Schoon möge die Formulierung verzeihen – der handfesten Sorte mit der ungewohnten Typenbezeichnung MAN TGE 3.190. Wie bitte? Der Blick unter die Kippbrücke zeigt eine angetriebene Hinterachse und es folgt die Auflösung: MAN bietet nach dem TGE-Fronttriebler nun exklusiv ebenfalls für den Hecktriebler eine leistungsgesteigerte Variante an. Das heißt 140 kW/190 PS statt bislang maximal 120 kW/163 PS, erneut entstanden in Zusammenarbeit mit Autoveredler Abt. Exklusiv bedeutet sortenrein MAN, der Zwilling VW Crafter verzichtet. Lieferbar ist der Zusatzschub durch die Spezialabteilung MAN Individual für sämt­liche Ausführungen des MAN TGE und ein Thema für Branchen mit Ansprüchen an Transporter mit Mumm. Eingehüllt in eine Werksgarantie von MAN, versteht sich. Die Kombination fährt sich un­spektakulär und souverän, einfach stark. So wünscht man sich das, vor allem im gewerblichen Einsatz.

Unauffälliger Koffer: Der MAN TGE mit Junge-Koffer. Motto „quadratisch, praktisch, gut“. - © MAN, Randolf Unruh

Zu den Lieblingsthemen rund um den MAN TGE zählen Aufbauten. Wie der eher unscheinbare TGE 3.140 mit Kofferaufbau von Junge. Sparsam ausgestattet vorn mit einem Schaltgetriebe, oben mit Dachspoiler und hinten mit einem Aufbau von rund 18 Kubikmetern Volumen. Dazu eine leichte Ladebordwand Typ Bär Cargolift mit lediglich zwei Hubzylindern. Dezent, aber für einen 3,5-Tonner völlig ausreichend motorisiert. Ein Brot-und-Butter-Transporter, ein schlichter Macher, über dessen Erwerb man nicht groß nachgrübeln muss. Passt und sitzt ohne große Diskussionen.

Kräftige Kombination dank starrer dritter Achse

Der grellgelbe Dreiachser nebenan wäre wieder ein typischer Fall für die neue Leistungssteigerung. Aufbauer Ackermann aus dem Allgäu setzt an ein Fünftonner-Fahrgestell mit Zwillingsbereifung eine dritte Achse an. Macht 7,5 Tonnen zulässige Gesamtmasse und bis zu 3,6 Tonnen Nutzlast, die Kombination sucht ihresgleichen. Sie könnte glatt einen klassischen MAN TGE huckepack nehmen. Die dritte Achse trägt 2,8 Tonnen, das ergibt zusammen mit der Vorderachse (2,2 Tonnen) und der zwillingsbereiften zweiten Achse (3,2 Tonnen) angemessene Reserven. Da die Achse fest montiert ist, hat man es nicht mit einer Fahrzeugkombi­nation, sondern mit einem Komplettfahrzeug zu tun, fällt also nicht unter das Wochenend-Fahrverbot.

Spektakulärer Autotransporter: Der MAN TGE als Dreiachser. Gern auch als Pritsche, Kipper, Koffer oder Kühler. - © MAN, Randolf Unruh

Hier steht der Lulatsch als Autotransporter oder Abschlepper, ebenso möglich sind Pritschenwagen, Kipper oder Kühler. Wie er sich fährt? Im Vergleich zum klassischen 7,5-Tonner-Lkw entfällt die Kraxelei ins Fahrerhaus, ohne Fracht liegt der Riese stramm aber nicht übermäßig hart. Dank starrer dritter Achse rollt die Fuhre unerschütterlich geradeaus und ist, klar, nicht unbedingt gelenkig.

Sondermodelle und Lifetime Connectivity

Zur Feier von zehn Jahren TGE hat sich MAN landesspezifisch ausgestattete Sondermodelle einfallen lassen. In Deutschland ausgestattet mit LED-Hauptscheinwerfern, Klimaanlage Climatronic, Sitzheizung, Rückfahrkamera und Ganzjahresreifen – sozusagen ein Allwetter-Transporter. Es ist ein doppeltes Jubiläum: Voraussichtlich feiert der MAN TGE pünktlich zur IAA Transporta­tion außerdem 200.000 Exemplare.

Schließlich folgt noch das Stichwort Lifetime Connectivity: Ab September sind alle digitalen Dienste im MAN TGE wie Karten-Updates, Over-the-Air-Updates, Nachrichten- und Wetter-App sowie das digitale Handbuch für mindestens zehn Jahre ohne Zusatzkosten oder Abonnement an Bord. Das vermeidet die anderswo üb­lichen ärgerlichen Extrakosten nach einer gewissen Nutzungsdauer. Das wäre dann die Variante für den Controller im Betrieb.

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