Stromer für den urbanen Bereich: Elektrotransporter reduzieren erstens die Betriebskosten und dürfen zweitens auch in Umweltzonen einfahren. Etablierte Nutzfahrzeug-Player bauen daher ihre E-Palette aus und verdrängen kleinere Firmen.
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Elektrotransporter im Überblick(PDF, 649,28 KB)
Die Elektromobilität erlebt seit Anfang 2025 einen deutlichen Schub. Entsprechend wird das Elektrotransporter-Angebot der großen Nutzfahrzeug-Hersteller immer breiter. Aber auch kleinere Unternehmen sowie Umrüster profitieren von der Nachfrage.
Wir haben unsere Marktübersicht der Transporter mit batterieelektrischem Antrieb aktualisiert – aufgegliedert in den Kategorien Kleintransporter, Kompakttransporter und Transporter.
Den richtigen Elektrotransporter finden:
Suchen Sie eher einen kleinen, einen kompakten bzw. mittelgroßen oder einen großen und dementsprechend geräumigen Elektrotransporter?
Kleine Elektrotransporter
Alke ATX 300 Serie
Der italienische Hersteller Alke ist seit über einem Jahrzehnt auf die Produktion kleiner Elektrotransporter für den Kommunalbereich spezialisiert. Für Handwerksbetriebe empfiehlt sich die populäre ATX-Baureihe, die in Deutschland von spezialisierten Händlern verkauft wird. Sie umfasst die Einzelkabiner-Zweisitzer 310E, 320E, 330E, 340E, 330/340EH sowie die viersitzigen Doppelkabiner 330/340ED bzw. EDH. Fünf Radstände und drei Ladepritschenlängen stehen ebenso zur Wahl wie offene und geschlossene Layouts oder Kombiversionen. Neu sind zwei Sattelauflieger mit automatischer Anhängerkupplung (DIN Ø40) bzw. Anlaufscheibe PIN2.
Addax MT, MTN, MTX
Unter dem Motto „elektrische Nutzfahrzeuge für alle Fälle“ fertigt der belgische Hersteller Addax Motors drei Baureihen seiner M-Familie: Die mit einem Radstand von nur 2.040 Millimetern und 4,5 Metern Wendekreis äußerst handlichen Fahrgestelle der Baureihen MT, MTN und MTX (Chassis +50 Zentimeter) lassen sich mit unterschiedlichen Aufbauten ordern. Interessant für Handwerker: Pritsche oder Koffer. Der 12 kW starke Motor mit 120 Nm Drehmoment wird von einem Lithium-Eisen-Phosphat-Akku (LiFePO4) mit 14,4 kWh (Garantie: fünf Jahre) gespeist. Die Ladung an einer haushaltsüblichen Steckdose (230 V/16 A) soll maximal 6,5 Stunden dauern.
Aixam Pro ePritsche/eVan
Der deutsche Importeur der französischen Aixam-Transporter, die Leichtmobile GmbH & Co. KG in Kenzingen, hat nach wie vor die beiden bewährten Pro-Versionen Pritsche und Van (Kofferaufbau) mit Elektroantrieb im Programm. Die maximal 1,50 Meter breiten sowie knapp drei Meter langen Leichttransporter sind vor allem für den Einsatz im engen urbanen Umfeld konzipiert. Angetrieben werden die auf einem Fahrgestell mit 2.252 Millimetern Radstand bauenden Zweisitzer von einem MAVEL-Synchron-Permanentmagnetmotor, der maximal 9 kW mobilisiert. Die Lithium-Ionen-Akkus (7,26 kWh) sollen eine Reichweite von maximal 130 Kilometern ermöglichen.
