Elektrotransporter 21 Transporter mit Elektroantrieb

Der Markt kommt ins Rollen. Transporter mit Elektroantrieb gibt es inzwischen von den großen Herstellern, aber auch von kleinen Unternehmen, die Spezialfahrzeuge anbieten. Das zeigt die große Marktübersicht von handwerk magazin.

Topic channels: TS Elektromobilität, TS Fuhrpark und TS Transporter

Entsprechend wird das Angebot der großen Nutzfahrzeug-Hersteller immer breiter. Aber auch kleinere Unternehmen sowie Umrüster profitieren von der Nachfrage. Wir haben unsere Marktübersicht der Transporter mit batterieelektrischem Antrieb aktualisiert – aufgegliedert in die Kategorien Kleinsttransporter, Kleintransporter, Kompakttransporter, Transporter und Maxitransporter.

Kleinsttransporter

Alke Divaco ATX
Alke ATX

Der italienische Hersteller Alke hat sich seit über einem Jahrzehnt auf die Produktion von elektrischen Kleinst-Transportern spezialisiert und damit eine breite Modellpalette aufgestellt. Die ATX-Baureihe, von der Divaco Deutschland GmbH importiert, umfasst hierzulande die Modelle: 310E, 320E, 330E, 340E und 330/340ED. Sie sind jeweils mit ausbaufähiger, je nach Radstand 1,80 bis 2,0 Meter langer Pritsche und Einzel-(E) oder Doppelkabine (ED) erhältlich. Ein praktisches Feature ist das optional abnehmbare Batterien-Set. Zur Wahl stehen konventionelle Blei-, Gel- oder LiFePO4-Akkus.

ARI 458 Koffer XL
ARI 458 Koffer XL

Der Name des Kleinen ist Programm: „Ari“ heißt im Japanischen „Ameise“. Leistungsstark, wendig und vielseitig – mit diesen Eigenschaften schickt Ari Motors aus Leipzig den 3,15 Meter langen und 1,29 Meter breiten Stromer in die Fuhrparks. Egal, ob als Kipper, mit Pritsche oder Kofferaufbau. Die E-Fahrzeugplattform stammt vom chinesischen Autobauer Jiayuan EV. In der Nähe von Prag fertigt Ari Motors die Aufbauten und passt die Transporter an den europäischen Markt an. Exklusiver Servicepartner: die rund 600 Point-S- und Automeister-Filialen.

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Piaggio Porter Electric Power 96V Kastenwagen
Piaggio Porter Electric Power 96V

Die Elektro-Variante des italienischen Mini-Transporters gilt fast schon als Klassiker in dieser Sparte. Mit seinen kompakten Abmessungen empfiehlt er sich vor allem für den Einsatz in verwinkelten Altstadtgassen. Neben dem Kastenwagen ist der Electric Power auch als Pick-up, Top Deck (Pritsche), Kipper, Kombi sowie mit einem Chassis für Sonderaufbauten erhältlich. Piaggio

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Goupil G5 Lithium
Goupil G5 Lithium

Die französische Elektro-Nutzfahrzeugmarke Goupil gehört zwar zum US-Konzern Polaris, die Modelle werden aber in Frankreich entwickelt und gebaut. Das Angebot umfasst die Goupil-Baureihen G1, G4, G5 und den Sechssitzer GEM, die in Deutschland von der Iseki-Maschinen GmbH in Meerbusch vertrieben werden. Die Goupil-Modelle sind als handliche Fahrzeuge vor allem für den Stadtverkehr prädestiniert und in unterschiedlichen Aufbau-Varianten zu haben.

