Private Risikovorsorge: Was tun, wenn der Beruf krank macht?

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Schwere Lasten, stressige Termine: Viele Handwerker leiden gesundheitlich unter ihrem Job. Eine Auswertung der Hochschule Aalen zeigt drei Handwerksberufe auf, die besonders betroffen sind.

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Bauarbeiter, Dachdecker und Fahrzeuglackierer haben besonders ungesunde Jobs. Das zeigt eine Auswertung, die die Hochschule Aalen für das Männermagazin Men’s Health erstellt hat. Die Wissenschaftler haben Daten von Berufsgenossenschaften und Versicherungen untersucht und nach fünf Risikokriterien abgeklopft.

Bauarbeiter stark gefährdet

Von den 60 Berufen, die untersucht wurden, tragen Bauarbeiter die größten Gesundheitsrisiken. Nirgendwo ist die Herzinfarktquote höher, Lärm oder Kälte sind die Bauarbeiter ebenso schutzlos ausgeliefert wie den ständigen Kommandos von oben. Zudem leidet jeder zweite Beschäftigte unter Rückenproblemen. 30 Millionen Euro zahlen die Berufsgenossenschaften jährlich wegen Lendenwirbel-Problemen von Bauarbeitern. Ähnliche Risiken haben…

…Betonbauer, Installateure sowie Forst- und Straßenarbeiter.

Auch der Dachdeckerberuf schneidet in der Analyse schlecht ab: Dachdecker leiden ebenfalls unter Stress, Herzproblemen und besonders häufig an den schweren Lasten, die sie tragen müssen: mit 81 Prozent klagen die Dachdecker hier am meisten unter den Bauhandwerkern. Dachdecker sollten daher unbedingt präventiv trainieren, so das Ergebnis der Analyse, um Schäden durch Belastungen vorzubeugen. Gärtner und Gerüstbauer haben ähnliche Probleme.

Lackierer haben fast überall erhöhtes Risiko

Die Fahrzeuglackierer tragen wie Lackierer und Maler insgesamt „für fast alle Arten von Krankheiten ein erhöhtes Risiko“, wie Kerstin Rieder, Professorin für Gesundheitsmanagement an der Hochschule Aalen, erklärt. Problematisch sind hier wie zu erwarten vor allem die Lösungsmittel in den Lacken, mit denen sie jeden Tag hantieren. Ebenso ist die gebeugte Arbeitshaltung kombiniert mit mangelnder Bewegung ein großes Risiko für den Rücken.