Die Gerüstbau-Branche steckt als Teil der Bauwirtschaft in einer schwierigen Phase. Steigende Materialpreise, ein schwacher Wohnungsbau und schleppend umgesetzte Reformen bremsen die Erholung. Gleichzeitig treiben die Betriebe Digitalisierung und KI voran, wachsen in ihren Strukturen und halten die Ausbildungszahlen stabil. Der Branchencheck 2026 liefert die wichtigsten Trends und Zahlen.

Die Gerüstbaubranche steckt als Teil der Bauwirtschaft in einer schwierigen Phase. „Zwar schien die Talsohle bereits Ende 2025 erreicht, doch nun erschweren außenwirtschaftliche Faktoren eine nachhaltige Erholung“, sagt Marcus Nachbauer, Bundesinnungsmeister und Präsident des Bundesverbands Gerüstbau. Die stark gestiegenen Materialpreise belasten vor allem die Betriebe. Das größte Sorgenkind bleibt der Wohnungsbau: 2025 wurden lediglich rund 206.600 Wohnungen fertiggestellt – der niedrigste Wert seit mehr als einem Jahrzehnt. Dem steht ein jährlicher Bedarf von rund 400.000 Wohnungen gegenüber. „Wir fordern deshalb von der Politik gezielte Fördermaßnahmen, um den Wohnungsbau endlich wieder in Gang zu bekommen“, betont Nachbauer. Konkret nennt er einen Ausbau der KfW-Förderung sowie eine Kopplung der bis 2029 befristeten Sonder-AfA an den EH-55-Standard, um den Mietwohnungsbau zu beleben.
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Branchencheck, Digitalisierung, Konjunktur und Künstliche Intelligenz (KI, AI)