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Tropos Motors Able XR
Tropos Motors Able XR

Die Tropos Motors Europe GmbH mit Sitz in Herne hat sich auf den Bau von kleinen Elektro-Nutzfahrzeugen spezialisiert, wie sie vor allem in Kommunalbetrieben zum Einsatz komen. Aktuell sind zwei Modelle des „Able“ im Angebot, von denen sich der XR mit seinem 10 kW starken Aggregat und zwei Batterie-Alternativen mit 13 und 26 kWh für Handwerker empfiehlt, die in der Stadt unterwegs sind. Ein besonderer Pluspunkt ist das „Easy Swap System“, mit dem in weniger als fünfzehn Minuten ein Wechsel zwischen Pritsche und Koffer möglich ist. Als Zusatzausstattung offeriert Tropos eine sogenannte Databox für digitale Dienste wie Fleet Management oder Predictive Data Hubs, die ein Betrieb seinem Einsatzspektrum entsprechend konfigurieren lassen kann, um unter anderem die Anfahrtswege zwischen Kunden verbrauchs- und kosteneffizient zu planen oder ein elektronisches Fahrtenbuch zu führen.

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EVUM aCar
EVUM aCar

Unter dem Motto „Der vielseitige und robuste Transporter für alle, die etwas bewegen wollen“ stellt das 2017 gegründete Münchener Unternehmen EVUM Motors ein kleines, handliches Nutzfahrzeug mit elektrischem Allradantrieb her. Die Idee dazu wurde bereits 2013 geboren, der erste Prototyp rollte ab Mai 2016 in einem Feldtest durch Deutschland und Ghana, der Start der Produktion wurde auf das zweite Quartal dieses Jahrs festgelegt. Dem Credo entsprechend ist das Chassis des ursprünglich als Allzweckfahrzeug für Entwicklungs- und Schwellenländer konzipierten „aCar“ modular gestaltet: Somit sind – ausgehend von einer Ladeplattform – Varianten wie eine offene Pritsche, eine Pritsche mit Plane und Spriegel, ein Kipper oder ein geschlossener Kastenaufsatz möglich. Der Wechsel soll dabei innerhalb von ein paar Minuten machbar sein. Als technisches Feature für Handwerksbetriebe interessant: Ein optionaler 230-Volt-Anschluss, mit dem sich externe elektrische Geräte betreiben lassen oder an dem sich deren Akku auf der Fahrt zum nächsten Einsatzort aufladen lässt. Ebenfalls als Sonderausstattung erhältlich sind unter anderem eine Seilwinde, eine Anhängerkupplung, Geländereifen, eine Telematikeinheit, Arbeitsleuchten oder ein Solarpanel zur Regeneration der Batterie. Als Elektrofahrzeug der Klasse N1 wird die Anschaffung des EVUM aCar über den Umweltbonus je nach Bundesland mit bis zu 8.000 Euro gefördert.

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Kompakttransporter

VW ABT e-Caddy Maxi
VW ABT e-Caddy Maxi

Die elektrifizierte Variante des VW Kleintransporters ist eine Kooperation von Volkswagen Nutzfahrzeuge mit dem Tuning- und Elektrospezialisten ABT aus Kempten: Nach dem Generationswechsel auf den Caddy 5 hat sich VWN-Premium Partner ABT e-Line noch ein Kontingent des Vorgängers gesichert, das als Komplettfahrzeug an den Standort von AL-KO in Kötz geliefert wird, wo man die konventionelle Antriebseinheit gegen die Elektro-Komponenten – den Motor, die Elektronik und die Unterflurbatterie – austauscht. Als Maschine kommt ein 82 kW starkes Aggregat zum Einsatz, das von einem 37,3 kWh-Akku-Paket versorgt wird. Dessen Einbau schränkt die Ladekapazität des Caddy nicht ein. Den ABT e-Caddy gibt es ausschließlich im Leasing, die Monatsraten starten bei 293 Euro (netto) – auf der Basis eines kalkulierten Gesamtpreises von 29.900 Euro.

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Renault Kangoo Z.E. / Kangoo Maxi Z.E. / Z.E. Hydrogen
Renault Kangoo Z.E.

