Ob Papiertüte, Folie oder Karton: Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) betrifft nicht nur Konzerne, sondern auch kleine Handwerksbetriebe. Welche Rolle Ihr Betrieb in der Lieferkette spielt, was bei Lieferungen ins EU-Ausland zu tun ist – und was ab 2027 beim To-go-Geschäft ansteht. Plus: Checkliste und unsere Beiträge zu LUCID, Mehrweg und Verpackungsgesetz aus dem Archiv.
Unsere Nutzwert-Highlights:
- EU-Verpackungsverordnung: Das ist der aktuelle Stand der Gesetzgebung. Wann Ihr Betrieb Erzeuger, Importeur oder Vertreiber ist, wann die Sonderregel für Kleinstunternehmen greift und was für PFAS in Lebensmittelverpackungen gilt – inklusive Checkliste der Handwerkskammer Unterfranken.
Nachfolgend sehen Sie unsere Beiträge zum Thema Verpackung und Inverkehrbringen von Verpackungen der letzten Jahre, die nach wie vor rechtliche Relevanz besitzen:
- LUCID-Pflicht: Welche Verpackungsarten ins Verpackungsregister müssen, warum die erweiterte Registerpflicht Bäcker und Metzger besonders trifft und was die ausgeweitete Pfandpflicht bedeutet. (Erschienen 2022)
- Mehrweg: Vier Mehrwegsysteme im Vergleich, von kundeneigenen Behältern bis zum Poolsystem, mit Kosten, Rücknahme und Reinigung. Dazu die Hygieneregeln für mitgebrachte Behälter als PDF. Die brauchen Sie, weil Betriebe mit To-go-Angebot ab Februar 2027 mitgebrachte Behälter befüllen müssen. (Erschienen 2021)
- Verpackungsgesetz: Wie eine Metzgerei 10.000 Mehrweg-Frischeboxen an ihre Kunden verteilte und wie LUCID-Registrierung und Systemvertrag ablaufen. (Erschienen 2019)
- EU-Verpackungsverordnung
- LUCID-Pflicht
- Mehrweg
- Verpackungsgesetz

Als die Möbelschreinerei MS Stadler im August von Hausen nach Greußenheim bei Würzburg umzog, ging es vor allem um eines: mehr Platz für die Produktion. Die bisherige Halle mit rund 1.000 Quadratmetern war ausgereizt. Am neuen Standort stehen dem familiengeführten Betrieb nun 1.300 Quadratmeter zur Verfügung. Acht Mitarbeiter fertigen dort Möbelserien, Einzelteile und Platten aus Holz und Kunststoff – für Handwerk, Industrie und Handel. Eine neue Nesting-Anlage soll die Fertigung künftig noch effizienter machen.
Doch während die Produktion ausgebaut wird, wächst der bürokratische Aufwand. Das merken Richard Stadler, der das Unternehmen 1995 gegründet hat, und sein Sohn Anton, Schreinermeister und Betriebswirt. Denn die neue EU-Verpackungsverordnung macht auch vor MS Stadler nicht Halt. Die Schreinerei erhält verpackte Waren und Materialien, bereitet eigene Produkte für den Versand vor – und ist damit selbst von der Verordnung betroffen.
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Europapolitik, Gewerbeabfall: Wohin mit dem Müll? und Nachhaltigkeit
