Branchencheck Kfz-Handwerk: Warum volle Auftragsbücher nicht reichen

Das Kfz-Handwerk ist gut ausgelastet, doch steigende Kosten für Löhne, Energie und Diagnosetechnik drücken die Marge. Neue Fahrzeugtechnologien verlangen hohe Investitionen, und der Streit um den Zugang zu Fahrzeugdaten entscheidet über die Zukunft freier Werkstätten. Der Branchencheck zeigt Trends und Zahlen für 2026.

Moderne Fahrzeuge erzeugen eine Fülle an Daten. Ob freie Werkstätten vollen Zugriff darauf bekommen, entscheidet über die Zukunft des Kfz-Handwerks.
Moderne Fahrzeuge erzeugen eine Fülle an Daten. Ob freie Werkstätten vollen Zugriff darauf bekommen, entscheidet über ihre Zukunft. - © tanakorn - stock.adobe.com

Auf den ersten Blick sieht es in den Kfz-Werkstätten gut aus: Die Betriebe sind ausgelastet, die Auftragsbücher voll, Wartung und Reparatur bleiben gefragt. Doch wer genauer hinsieht, erkennt Spannungen hinter der stabilen Fassade. „Eine gute Auslastung darf nicht mit einer uneingeschränkt ­guten wirtschaft­lichen Lage gleich­gesetzt werden“, stellt Detlef Peter Grün klar, Bundesinnungsmeister und Vorstandsvor­sitzender des BIV-Kfz. Die Kosten für Löhne, Energie, Ersatzteile und ­Dia­gnosetechnik sind deutlich ge­stiegen. Gleichzeitig lassen Kunden ­angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten nur noch das Nötigste machen. Die Schere zwischen Aufwand und Ertrag öffnet sich, und das bei einem Fahrzeugbestand, der immer anspruchsvoller wird.

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