Der City-Transporter Kangoo Z.E. („Zero Emission“) kommt in zwei Längenversionen daher, wobei sich der längere Maxi sowohl als Zwei- als auch Fünfsitzer sowie als Doppelkabiner ordern lässt. Die leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus sollen aufgrund ihrer hohen Energiedichte eine Reichweite von 270 Kilometer ermöglichen. Mit dem aktuellen Ladesystem lässt sich der Akku an einer 230-Volt-Wallbox innerhalb von sechs Stunden „auftanken“, die per Wärmepumpe teilbetriebene Heizung schaltet dabei auf Netzbetrieb um. Die Batterie ist entweder im Kaufpreis enthalten oder lässt sich mieten, wobei sich die Monatsrate an der anvisierten Jahresfahrleistung orientiert. Analog zum großen Transporter Master Z.E. ist auch der Kangoo seit Ende 2019 als „Hydrogen“-Variante mit einer 10-kW-Brennstoffzelle zum Aufladen der Akkus im Programm. Sie wird bei 80 Prozent Batteriekapazität aktiv, gleichzeitig liefert sie ein Energie-Extra von 29,7 kWh und sorgt damit für 370 Kilometer Reichweite. Gespeist wird sie aus zwei Wasserstofftanks, die je nach Kundenwunsch mit einem Druck von 350 oder 700 bar zu haben sind. Der Tankvorgang dauert nur zehn Minuten. Renault

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Nissan e-NV200
Nissan e-NV200

Der seit 2014 verkaufte Elektro-Transporter des japanischen Herstellers rollt mit dem bewährten Elektroantrieb inklusive einem 40 kWh starken Batteriepaket des Pkw-Modells Leaf auf den Hof. Damit soll sich eine Reichweite von 275 Kilometern nach NEFZ-Zyklus realisieren lassen. Im Stadtverkehr sind sogar 300 Kilometer möglich, wobei sich drei Fahrmodi – Eco, B-Modus und Eco-/B-Kombination – aktivieren lassen. Ein für Handwerksbetriebe speditiver Pluspunkt ist die Integration des Batteriepacks in den Fahrzeugboden. Serienmäßige Features sind Airbag, ABS und ESP sowie ein „Keyless Entry & Start“-System. Nissan gewährt eine Garantie von fünf Jahren und 100.000 Kilometern auf die Technik sowie acht Jahre bzw. 160.000 Kilometer auf die Batteriekapazität.

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Transporter

VW ABT e-Transporter T6.1
VW ABT e-Transporter T6.1

Der elektrifizierte VW T6 ist – wie auch der e-Caddy – ein Gemeinschaftsprojekt von Volkswagen Nutzfahrzeuge und dem Kemptener Elektro-Spezialisten ABT. VW liefert dazu auf Kundenbestellung den T6.1 mit langem Radstand, der dann im Umrüstungs-Partner-Betrieb von AL-KO Fahrzeugtechnik den kompletten elektrischen Antrieb erhält: Dessen Hauptkomponenten sind ein 82 kW starker Elektromotor sowie ein Batteriepack mit einer Kapazität von 37,3 kWh, das eine Reichweite von bis zu 138 Kilometer ermöglichen soll. Die Implantierung des Akku-Pakets schränkt das Laderaumvolumen nicht ein. Die Preisliste beginnt bei 44.990 Euro (exkl. MwSt.), im ABT e-Transporter Leasing ist der Kastenwagen ab einer Monatsrate von 459 Euro zu haben.

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Mercedes-Benz eVito
Mercedes-Benz eVito

Im laufenden Modelljahr 2020 lanciert Mercedes eine neue Generation des im Juni 2018 präsentierten Elektro-Transporters: Kern-Innovation ist vor allem die auf eine Peak-Leistung von 150 kW (90 kW Dauerleistung) erstarkte E-Maschine, dank der sich die Fahrleistungen auf ein praxisgerechtes Niveau gesteigert haben: In der Standardversion lassen sich damit 140 km/h realisieren, optional sind weitere 20 km/h machbar. Die Kapazität des raumsparend unterflur montierten Lithium-Ionen-Akkupacks beträgt jetzt 90 Kilowattstunden, was eine Reichweite von bis zu 421 Kilometern ermöglicht. Mithilfe von Schaltwippen am Lenkrad kann der Fahrer die Stärke der Rekuperation steuern und somit den Stromverbrauch (Durchschnitt: 26.2 kWh/100 km) und letztlich die Reichweite beeinflussen. Serienmäßig mit an Bord ist ein wassergekühlter 11-kW-Bordlader. Für eine Schnellladung in 45 Minuten (80 Prozent) muss man den eVito an eine DCC-Station mit 110 kW Leistung hängen. Der Preis für den eVito stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Bis zur Markteinführung im Sommer bleibt der eVito mit dem bekannten Antriebssystem im Programm.
 
