In der aktuellen Krisensituation verzeichnen auch gesunde Unternehmen häufiger rote Zahlen. Doch durch Verluste bzw. einen Verlustausgleich sinkt die Abgabenlast. Wie Sie in schwierigen Zeiten weniger Steuern zahlen.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks fordert mehr Entlastung für die Betriebe. Die wirtschaftliche Lage – so zeigt der Konjunkturbericht vom Herbst 2025 – bleibt angespannt. Betriebe geben kaum Geld aus. Unterm Strich treten die Handwerksunternehmen auf der Stelle. „Sinkende Auftragsbestände, schwache Umsätze und eine anhaltend niedrige Investitionsneigung prägen das Bild. Betriebe investieren nur noch in das Allernötigste, weil die wirtschaftlichen Perspektiven unklar bleiben, die Unsicherheit zu groß und die finanziellen Spielräume zu eng sind“, erläutert ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. Steigende Material-, Energie- und Lohnkosten belasten das Handwerk, die Erlöse sind daher teilweise rückläufig.
Mit dem Verlustausgleich Steuern sparen
Im schlimmsten Fall verzeichnen Handwerksunternehmer Verluste. Das betrifft insbesondere jene, die im vergangenen Jahr erhöhte Erhaltungsaufwendungen hatten oder die sich für weitere Investitionen entschieden haben. In diesem schwierigen Umfeld bedeuten rote Zahlen nicht gleich eine strategische Unternehmenskrise, wenn sich die Konjunktur bessert, steigt der Umsatz und man kommt zurück zur Normalität. „Rückgangsphasen sind kein Zeichen des Scheiterns, sondern Teil des unternehmerischen Zyklus. Entscheidend ist, wie sie steuerlich und strategisch genutzt werden“, meint Tomas Aksöz, Steuerberater mit Kanzlei in Hamburg. Aktuell gewährt das Finanzamt mehr Spielraum für einen Verlustausgleich als zuvor.
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