ARI 458 Koffer
Der Name des kleinen City-Transporters ist Programm: „Ari“ kommt aus dem Japanischen und bedeutet „Ameise“. Das assoziiert einen wendigen und vielseitigen Kraftzwerg. Ansprüche, die der 3,15 Meter kurze und 1,29 Meter breite Nutz-Stromer mit dem E-Chassis des chinesischen Autobauers Jiayuan EV durchaus erfüllt. Neben vier unterschiedlich großen Koffer-Aufbauten – darunter auch einem Alkoven – bietet der Leipziger Importeur Ari Motors auch Pritschenversionen an. Der Standard-SLA-Akku ist auf 120 Kilometer ausgelegt. Gegen 2.900 Euro respektive 3.900 Euro Aufpreis gibt es je einen LiFePO4-Akku für 150 oder 200 Kilometer Reichweite.
EVUM aCar
Mit dem im Jahr 2020 lancierten aCar offeriert das Münchener Unternehmen EVUM Motors ein kleines, robustes und handliches Nutzfahrzeug mit elektrischem Allradantrieb. Das Chassis ist für klassische Aufbauten wie Pritsche, Kipper oder Kasten/Koffer konzipiert, die sich innerhalb von ein paar Minuten wechseln lassen. Mit einem optionalen 230-Volt-Anschluss können Handwerker externe elektrische Geräte betreiben oder deren Akku unterwegs aufladen. Zudem dürften sich Fuhrparkleiter über Features wie Geländebereifung, eine Seilwinde, Anhängerkupplung oder ein Solarpanel zur Regeneration der Batterie freuen.
Goupil G6
Bei den leichten E-Nutzfahrzeugen gehört die französische Marke Goupil zu den Pionieren: 2026 wird sie ihr 30-jähriges Jubiläum feiern. Die Palette der Leichttransporter, die hierzulande die Goupil Deutschland in Meerbusch vertreibt, umfasst drei vielseitige Modelle: den 1,10 Meter schmalen Mini-Allrounder G2 mit 500 Kilo Zuladung und 30 km/h Maximaltempo. Zweitens den etwas größeren G4 mit 1.200 Kilo Zuladung. Und drittens den vor allem bei Kommunen beliebten G6 (Breite: 2,70 Meter). Mit 150 Kilometern Reichweite ist er auch für Handwerksbetriebe interessant. Von den diversen Aufbauten empfiehlt sich hier der Van mit seinen neun Kubikmetern Ladevolumen.
Kompakte Elektrotransporter:
Ari 901
Mit dem 901 bietet der Elektrofahrzeug-Hersteller Ari Motors aus Leipzig einen Transporter der Kompaktklasse mit bis zu 900 Kilo Nutzlast an. Analog zum kleinen Buder 458 stehen Pritsche, Kipper und Koffer als Chassis-Aufbauten zur Wahl. Für Handwerker ist vor allem der Kastenwagen interessant, der mit 4.305 Litern Ladevolumen punktet und Features wie elektrische Fensterheber oder eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung enthält. Ein Solarpanel (3.450 Euro) steigert die Reichweite um 30 bis 55 Kilometer. Die Ladezeit via Typ-2-Stecker liegt bei rund acht Stunden, im CCS-Schnelllademodus reduziert sie sich auf deren vier.
Maxus eDeliver 3
Mit dem eDeliver 3 hat der chinesische Hersteller SAIC einen kompakten Elektrotransporter im Programm, der sich vor allem für Handwerker in Städten und deren Umland empfiehlt. Der markante Kastenwagen (es gibt auch nur das Fahrgestell) ist mit kurzem und langem Radstand in den Karosserielängen 4,56 Meter bzw. 5,15 Meter erhältlich.
Die Maximalleistung von 118 kW verspricht starken Durchzug, als Energiequelle dient eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 50 kWh, auf die Maxus acht Jahre respektive 200.000 Kilometer Garantie gewährt. Zur Serienausstattung gehören Features wie eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und ein Sieben-Zoll-Touchscreen.