Eine sinnvolle Ergänzung ist das „eVan Ökosystem“ von Mercedes-Benz, das unter anderem eine intelligente, vernetzte Ladeinfrastruktur, Ladedienste, Konnektivitätslösungen sowie einen Rundum-Service die Elektro-Kunden beinhaltet.

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Peugeot e-Expert/Citroën e-Jumpy/Opel Vivaro-e
Citroën e-Jumpy

Noch im Laufe dieses Jahres rollt das Transporter-Trio Peugeot Expert, Citroën Jumpy und Opel Vivaro als rein batterie-elektrische Variante zu den Händlern. Der Transporter, im vergangenen Jahr in seiner neuesten Generation vorgestellt, baut auf der so genannten EMP2-Plattform des PSA-Konzerns. Wie ihre konventionellen Schwester-Modelle mit Verbrennungsmotor stehen auch der e-Expert, der e-Jumpy sowie der Vivaro-e jeweils in drei Längen zur Wahl. Alle drei lassen sich optional mit sensorgesteuerten Schiebetüren und einer FlexCargo-Durchreiche ausgestatten. Der 100 kW starke Elektromotor stammt – ebenso wie der komplette Antriebsstrang – aus den Regalen des Kleinwagens Opel Corsa-e. In Sachen Batteriekapazität hat der Kunde beim Transporter-Trio allerdings die Wahl zwischen einem 50 kWh starken Akkupaket für 200 Kilometer Reichweite sowie einer 75-kWh-Variante, die 300 Kilometer ermöglichen soll. Die Markteinführung ist für das zweite Halbjahr 2020 anvisiert. Für 2021 ist eine elektrische Variante der Stadtlieferwagens Peugeot Partner, Citroën Berlingo und Opel Combo angekündigt, bis 2024 sollen dann zumindest alle Opel Baureihen auch als E-Versionen zu haben sein. Der Preis für die drei Elektro-Transporter stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

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Fiat Ducato Electric
Fiat Ducato Electric

Im Sommer vergangenen Jahres hat Fiat Professional eine elektrifizierte Variante seines Transporter-Bestsellers vorgestellt, die im Rahmen einer Vorbestellung zunächst für Pilotprojekte von Großkunden zur Verfügung gestellt und dort auf ihre Praxistauglichkeit getestet wurde. Im Laufe des Jahres soll das Modell mit dem batterie-elektrischen Antrieb auch auf den deutschen Markt kommen. Die neu entwickelte E-Maschine leistet stolze 90 kW und erzeugt ein Drehmoment von 280 Newtonmetern. Die Reichweite soll je nach Akku-Paket bei 220 bis 360 Kilometern liegen, zur Optimierung des Stromverbrauchs wird die Höchstgeschwindigkeit bei 100 km/h abgeregelt. Erfreulich für den Transportbedarf ist die gegenüber den Dieselvarianten unveränderte Kapazität des Laderaums. Auch die Zuladung entspricht mit bis zu 1.950 Kilogramm einem konventionellen Ducato-Kastenwagen. Die Preise standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

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VW e-Crafter / MAN eTGE
VW e-Crafter

