Neuheiten der IAA 2022 Elektrotransporter: Welcher Newcomer der IAA Transportation 2022 passt zu mir?

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Elektromobilität, Fuhrpark und Transporter

Viele Transporter mit Stecker, zahlreiche Branchen­lösungen und einige neue Player: Handwerkschefs konnten auf der IAA Transportation spannende ­Verstärkungen für ihren Fuhrpark treffen und testen. Sechs Neuheiten vom Hannoveraner Messeparkett.

VW ID. Buzz Cargo
Die knuffige Optik des VW ID. Buzz Cargo war auf der IAA Transportation 2022 omnipräsent. – © Volkswagen

VW ID. Buzz Cargo: Der Omnipräsente

Er hat das Heimspiel in Hannover voll ausgenutzt und sich in verschiedenen Branchen­kleidern gezeigt: der ID. Buzz Cargo von Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN). So sorgte der elektrifizierte „Sympathieträger“, wie ihn VWN-CEO Carsten Intra bei der Pressekonferenz bezeichnete, für Aufsehen.

Egal ob als Servicefahrzeug, als Kühlwagen, mit Kofferaufbau oder als Notarztwagen. Diese seriennahen Studien der Aufbauhersteller fungierten nicht nur am VWN-Stand in Halle 12 als wahrer Magnet. Auch sonst war die knuffige Optik des Bulli-Erben auf dem Messegelände in der Tat omnipräsent.

Für wen? Für alle Handwerksbetriebe, die der Elektro­mobilität ein sympathisches, modernes und vielseitiges Gesicht geben wollen.

Ford E-Transit Custom: Der One-Stop-Shopper

Direkt in das Ökosystem Ford Pro schmiegt sich auch der E-Transit Custom aus der Ein-Tonnen-Klasse ein. Kein Wunder also, dass der Ford-Pro-CEO, Ted Cannis, den Neuling gleich für die Fahrt auf die Pressekonferenz-Bühne nutzte. „Die Ford-Pro-Plattform wurde entwickelt, um unseren Kunden dabei zu helfen, ihre Kosten zu senken und ihre Abläufe zu rationalisieren, insbesondere wenn sie auf E-Fahrzeuge umsteigen“, so der Ford-Manager.

Ein paar harte Fakten als Ergänzung: 380 Kilometer WLTP-Reichweite, eine Nutzlast von bis zu 1.100 Kilogramm, die Wahl zwischen 100 kW/135 PS und 160 kW/217 PS sowie eine Anhängelast von bis zu 2,0 Tonnen.

Für wen? Für alle Handwerksbetriebe, die das nächste Produktivitäts-Level erreichen wollen.

Ford E-Transit Custom
E-Transit Custom – © Ford

Maxus T90 EV: Der Baugewerbefreund

Maxus T90 EV
Maxus T90 EV – © Maxus


Ein elektrischer Pick-up als Hingucker: Die Rede ist vom Maxus T90 EV, der in Hannover seine Deutschlandpremiere feierte.

Der Blick ins Datenblatt verrät, dass der 5,37 Meter lange, 1,90 Meter breite und 1,81 Meter hohe 3,3-Tonner mit einer maximalen Nutzlast von 925 Kilogramm daherkommt. Die Ladefläche ist 1,49 Meter lang und 1,51 Meter breit. Und der E-Motor? Hier können sich Pick-up-Fans über 150 kW/204 PS und 310 Nm Drehmoment freuen. Wer jetzt noch skeptisch ist, sollte auf die Reichweite schauen: 330 Kilometer laut WLTP, dank 89-kWh-Batteriepack – für viele Touren also mehr als ausreichend.

Für wen? Für alle Handwerksbetriebe, die auf das spezielle Pick-up-Flair nicht verzichten möchten.

Cenntro Logistar 260: Der Herausforderer

Cenntro Logistar 260
Cenntro Logistar 260 – © enntro Automotive Europe


Mit dem Logistar 260 möchte der Autobauer Cenntro Automotive Europe, ehemals Tropos Motors Europe, eine neue Größe im Transportersegment definieren – so das selbstbewusste Statement zur IAA Transportation 2022.

Der 5,50 Meter lange, 1,85 Meter breite und 2,01 Meter hohe E-Neuling wartet mit einer Ladekapazität von 7,5 Kubikmetern und einer Nutzlast von 1.280 Kilogramm auf. ­Außerdem verfügt er über eine Aluminium-Karosserie, zwei seitliche Ladetüren sowie Hecktüren mit einer Öffnung von bis zu 270 Grad. Wer den Logistar 260 auf der Kurz- oder Mitteldistanz pilotiert, kann auf ein 75 kW/102 PS starkes E-Triebwerk zurück­greifen, die WLTP-Reichweite dürfte dann bei maximal 270 Kilometern liegen – die Homologationstests laufen derzeit noch. Erste Auslieferungen sind in Europa fürs erste Quartal 2023 angepeilt.

Für wen? Für alle Handwerksbetriebe, die im Zuge der Antriebswende neue Wege gehen wollen.

Renault Trafic E-Tech: Der E-Praktiker

Renault Trafic E-Tech
Renault Trafic E-Tech – © Renault


Renault hat seinen Messeauftritt für eine besondere Premiere genutzt: Erstmals zeigte sich der Trafic E-Tech, ein Vertreter der Drei-Tonnen-Klasse, der Öffentlichkeit. Wie die Verbrenner-Geschwister möchte sich der Elektriker von seiner robusten, vielseitigen und komfortablen Seite zeigen.

Fuhrparkverantwort­liche haben die Wahl zwischen zwei Längen (5,08 und 5,48 Meter) und zwei Höhen (1,97 und 2,50 Meter). Das Ladevolumen: 5,8 bis 8,9 Kubikmeter. Zudem hat der Franzose einen 90 kW/122 PS starken E-Antrieb, eine WLTP-Reichweite von 240 Kilometern, eine Anhängelast von 750 Kilogramm und eine Nutzlast von 1,1 Tonnen auf der Habenseite.

Für wen? Für alle Handwerksbetriebe, die einen verlässlichen Begleiter fürs Tagesgeschäft suchen.

Sevic V500e: Der große Kleine

Sevic V500e
Sevic V500e – © Sevic


Schmal, leicht und prädestiniert für die City: Gebäudereiniger oder Elektriker aus der Großstadt sollten sich den 80 km/h schnellen Sevic V500e genauer ansehen.

Das 3,70 Meter lange E-Nutzfahrzeug der Klasse L7e-CU fährt mit einem 15 kW/20 PS starken E-Motor vor und soll Reichweiten von 150 Kilometern (16,5-kWh-Batterie) und 300 Kilometern (33-kWh-Batterie) bieten. Clever: Dank Easy-Swap-System sollen sich die Aufbauten in 60 Sekunden wechseln lassen. Bei 24.900 Euro netto (ohne Aufbau) geht‘s los.

Für wen? Für alle Handwerksbetriebe, die nach einer Alternative für die letzte Meile suchen.