Maxus eDeliver 5
Als jüngste Maxus-Generation in der Kompaktklasse tritt der stylish gezeichnete eDeliver 5 an. Modern geht’s auch im Cockpit zu: mit nachhaltigen Materialien, zwei großen Info-Displays sowie puristisch-funktionellen Bedienungselementen. Der in zwei Längen erhältliche Kastenwagen bietet mit bis zu 7.700 Litern Laderaumvolumen und maximal 1.190 Kilo Nutzlast deutlich mehr Kapazität als der kleinere eDeliver 3. Zwei Schiebetüren sowie asymmetrische Heckflügeltüren mit 180 Grad Öffnungswinkel sollen einfachstes Beladen ermöglichen. Die flache, im Unterboden installierte 64-kWh-Blade-Batterie verspricht einen Aktionsradius von bis zu 489 Kilometern.
Peugeot e-Partner/Citroën e-Berlingo/Opel Combo-e Cargo/Fiat E-Doblò/Toyota Proace City Electric
Die E-Variante des Stellantis-Quartetts Partner/Berlingo/Combo Cargo/e-Doblò steht seit Herbst 2023 in einer dezent facegelifteten und technisch überarbeiteten Ausführung zusammen mit dem Toyota Proace City bei den Händlern.
Der Antriebsstrang stammt auch hier wieder von den größeren Schwestermodellen e-Expert/e-Jumpy/Vivaro-e/Scudo-e. Als Akku-Paket steht jedoch ausschließlich die 50-kWh-Version zur Verfügung. Die Karosserie ist als Van-Variante mit drei Sitzen in zwei Längen (L1: 4,40 Meter; L2: 4,75 Meter) oder als L2-Doppelkabine mit fünf Sitzen zu haben.
Renault Kangoo Rapid E-Tech/Nissan Townstar EV/Mercedes-Benz eCitan
Die aktuelle Generation des E-Stadtlieferwagens ist bei der Schwestermarke Nissan als Townstar EV und beim Kooperationspartner Mercedes-Benz als eCitan erhältlich. Den Antrieb übernimmt eine 90 kW starke Maschine, die von einem 45-kWh-Lithium-Ionen-Batteriepack gespeist wird.
Dank einer breiten Hinterachse punktet der in zwei Radständen und Längenvarianten offerierte City-Transporter mit bis zu 4.900 Litern Ladevolumen (Mercedes-Benz: max. 3.240 Liter). Während sich die Renault-/Nissan-Zwillinge optisch kaum unterscheiden, kommt der eCitan mit einer markenspezifisch gestylten Front daher.
Elektrotransporter:
Ford E-Transit Custom
Die elektrifizierte Version des Ein-Tonnen-Transporters steht mit zwei Radständen als Kastenwagen-Lkw, Doppelkabiner-Lkw und Multicab zur Wahl. Die im Heck implantierte E-Maschine gibt es in den Leistungsstufen 100 und 160 kW, sie wird von einem 64 kWh großen Akkupaket gespeist, das vom Pick-up F-150 adaptiert ist. Dessen Pouch-Zellen haben eine um zwölf Prozent höhere Energiedichte als jene in der Batterie des E-Transit und sorgen für eine Reichweite von bis zu 327 Kilometern. Ein für Handwerker praktisches Feature ist die optional erhältliche „Pro Power Onboard Steckdose“ (Leistung: 2,3 kW), über die sich Werkzeuge oder ein Laptop betreiben lassen.
Mercedes-Benz eVito
Der Kastenwagen eVito kommt mit den beiden Radständen 3.200 und 3.430 Millimeter und entsprechend in den zwei Karosserielängen 5,14 und 5,37 Meter daher. Das Antriebspaket mit einem 85 kW starken Elektromotor sowie einem 60 kWh großen Batteriepack ist für den Einsatz im Stadt- und Ballungsraum konzipiert. Bei effizienter Nutzung der vier Rekuperationsstufen lässt sich eine Reichweite von 319 Kilometern realisieren. Dank der Unterflurinstallation des Akkupakets steht ein bis zu 6.600 Liter großer Laderaum zur Verfügung. Zur umfangreichen Serienausstattung gehören die markenspezifischen Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme.