Mit der rein batterie-elektrischen Version des Crafter sowie des TGE hat der Volkswagen-Konzern parallel zu den Abt-Umbauten des Caddy und des T6.1 einen weiteren Elektro-Transporter im Programm. Rein äußerlich unterscheiden sich der VW e-Crafter und der MAN eTGE auf den ersten Blick nicht von ihren konventionellen Schwester-Varianten. Unter der Haube steckt jedoch ein leichter und kompakter Elektroantrieb mit einem 1-Gang-Automatikgetriebe. Da die Entwickler das Lithium-Ionen-Akkupaket unterflur montierten, ist der Laderaum uneingeschränkt nutzbar. Die Batterien werden je nach verfügbarer Station (Fastcharger oder Wallbox) mit Gleich- oder Wechselstrom geladen. Interessant für alle Gewerbetreibenden ist dabei das „e-Charge“-Programm mit App, das nicht nur für alle öffentlichen Ladestationen in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland – und damit an derzeit 110.000 Ladepunkten gilt. Aktuell sind sowohl der e-Crafter als auch der eTGE ausschließlich in der Karosserieausführung als Kastenwagen 35 auf mittellangem Radstand mit Hochdach zu haben. Die Preisliste für den VW e-Crafter sowie dem MAN eTGE beginnt jeweils bei 53.900 Euro (exkl. MwSt.), er lässt er sich mit dem optionalen Umweltbonus von 5.000 Euro (je hälftig von VW/MAN und dem Bund) somit auf 48.900 Euro reduzieren.

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Quantron Q-LI
Quantron Q-LI

Die in Gersthofen bei Augsburg ansässige Quantron AG ist ein Tochterunternehmen der Haller GmbH – einem Nutzfahrzeug-Spezialisten und Servicepartner von Iveco und Fiat-Professional. Mit Quantron möchte Firmenchef Andreas Haller laut eigenem Credo zur „Schaffung einer sauberen und gesünderen Umwelt“ beitragen. In diesem Sinne hat er sich mit seinem 2019 gegründeten Unternehmen auf die Elektrifizierung von leichten bis schweren Nutzfahrzeugen und Bussen „in Verbindung mit nachhaltigem Ressourcenmanagement“ spezialisiert. Unter dem Stichwort „Remanufacturing“ werden vor allem gebrauchte, aber zunehmend auch neue Transporter und Lastwagen vom Verbrennungsmotor auf E-Maschinen umgerüstet. Für Handwerksbetriebe ist dabei vor allem das Quantron-Modell Q-LI auf Basis des Iveco Daily in den Gewichtsklassen 3,49 bis 7,2 Tonnen interessant. Es ist in den Aufbau-Varianten Kastenwagen (Van), Pritsche und Koffer mit unterschiedlichen Abmessungen sowie Nutzlasten erhältlich. Als E-Antrieb kommt ein eigens entwickelter Permanent-Synchron-Motor zum Einsatz, der bis zu 1.250 Newtonmeter Drehmoment bereitstellt. Die Kraftübertragung erfolgt über einen Direktantrieb ohne Zwischengetriebe. Neben der vollelektrischen Variante bietet Quantron auch die Umrüstung eines angelieferten Iveco Daily auf Hybrid-Antrieb an, die ab 36.500 Euro kostet, und gibt je nach Größe der Baureihe eine Garantie zwischen drei und fünf Jahren. Zudem liefern die Augsburger E-Spezialisten die komplette Ladeinfrastruktur – von der Ladesäule über den grünen Strom bis zur Fahranalyse-App. Für Reparatur und Wartung der Quantron-E-Fahrzeuge stehen europaweit 700 Partner-Werkstätten zur Verfügung.

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Iveco Daily Electric
Iveco Daily Electric

Für den großen Transportbedarf im innerstädtischen Lieferverkehr bietet Iveco den Daily Electric an, der in der Kastenwagenvariante mit einem Stauvolumen von bis zu 15.600 Litern überzeugt – es stehen insgesamt fünf Längen und drei Höhen zur Wahl. Daneben ist der Elektro-Daily auch als Fahrgestell mit Normalkabine sowie als Minibus erhältlich. In Sachen Gewichtsklassen beschränkt er sich auf die drei Ausführungen mit 3,5 und 4,4 sowie 5,2 Tonnen Gesamtgewicht. Als Energielieferanten sind bis zu drei Batteriemodule möglich, die per Schnellladung in zwei Stunden aufgefrischt werden können. Die Reichweite lässt sich mittels eines regenerativen Bremssystems sowie im Eco-Fahrmodus auf bis zu 280 Kilometer maximieren. Ein im Stadtverkehr nützliches Feature für den weitestgehend lautlos rollenden E-Daily ist das akustische Fußgänger-Warnsystem. Das Cockpit bietet ein tabletartiges Interface, das dem Fahrer Infos über Ladezustand, Verbrauch und Restreichweite liefert, mittels dem er aber auch den Eco-Modus aktivieren und verschiedene Apps abrufen sowie das Navigationssystem bedienen kann.

