IHM 2018 -

Lösungen Von der Bau-Schreinerei zu ganz neuen Geschäftsfeldern

Die Ackermann GmbH ist heute ein kreativer Zulieferer für Tischler, Schreiner, Laden- und Messebauer. Was im Jahr 1934 mit dem Firmengründer Georg Ackermann als eine Bauschreinerei begann, ist heute ein Unternehmen, welches für ausgeprägte Fachkompetenz und für die Realiserung von ungewöhnlichen Problemlösungen steht.

Themenseite: Kundenbindung

Schon imposant, diese Werkstatt. Oder vielmehr: diese Werkshalle. Auf 13.000 Quadratmetern reiht sich in den weitläufigen Hallen der Georg Ackermann GmbH im bayerischen Wiesenbronn eine Hightech-Maschine an die nächste. Zwei CO2-Laser. Sechs CNC-Bearbeitungszentren. Die große Hotmelt-Presse.
Und in einem speziell abgetrennten Glasverschlag ein Fräs-Roboter, der in sieben Dimensionen arbeiten kann und so aus einem einfachen Holzblock in kürzester Zeit komplexeste Freiformen gestaltet.

Und dann natürlich noch all die anderen Maschinen, die sortieren, hobeln, schleifen, beschichten, verformen und lackieren. An unzähligen Computerbildschirmen arbeiten die Tischler, Schreiner und Planer konzentriert an dreidimensionalen Modellen und programmieren die Hightech-Maschinen. „Wir laden unsere Kunden gerne in die Werkstatt ein, um ihnen zu zeigen, wie viele Möglichkeiten es gibt, ihre Ideen umzusetzen“, sagt Moritz Haverkamp, Vertriebsleiter des Unternehmens mit mehr als 120 Mitarbeitern.

Von der Bauschreinerei zum innovativen Zulieferer

Geschäftsführer Frank Ackermann, der das Familienunternehmen in dritter Generation leitet, hat die Digitalisierung der Fertigungstechnik frühzeitig als Chance erkannt und den als klassische Bauschreinerei gestarteten Betrieb konsequent zu einem technologie-getriebenen Zulieferer für Schreinereien, Innenarchitekten, Laden- und Messebauer umgebaut. „Wir sind zum Einen richtig gut darin, komplizierte Freiformen zu fertigen und so auch außergewöhnliche Design-Ideen umzusetzen “, erklärt Haverkamp das Geschäftsmodell.

Das Unternehmen positioniert sich als Dienstleister, der größere Projekte aus einer Hand fertigen und finalisieren kann: Von der Formvorstellung über die Wahl der Materialien, der Bearbeitungsmethoden und der Fertigung bis hin zur Logistik und zum Aufbau. „Zum anderen positionieren wir uns aber auch als pragmatischer und innovativer Dienstleister für Schreiner-Kollegen, für die wir Ideen entwickeln, die ihnen den Arbeitsalltag erleichtern.“ Ein Bauherr will einen 22,5-Grad-Winkel oder komplexe Ornamente in einem Trockenbau-Abschnitt? Mit den Hightech-Maschinen und moderner Planungs-Software kein Problem. „Wir wollen in beiden Bereichen in den kommenden Jahren weiter wachsen“, sagt Haverkamp.

Weiterbildung der Mitarbeiter als Investition in die Zukunft

Ohne qualifizierte und kreative Mitarbeiter würde das nicht funktionieren: „Eine Software und eine Maschine anzuschaffen, ist das eine. Die dann auch so einzusetzen, dass am Schluss eine kreative, passgenaue Lösung herauskommt, eine ganz andere“, betont Vertriebsleiter Haverkamp. Das Unternehmen investiert daher viel in die Weiterbildung der Mitarbeiter und in eine enge Zusammenarbeit mit den Meisterschulen.

„Wir wollen die kreativsten Köpfe für uns gewinnen.“ Die Investitionen in Weiterbildung und Recruiting rechnen sich, ist Haverkamp überzeugt: Einer seiner Mitarbeiter hat beim Experimentieren mit einem Mineralwerkstoff gerade eine innovative, neuartige Prägetechnik für Oberflächendesigns entdeckt. Die vermarktet das Unternehmen nun in einem Joint-Venture mit einem großen Mineralwerkstoff-Produzenten, berichtet Haverkamp: „So erschließen wir noch einmal ein ganz neues Geschäftsfeld.“

Fakten zur Georg ackermann GmbH

Unternehmen: Georg Ackermann GmbH

Land, Stadt: Unterfranken, Wiesenbronn

Gewerk: Schreinerei

Mitarbeiter: 120

Gegründet: 1934

Konzept: Moderne digitale Fertigungstechnik; Wachstumsstrategie als kreativer Zulieferer und Entwicklungs-Partner für Schreiner, Tischler, Innenarchitekten, Laden- und Messebauer.

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