Maxus eDeliver 7
Zum Modelljahr 2025 ergänzt der eDeliver 7 die Maxus-Transporter-Familie. In Sachen Abmessungen und Ladekapazität reiht er sich in der mittleren Kategorie ein, bietet mit einem 6.600 Liter großen Laderaum und maximal 1.125 Kilo Nutzlast aber etwas weniger Kapazitäten als der ebenfalls neu eingeführte eDeliver 5.
Die 150 kW starke E-Maschine und die beiden 77 und 88 kWh großen Akkupakete wurden vom eDeliver 9 adaptiert, dem er sich auch preislich nähert. Der mit zwei Schiebe- und zwei Heckflügeltüren ausgestattete Kastenwagen ist in zwei Radständen (L1: 3.000 Millimeter; L2: 3.355 Millimeter) und damit in zwei Längenvarianten erhältlich.
Peugeot e-Expert/Citroën e-Jumpy/Opel Vivaro-e/Fiat E-Scudo/Toyota Proace Electric
Seit Oktober 2023 stehen die E-Derivate des Quartetts aus Peugeot Expert, Citroën Jumpy, Opel Vivaro und Fiat Scudo in einer technisch und optisch aufgefrischten Generation beim Händler. Unangetastet blieb die Konzernplattform – auf der auch Toyota seinen Proace City Electric baut. Allen gemein ist das Modellangebot in drei Karosserielängen mit Ladekapazitäten bis zu 6.600 Litern.
Zwei für Handwerker interessante Zusatzfeatures sind sensorgesteuerte Schiebetüren und eine FlexCargo-Durchreiche. Stellantis-Marken offerieren ein 50 kWh sowie ein 75 kWh starkes Akkupaket, Toyota beschränkt sich auf die 50-kWh-Version.
Renault Trafic E-Tech Electric
Mit der batterieelektrischen Version seines Transporters hat Renault die Modellpalette der leichten Nutzfahrzeuge mit E-Antrieb zum Trio ausgebaut. Insgesamt stehen in der Trafic-Familie sechs Modellvarianten zur Wahl: Ein 5,50 Meter langer (L2) Kastenwagen in den Ausführungen L2H1 (Höhe: 2,0 Meter) und L2H2 (2,50 Meter) sowie eine 5,10-Meter-Version (L1H1), zwei Doppelkabiner (L1H1, L2H1) und ein L2H1-Plattformfahrgestell. In den Kastenwagen lässt sich die Ladung mit bis zu 16 Verzurrösen sichern. Dazu bietet Renault Business diverse branchenspezifische Versionen wie Werkstattwagen, Kühlausbauten oder Kipper an.
Ari 1710
In der Klasse der großen Elektrotransporter tritt Ari Motors mit dem Kastenwagenmodell 1710 an, das als 3,5- und 4,25-Tonner zu haben ist. Das Ladevolumen: max. 12.000 Liter. Der Stromer kann mit Features wie elektrischen Fensterhebern oder einer Zentralverriegelung punkten. Je nach Einsatzbedarf stehen zwei unterschiedlich starke Akkupakete zur Verfügung: Die 77-kWh-Variante in der Grundausstattung soll für 279 Kilometer reichen, die 4.990 Euro teurere 101-kWh-Ausführung für bis zu 415 Kilometer. Als Komfortfeatures bietet Ari unter anderem eine Fahrersitzheizung (255 Euro) und eine Klimaanlage plus Servolenkung (Paketpreis 390 Euro) an.
VW ID. Buzz Cargo
Der ID. Buzz Cargo hat sich nicht nur als stylish-modernes Zitat des ersten VW Transporters T1 etabliert, sondern auch als praktische Variante des Bus-Modells. Dabei gefällt er mit kompakten Abmessungen von 4,71 Metern Länge, 1,98 Metern Breite und 1,93 Metern Höhe, drei Sitzplätzen (Beifahrer-Doppelbank) und einer Trennwand (Fenster bzw. Durchladeöffnung gegen Aufpreis) zum Laderaum. Den können Handwerker via zwei Schiebetüren und einer Heckklappe oder Flügeltüren beladen – zwei Europaletten lassen sich quer einschieben. Die drei Ausstattungsvarianten Pure, Pro und 4motion (Allrad) sind mit einer E-Maschine (125 bis 250 kW) an der Hinterachse bestückt.