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Renault Master Z.E. /Z.E. Hydrogen
 Z.E. Hydrogen

Die elektrische Variante des großen Renault Transporters ist seit nunmehr drei Jahren auf dem Markt. Antriebsquelle ist der eigens entwickelte R75E-Motor, der hier eine Maximalleistung von 57 kW (76 PS) bringt und von einer unterflur installierten Z.E.33-Akku-Einheit gespeist wird. Das Konzept ermöglicht einen vollwertigen Laderaum des in drei Karosserieversionen auf drei Radständen lieferbaren Kastenwagens. Als maximale Reichweite gibt Renault 200 Kilometer an, was für den innerstädtischen Tagesbetrieb ausreicht, zumal die Ladezeit an einer 230-Volt-Wallbox nur sechs Stunden beträgt. Seit Ende 2019 ist der Master Z.E. (das Kürzel steht für „Zero Emission“) zudem als „Hydrogen“ genannte Variante erhältlich, in der eine 10-kW-Brennstoffzelle zum Aufladen der Akkus eingebaut ist. Sie wird aktiv, sobald der Ladezustand der Batterien auf 80 Prozent sinkt, liefert 56 kWh zusätzliche Energie und erhöht die Reichweite von 120 auf 350 Kilometer. Ihre Abwärme hält zudem die Akkus auf einem gleichbleibenden Temperatur-Niveau und heizt die Fahrerkabine. Versorgt wird die Brennstoffzelle über zwei 700-bar-Wasserstofftanks.

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Emovum E-Ducato
Emovum E-Ducato

Auch nach der Ankündigung von Fiat, den Ducato in diesem Jahr ab Werk als „Electric“ auf den Markt zu bringen, rüstet ihn das Hamburger Unternehmen weiter in Eigenregie zum Elektrofahrzeug um. Der Emovum-Ducato lässt sich sowohl an Ladestationen als auch Haushaltssteckdosen aufladen und verfügt bereits in der Basisversion über stadttaugliche 100 Kilometer Reichweite. Emovum gewährt eine Zusatz-Garantie von vier Jahren auf Batterie, Motor und Leistungselektronik, die E-Maschine soll laut Hersteller Laufleistungen bis zu einer Million Kilometer erreichen. Im Rahmen der Beschaffungsinitiative „Hamburg macht E-Mobil“, deren Mitglied Emovum ist, erhalten Mitglieder der städtischen Handwerks- und Handelskammer übrigens attraktive Konditionen beim Kauf.

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SAIC Maxus EV80 Van
SAIC Maxus EV80 Van

Eine noch immer recht seltene Erscheinung auf den deutschen Straßen ist der Maxus EV80 Kastenwagen des chinesischen Nutzfahrzeugherstellers SAIC. Das Modell ist als Van mit Normal- und Hochdach sowie als Fahrgestell mit Fahrerhaus zu haben. Als Antrieb kommt ein 100 kW starker Elektromotor zum Einsatz, der von einer LiFePO4-Batterie gespeist wird. Sie soll Reichweiten von knapp 200 Kilometern ermöglichen. Die Sicherheitsfeatures umfassen bereits in der Basisversion Airbags, ABS, EBD und BAS (Bremsassistent) sowie Rückfahrsensoren. In Kooperation mit dem Leasingunternehmen LeasePlan offeriert SAIC ein umfassendes Finanzierungsmodell für Flottenkunden inklusive dem Zugang zu 75.000 Ladepunkten in Europa. Gewerbetreibende können einen Maxus EV80 über die Maske Fleet GmbH derzeit für 597 Euro (zzgl. MwSt.) im Monat mieten. Der Vertrag läuft über einen Zeitraum von zwei Jahren mit einer monatlichen Fahrleistung von 2.000 Kilometern. Auch ein Kauf ist hier möglich: Der Preis für das Basismodell liegt dann bei 39.900 Euro (netto).

