IHM 2018 -

Berliner Start-up Kunst aus Neonröhren

Das Berliner Unternehmen Sygns stellt Licht-Kreationen her und bewahrt ein altes Handwerk vor dem Aussterben. Die drei Jungunternehmer arbeiten mit verschiedenen Handwerkern zusammen.

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Drei Jungunternehmer aus Berlin wollen nicht einfach nur Lampen produzieren, sie möchten Aussagen mit ihren Licht-Kreationen in die Welt tragen. Dabei bringen sie auch ein altes Handwerk wieder groß raus: den Neonröhrenglasbläser. Mit Produkten wie einem aus weißem Neonlicht hergestellten Drachen, der über den Tischen eines asiatischen Restaurants in Hamburg schwebt.

„Wir verkaufen den Moment und ein Stück Persönlichkeit“, sagt Nils Lehnert über seine Firma Sygns, die er zusammen mit zwei Studienfreunden gründete.

Neonröhrenglasblasen vor dem Aussterben retten

Ursprünglich suchte er einen schönen beleuchteten Schriftzug für seine Wohnung, doch alles, was er fand, lag über seinem Budget. So kam er auf die Idee, die Neon-Lichtinstallationen selbst herzustellen. „Am Anfang war mir nicht bewusst, dass das jemand per Hand machen kann“, resümiert er. Zusammen mit Anthony Genillard und Max Elverfors, die er in seinem Volkswirtschafts-Studium kennenlernte, verfolgte er den Plan Neon-Kunst weiter. Im Mai 2014 kam es dann zur Gründung des Unternehmens.

Die Freunde schufen sich ein Netzwerk an Neonröhrenglasbläsern aus Berlin, Stuttgart und Hamburg. Einfach zu finden sind sie nicht, denn das Handwerk ist ein aussterbender Beruf. Alle Handwerker, die für das Unternehmen arbeiten, sind voll ausgelastet.

Wewltweit gefragtes Produkt

Um Kundenkommunikation, Marketing, Lieferantenpartnerschaften, Finanzen, Grafikdesign und die Website kümmern sich 15 Mitarbeiter in Büros in Berlin-Mitte und Kopenhagen. Inzwischen verkauft das Unternehmen seine Installationen weltweit, unter anderem auch nach Hongkong. Sygns hat sich einen beachtlichen Kundenstamm geschaffen, darunter Adidas, Mercedes, Lumas oder Business Punk.

Infos zum Unternehmen: www.sygns.de

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