CSRD-Pflichten treffen auch kleine Betriebe Nachhaltigkeitsbericht: Wie Handwerksbetriebe Banken und Auftraggeber überzeugen

Öffentliche Auftraggeber, Geschäftspartner und Banken erwarten auch von kleinen Handwerksbetrieben, dass sie sich rechtskonform aufstellen in Sachen Nachhaltigkeit. Welche rechtlichen Vorgaben Betriebe im Auge behalten und warum sich ein Nachhaltigkeitsbericht lohnt, erklärt Jan Schmeisky von der Kanzlei Menold Bezler. Luise Maudanz von der ZWH zeigt, wie er in drei bis vier Stunden gelingt.

Unsere Nutzwert-Highlights:

  • Recht und Geld: Wirtschaftsprüfer Jan Schmeisky erklärt, warum bei großen Ausschreibungen gilt „no data, no business" und wer bei der Bank künftig Risikozuschläge zahlt.

  • Tool für die Praxis: In drei bis vier Stunden zum Nachhaltigkeitsbericht: So funktioniert der kostenlose Zukunfts-Kompass Handwerk – mit 70 statt über 1.000 Datenpunkten.

  • Begriffserklärungen: VS-Standard, Scope 1–3, Trickle-Down-Effekt, Value Chain Cap – die wichtigsten Fachbegriffe erklärt.
  • Recht und Geld
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  • Begriffserklärungen
Auch für kleine Betriebe lohnt es sich, nachhaltig zu agieren und einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Denn Banken und große Auftraggeber fordern die Daten strukturiert ein.
Auch für kleine Betriebe lohnt es sich, nachhaltig zu agieren und einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Denn Banken und große Auftraggeber fordern die Daten strukturiert ein. - © จุฑารัตน์ เจริญวงษ์ - stock.adobe.com

handwerk magazin: Warum sollten sich auch kleine und mittlere Handwerksbetriebe mit der CSRD-Berichtspflicht auseinandersetzen, ihre Daten strukturiert vorhalten und womöglich einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen?

Jan Schmeisky: In der Tat beobachten wir bei mittelständischen Betrieben, dass sie in dem Trugschluss verharren, dass sie die EU-Nachhaltigkeitspflichten gar nicht betreffen. Doch das ist eine gefährliche Illusion. Die Pflichten rollen eher indirekt auf die Betriebe zu über den sogenannten Trickle-Down-Effekt. Der benennt das Problem, dass große Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern die Verpflichtungen an ihre Zulieferer und Partner weiterreichen. Man tut als Chef also gut daran, sich zu informieren, welche Daten bei Ausschreibungen abgefragt werden, um jederzeit aussagefähig zu sein. Andernfalls kostet es womöglich – durch den Auftrag, den man nicht für sich gewinnen kann oder durch die schlechtere Verhandlungsbasis im Gespräch mit der Bank.

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