Handwerksfamilie Clauss im Interview Betriebsübergabe: Wenn der Sohn anders führen will als der Vater

Fachliche Exzellenz versus Strategie? Unterschiedliche Auffassungen können Familien­unternehmen ganz schön fordern. Gerade, wenn die Betriebsübergabe vom Vater zum Sohn ansteht. Eine Münchener Dachdeckerei verrät, warum ein Kulturwandel nötig war und wie leicht die einzelnen Schritte fielen.

Reinhard Clauss (rechts), Handwerksunternehmer aus München, mit Sohn Jonas und dessen Mutter Heike.
Kurz vor der Betriebsübergabe: Reinhard Clauss (re.), Handwerksunternehmer aus München, mit Sohn Jonas und dessen Mutter Heike. - © Elisabeth Hörterer

Reinhard Clauss kann jeden Tag auf seinem Smartphone nachschauen, wie der Countdown runterläuft. Nur noch wenige Wochen, dann führen sein Sohn Jonas und dessen Mutter Heike den Münchener ­Meisterbetrieb, der seit 1880 existiert und heute 40 Mitarbeitende beschäftigt, allein. Doch mit dem Wechsel an der Firmenspitze ändert sich auch, wie die Dachdeckerei wirtschaftlich geführt wird. Das war schon 1994 so, als Reinhard Clauss von seinem Vater die Verant­wortung übernahm. Doch welche Schritte sind heutzutage nötig? Was macht das mit der Betriebskultur? Und was passiert, wenn Bauch­gefühl auf Strategie trifft? Darüber wollen die drei jetzt offen sprechen.

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