Prof. Dr. Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sagt nein zur Schuldenbremse. Prof. Dr. Niklas Potrafke vom ifo Institut sagt ja. Und Christian Lindner von der FDP hat gleich sein politisches Überleben als Finanzminister mit dem "Ja" zur Schuldenbremse verbunden. Drei Experten – drei Meinungen, viele Argumente, übersichtlich zusammengestellt.

Die Schuldenbremse ist in Artikel 109 des Grundgesetzes verankert. Sie begrenzt die strukturelle, also nicht konjunkturbedingte, jährliche Nettokreditaufnahme des Bundes auf maximal 0,35 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Für die Länder ist die Nettokreditaufnahme ganz verboten. Und das hat gleich mehrere gute Gründe: Politiker sollen keine großzügigen (Wahl-)geschenke machen können, ohne genau prüfen zu müssen, ob die Ausgaben angemessen sind. Ziel ist es, einen ausgeglichenen Staatshaushalt – ohne neue Kreditaufnahmen – zu haben.
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Bundestagswahl 2025, Konjunktur, Meinung und Wachstum