BYD E-Vali Kastenwagen
Mit der Präsentation des E-Vali auf der IAA Transportation 2024 will der chinesische Hersteller BYD nun auch bei den leichten Nutzfahrzeugen einsteigen. Der speziell für den europäischen Markt entwickelte Kastenwagen rollt im Laufe des Jahres als 3,5- bzw. 4,25-Tonner sowie in den beiden Längenvarianten L2 (5.995 Millimeter) und L3 (6.995 Millimeter) an den Start. Die 150-kW-E-Maschine wird von einer 80,64 kWh starken, extrem kompakten Blade-Batterie (Lithium-Eisenphosphat) gespeist. Interessant: Die Antriebseinheit wird über ein von BYD eigens entwickeltes Managementsystem gesteuert. Zudem soll eine Wärmepumpe für optimale Temperaturen sorgen.
VW e-Transporter (T7)
Mit der siebten Generation der gewerblichen Version ist das Bulli-Angebot wieder komplett. Den neuen, zusammen mit Ford auf einer gemeinsamen Plattform entwickelten Transporter gibt es neben dem Personen-Kombi als Kastenwagen für den reinen Gütertransport, als Kastenwagen Plus mit Fondsitzen, einem Laderaum inklusive diverser Trennwände sowie als Doppelkabine mit Pritsche und langem Radstand. Als Schwestermodell des Transit Custom läuft der VW T7 im türkischen Ford-Werk vom Band. Die zum Marktstart offerierten Leistungsvarianten mit 100, 160 und 210 kW sollen im Laufe des Jahres um eine 85 kW starke Maschine ergänzt werden.
Fiat e-Ducato/Opel Movano-E/Peugeot E-Boxer/Citroën E-Jumper/Toyota Proace Max Electric
Zum Modelljahr 2025 hat der Stellantis-Konzern die elektrischen Ausführungen seiner 3,5-Tonner der Marken Fiat Professional, Opel, Peugeot und Citroën komplett überarbeitet. Toyota hat diese nun erstmals als Proace Max adaptiert.
Die offerierten Chassis- und Karosserievarianten – Kastenwagen in zwei Längen und zwei Höhen sowie mit zwei Radständen (3,45 und 4,04 Meter) – sind jeweils identisch. Markanteste technische Innovationen sind die nun 200 kW starke E-Maschine und ein Akku-Paket mit einer Kapazität von 110 kWh.
Ford E-Transit
Die Elektrotransporter-Variante des großen Transit bietet mit der Palette aus Kastenwagen, Doppel- sowie Einzelkabine mit Fahrgestell oder Pritsche auf zwei Radständen und in den Gewichtsklassen 3.500, 3.900 und 4.250 Kilo eine breite Auswahl für Betriebe. Der Kasten ist zudem in drei Längen sowie zwei Dachhöhen (mittel, hoch) erhältlich. Bedienungskomfort wird großgeschrieben: Fahrer können Daten über einen zwölf Zoll großen Touchscreen in der Mittelkonsole sowie über ein Acht-Zoll-Display in der Armaturentafel überwachen und steuern. Das Kommunikations- und Entertainment-System Ford Sync4 enthält die Connect Navigation samt Routenfinder und Verkehrsdaten in Echtzeit.
Maxus eDeliver 9
Der eDeliver 9 komplettiert das Maxus-Quartett. Er steht in zwei Längen und Radständen (L2H2, L3H2, L3H3) als 3,5-Tonner (N1) sowie als L3H3 mit 4,5 Tonnen (N2) zulässigem Gesamtgewicht parat. Die 150 kW starke E-Maschine wird von einem LiFePO4-Akkupaket (zwei Leistungsvarianten) gespeist.
