Vebrauch errechnen und Energie sparen E-Tool: Mit cleverer Onlineplattform Einsparpotenziale entdecken

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Wieviel Energie braucht der eigene Betrieb, und wieviel kostet das? Wer als Betriebschef ressourcenschonend mit Energie umgehen will, kann künftig das E-Tool befragen. Die browserbasierte Plattform errechnet den Verbrauch und macht ihn über die Jahre hinweg vergleichbar.

Mit dem E-Tool können Betriebe Energiekosten einsparen
Mit dem E-Tool können Betriebe Energiekosten einsparen. Herausgeber ist die Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz, ein Gemeinschaftsprojekt von DIHK, Zentralverband des Deutschen Handwerk, Bundeswirtschaftsministerium und Bundesumweltministerium. – © Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz

Betriebe müssen Strom sparen – und damit dazu beitragen, den Treibhausgas-Ausstoß um 65 Prozent bis zum Jahr 2030 zu reduzieren. Ein steigender Energiepreis für fossile Brennstoffe soll als Motivation dienen. Damit hin zu erneuerbaren Energien Stück für Stück gelingt, hat das Projekt „Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz“ (MIE) das „E-Tool“ entwickelt: Über die browserbasierte Plattform können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) für mehr Energieeffizenz im eigenen Haus sorgen. Dabei gibt der Handwerkschef alle Energiedaten in seinem Betrieb ein: von Wärme, Strom, Kraftstoffe, Maschinen und Anlagen bis hin zu Fahrzeugen .

Das Webportal stellt für jeden einzelnen Bereich eine Eingabemaske zum Ausfüllen bereit, was die Datenerfassung erleichtert und strukturiert. Wer dann die Daten strukturiert vor Augen hat, tabellarisch und grafisch, erkennt schneller einzelne Einsparpotenziale. Zusätzlich liefert das Webportal Tipps, wo sich Ressourcen schonen lassen. „Eine gute Basis, um Entscheidungen zu treffen“, sagt Marcel Quinten, der das Projekt E-Tool Webportal und Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz
beim Saar-Lor-Lux Umweltzentrum betreut.

Individuelle Auswertungen möglich

Das E-Tool ist kostenlos und bereits als „Energiebuch“ bekannt. Vor drei Jahren ist es als analoger Registerordner gestartet, worüber betriebliche Energiedaten erfasst und zentral gesammelt werden können. Das digitale Pendant geht einen Schritt weiter und erlaubt individuelle Auswertungen zu energieträgerbezogenen Verbräuchen und CO2- Emissionen, die ständig aktualisiert und über Jahr hinweg verfolgt werden können. Zudem können Betriebe über Kennzahlen ihre Verbrauchsdaten einordnen.

Über Zusatzmodule wie zum Beispiel den PV-Rechner für Solarenergie, Strom- und Energie-Rückvergütung, Betriebsentwicklungsplan oder CO2- Bepreisung lassen sich weitere Zusammenhänge rund um die Energieversorgung erfassen. Über das PV-Tool lässt sich etwa erkennen, ob sich eine Photovoltaik-Anlage (PV) auf dem Firmendach rentiert.

Zuschüsse bei Energieesinparungen

Bezuschusst wird die Umstellung auf alternative Energien vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), etwa der Austausch alter Heizungsanlagen und die Errichtung von Photovoltaikanlagen. Abhängig vom konkreten Projekt erhalten Unternehmen entweder einen direkten Zuschuss oder einen Kredit ausgezahlt. Weitere Informationen gibt es auch über die Förderdatenbank des Bundes .