Autotest Opel Grandland: „Der E-Motor macht Spaß!“

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Der Opel Grandland kommt mit mutigem Design daher. Ob der Plug-in-Hybrid für Handwerker taugt, haben ­Manuel Heimbach und Sebastian Lichtenberg getestet.

Manuel Heimbach und Sebastian Lichtenberg (re.) von der Schreinerei „heimlich“
Neuland: Manuel Heimbach und Sebastian Lichtenberg (re.) von der Schreinerei „heimlich“ nehmen erstmals in einem PHEV Platz. – © Markus J. Feger

Die Schreinerei „heimlich“: Das sind die Tischlermeister Manuel Heimbach und Sebastian Lichtenberg aus Köln-Nippes. Ihr Kundenstamm konzentriert sich in erster Linie auf die direkte Nachbarschaft. Daher sind die sportlichen Jungunternehmer viel mit dem Lastenfahrrad unterwegs. Für größere Aufträge steht ein Ford Transit bereit. Über die Anschaffung eines modernen Plug-in-Hybrids wie den Opel Grandland dachten die beiden erst kürzlich nach.

Kennengelernt haben sich die Firmenchefs 2016 im Zuge ihrer Ausbildung. „Wenn ich mich irgendwann einmal selbstständig mache, dann mit Sebastian“, wusste Manuel schon damals. Gesagt, getan: Ende 2019 wurde „heimlich“ angemeldet, im Frühjahr 2020 ging es los. Die Schreinerei spezialisiert sich auf Möbel. Für den ­Fototermin geht es direkt nebenan zur ­Agneskirche. Hier in einer Seitenstraße waren sie heute schon beim Aufmaß.

Wie ist Ihr erster Eindruck?

Von außen wirkt der Grandland richtig gut. Doch drinnen fühlt sich alles irgendwie billig an, auf jeden Fall nicht nach der angepriesenen Oberklasse. Das Fahrzeugdisplay ist zwar groß und übersichtlich. Dafür ist die Auflösung der Rückfahr­kamera richtig mies. Immerhin sind die induktiven Ladestellen für Smartphones vorne und in der Mittelkonsole praktisch.

Wie steht es um die Fahrleistung?

Wir fahren heute beide zum ersten Mal mit einem Plug-in-Hybrid. Der Elektromotor zieht wirklich ordentlich an. Das macht Spaß. Laden könnten wir ihn theoretisch bei uns in der Werkstatt. Und die rein elektrische Reichweite von mehr als 50 Kilometern würde für unseren Alltag ausreichen.

Kommt der Grandland für Sie infrage?

Nein. Für den Transport von Möbeln oder Türen ist er zu klein, nur für das Aufmaß wiederum zu groß – und zu teuer. Da bleiben wir lieber bei unserer bewährten Kombination aus Ford Transit und Lastenfahrrad. Der Grandland ist nur was für Handwerker, die privat auf Opel stehen und einen Hybrid wollen.

Das Unternehmen

Der Testwagen

Opel Grandland, Plug-in-Hybrid
Opel Grandland Hybrid Ultimate 1.6T – © Markus J. Feger
  • Modell: Opel Grandland Hybrid Ultimate 1.6T
  • Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h
  • Leistung: 165 kW/224 PS
  • Elektrische Reichweite: 54 km
  • Verbrauch: 1,4 l/100 km
  • CO2-Emissionen: 32–29 g/km
  • Grundpreis: ab 47.595 Euro (inkl. MwSt.)