Der Fahrer kann die Reichweite mittels drei Rekuperationsstufen beeinflussen, sie lässt sich so in der City auf bis zu 405 Kilometer ausdehnen. Das Laden dauert acht bis neun Stunden (100 Prozent, Wechselstrom) oder 36 bis 45 Minuten (80 Prozent, Gleichstrom). Praktisch: Am Schnelllader kann man in zehn Minuten für 100 Kilometer „zwischentanken“.
Iveco eMoovy
Der auf der IAA Transportation 2024 vorgestellte 2,5- bis 3,5-Tonner-Transporter wurde in Kooperation mit Hyundai entwickelt. Er basiert auf der für die europäischen Märkte konzipierten globalen eLCV-Plattform. Dafür adaptierten die Techniker das 800-Volt-Batteriesystem aus dem Hyundai Ioniq, das den Akku innerhalb von zehn Minuten für 100 Kilometer Reichweite laden kann. Im Gegensatz zum Wettbewerb setzt Iveco auf ein Konstrukt mit Fahrerhaus und angeflanschtem Tiefrahmen. Auf diesem lassen sich eine Vielzahl von handwerkertauglichen Aufbauten realisieren, unter anderem Pritsche, Kipper oder Koffer – allerdings kein konventioneller Kastenwagen.
Mercedes-Benz eSprinter
Der elektrifizierte Sprinter-Kastenwagen ist wahlweise mit 3.500 oder 4.100 Kilo zulässigem Gesamtgewicht zu haben. Die Auswahl der Karosserievarianten beschränkt sich auf die Kombination der 5,90 Meter kurzen Version mit normaler Dachhöhe oder der sieben Meter langen Ausführung mit Hochdach. Die Ladekapazität unterscheidet sich dank der Unterflurmontage von Akku- und Antriebseinheit nicht von den Verbrennern: mindestens 9.000 Liter. Es gibt drei unterschiedlich starke Batteriepacks: Die 56-kWh-Version reicht für den Kurzstreckenverkehr, ein 81-kWh-Paket für die Mittelstrecke sowie eine Batteriekombi mit 113 kWh für 440 Kilometer Reichweite (WLTP) im Schnitt.
Iveco e-Daily
Der italienische Hersteller Iveco spendierte dem Daily erst zum Modelljahr 2024 ein Facelift. Während es äußerlich eher dezent ausfiel, präsentierte sich das Cockpit umfassend modernisiert: Unter anderem blickt der Fahrer nun auf volldigitale Instrumente sowie ein zehn Zoll großes Bedien- und Info-Display in der Mitte des Armaturenbretts. Die neueste Generation wurde zudem durch einige moderne Fahrassistenzsysteme aufgewertet, etwa mit Spurhalte- und Müdigkeitswarner, Verkehrsschilderkennung oder Notbremsassistenten. Die E-Baureihe steht weiterhin in allen bekannten Ausführungen – als Fahrgestell, Kastenwagen, Pritsche sowie mit einer breiten Auswahl von Spezial-Aufbauten – zur Wahl.
Renault Master E-Tech Electric/Nissan Interstar-E
Der Nissan Interstar-e und sein großer Bruder Renault Master E-Tech Electric wollen Betriebe mit einer komplett neu konstruierten Kastenwagen-Karosse überzeugen. Zumal das „Aerovan“-Konzept des Franzosen mit einem um 20 Prozent reduzierten Luftwiderstandsindex punkten will.
Die jüngste Generation ist in den Längenversionen L2 (5.685 Millimeter) und L3 (6.315 Millimeter) zu haben, die jeweils mit dem H2-Dach (2.498 Millimeter) kombiniert sind. Sie wird ausschließlich als 3,5-Tonner offeriert. Das aktuelle Motorenangebot beschränkt sich auf die 105-kW-E-Maschine – die avisierte 96-kW-Variante ist noch in der Pipeline.




