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Mercedes-Benz eSprinter
Mercedes-Benz eSprinter

Mit dem elektrifizierten Sprinter folgt Mercedes-Benz konsequent seiner „eDrive@VANs-Strategie“ und bietet ihn aktuell in der Ausführung als Kastenwagen mit Hochdach und einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm an. Die Laderaumkapazität entspricht mit 11 Kubikmetern jener des Modells mit Verbrennungsmotor. Die Nutzlast hängt von der Größe des Batteriepacks ab, das in zwei Kapazitäten zur Wahl steht: In der für Reichweiten bis zu 168 Kilometer konzipierten Variante mit 55 kWh liegt sie bei 891 Kilo. In der Version mit 41 kWh, die etwa 120 Kilometer Reichweite ermöglicht, kann man 1.045 kg speditieren. Der Elektromotor leistet 85 kW und stellt 300 Newtonmeter Drehmoment bereit. Für alle gewerblichen Kunden bietet Mercedes-Benz Vans mit der „eVan Ready App“ und dem „eCost Calculator“ funktionale Tools zur Ermittlung der Kosteneffizienz eines eSprinter (und auch eVito) oder Dienstprogramme wie „PROConnect“ mit einer App für intelligentes und ferngesteuertes Lademanagement an.

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I SEE Movano
I SEE Movano

Nach der Eingliederung von Opel in die PSA Group hat die hessische I SEE Electric Trucks GmbH ihr Programm gestrafft: Die Umrüstung des Vivaro auf Elektroantrieb wurde eingestellt, das Portfolio beschränkt sich damit auf den größeren Movano. Aktueller Stand der Technik ist ein Antriebsstrang mit einer 90 kW starken E-Maschine. Zwei Batteriepakete mit jeweils 40 und 55 kWh Kapazität sollen Reichweiten bis zu 210 Kilometer ermöglichen. Als Karosserieversionen sind Kasten, Kipper/Pritsche, Fahrgestell für Kofferaufbauten sowie ein Fensterbus erhältlich. Auf seine Komponenten, den Motor und das Akkupack gibt das Unternehmen aus Offenbach eine Garantie von sieben Jahren, maximal 250.000 Kilometer bzw. 1.500 Vollladezyklen.

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EFA-S E35 V
EFA-S E35 V

Die EFA-S GmbH aus dem schwäbischen Zell unter dem Aichelberg hat sich bereits einen Namen mit der professionellen Umrüstung von gebrauchten Nutzfahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu rein batterieelektrischen Transportern und Lkw gemacht. Im September 2019 stellte das mittelständische Unternehmen mit dem E35 dann seinen ersten in Eigenregie produzierten Elektro-Transporter vor. Das Modell basiert auf dem 3,5-Tonner GAZelle NEXT des russischen Nutzfahrzeugherstellers GAZ-Gorky: Dieser liefert fabrikneue Fahrzeuge ohne Motor und Getriebe, in die EFA-S einen kompletten Elektro-Antrieb inklusive Akkupack installiert. Die Besonderheit der mit keramischen Separatoren (LFP) arbeitenden Lithium-Eisenphosphat-Batterie: Sie kommt ohne die im Abbau problematischen Rohstoffe Nickel und Kobalt aus. Eine weitere Besonderheit ist das von EFA-S entwickelte Energiemanagement der Batteriezellen: Jede wird separat überwacht und kann im Falle eines Leistungsverlustes einzeln ausgetauscht werden. Anstelle der standardmäßigen 80 kWh starken Batterien können auf Wunsch auch größere Akkus mit 120 bis 244 kWh verbaut werden. Neben dem Van (Dreisitziger Kasten) ist der EFA-S E35 auch als Pritschenwagen mit Plane, als Kofferaufbau (Standard oder Leichtbau), Doppelkabiner mit Pritsche sowie Neunsitzer-Bus lieferbar.

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    Die Umweltauflagen für den innerstädtischen Verkehr sollen mittelfristig immer strenger werden: Die Ausgrenzung von Transportern mit Verbrennungsmotor, die Einführung einer „blauen“ Umweltplakette und mehr...

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