So individuell wie die Lebensentwürfe, sind inzwischen auch die Bestattungen. Dadurch wird das Berufsbild der Bestatter deutlich anspruchsvoller, sodass der Verband die Meisterpflicht fordert.

Was macht einen Beruf so attraktiv, dass sich verstärkt junge Frauen für eine Ausbildung entscheiden? Stephan Neuser, Generalsekretär im Bundesverband Deutscher Bestatter, antwortet darauf selbstbewusst: „Unser Beruf ist vielfältig mit einem großen Aufgabenspektrum, fordert Empathie sowie soziale Kompetenz und bietet die Chance, unmittelbar Dank und Feedback vom Kunden zu erhalten.“ Ein Ausbildungsprofil, das bei der Jugend prima ankommt, seit 2021 ist die Zahl der Azubis zur Bestattungsfachkraft um stolze 37 Prozent gestiegen.
Eine Entwicklung, hinter der längst deutlich mehr steckt als das Engagement einiger reichweitenstarker Social-Media-Influencer. „Eine Bestattung“, so Stephan Neuser, „wird heute in der Regel genauso aufwendig geplant wie eine Hochzeit, oft legen das die Verstorbenen selber fest.“ Vom Lieblings-Catering bis hin zu Trauerfeiern in Sporthallen sei alles möglich, da immer häufiger auf den kirchlichen Rahmen verzichtet wird.
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Ausbildung, Branchencheck, Konjunktur, Meisterpflicht und Zukunftsperspektiven im Handwerk
