Styleguide Mario Hug: „Das ist ein richtiger Game-Changer gewesen"

Mit 31 Jahren hat sich Mario Hug als Meister für Abbruch und Betontrenntechnik selbstständig gemacht – und schon nach vier Wochen lief es: „Bis heute Arbeit ohne Ende." Sein Erfolgsrezept? Professionelles Auftreten, durchgängiges Corporate Design in Hilti-Rot und technische Gadgets, die ihm helfen, Büro und Baustelle parallel zu managen. Vom 600-Euro-Helm mit Bluetooth bis zur perfekt sitzenden Arbeitshose – bei Mario stimmt jedes Detail.

Mario Hug (31), Meister für Abbruch und Betontrenntechnik aus Südbaden, hat sich im Oktober 2024 selbstständig gemacht. Sein Markenzeichen: durchgängiges Corporate Design in RAL 3020 – dem Rot von Hilti.
Mario Hug (31), Meister für Abbruch und Betontrenntechnik aus Südbaden, hat sich im Oktober 2024 selbstständig gemacht. Sein Markenzeichen: durchgängiges Corporate Design in RAL 3020 – dem Rot von Hilti. - © Lynn Sigel

Mario Hug (31) lernte zunächst Kfz-Mechatroniker. Nach dem Abschluss 2015 folgte die zweite Ausbildung zum Bauwerksmechaniker – verkürzt auf zwei Jahre, weil er bereits eine Ausbildung hatte. „Mein Vater hat mir da schon reingeredet, ich soll in die Richtung", erklärt Hug. 2017 schloss er als Deutschlands Jahrgangsbester ab. Nach einem Jahr als Geselle bei seinem Vater absolvierte er 2019 die Meisterschule in Dortmund – ein Jahr Vollzeit. Es folgten Stationen als Projektleiter und Betriebsleiter in verschiedenen Betrieben.

Im Oktober 2024 machte er sich mit der Bohrzentrale selbstständig. „Mit 30 war das so bisschen der Zeitpunkt – jetzt oder nie", sagt er. Nach vier Wochen vorsichtigem Antasten lief es: „Bis heute Arbeit ohne Ende." Bereits im Januar unterschrieb er einen Vertrag für ein Großprojekt, an dem er mit Sicherheit eineinhalb Jahre arbeiten wird. „Ich konnte glücklicherweise ab Tag eins jede Minute nutzen, das Unternehmen zum Laufen zu bringen", sagt Hug. Sein Credo: „Teilzeit oder Nebenerwerb geht in der Selbstständigkeit nicht. Man muss volles Risiko fahren und alles geben."

Schutzhelm mit Bluetooth

Der Helm von Protos mit integrierten Bluetooth-Kopfhörern kostet schlappe 600 Euro – 500 Euro allein für die Kopfhörer, 100 Euro für den Helm. „Am Anfang habe ich das auch nicht ganz so täglich genutzt. Ich dachte immer, du rennst auf der Baustelle rum mit so einem Teil, die Leute werden denken, was macht der, macht der einen auf wichtig", erzählt Hug.

Doch das System ist ein echter Gamechanger: Es filtert Geräusche und ermöglicht Telefonate während der Arbeit – selbst bei hohen Dezibelzahlen. „Ich kann trotz der Lautstärke weiterarbeiten und parallel telefonieren. Ich verliere keinen Auftrag mehr, weil ich Büro und gewerbliche Tätigkeit parallel ausführen kann." Mittlerweile hat er deutlich weniger verpasste Anrufe auf dem Handy. „Das ist echt ein Gamechanger gewesen, muss ich sagen. Wichtig."

Der Protos-Helm mit integrierten Bluetooth-Kopfhörern kostet 600 Euro – filtert Geräusche und ermöglicht Telefonate während der Arbeit. „Ein richtiger Gamechanger", sagt Mario Hug.
Der Protos-Helm mit integrierten Bluetooth-Kopfhörern kostet 600 Euro – filtert Geräusche und ermöglicht Telefonate während der Arbeit. „Ein richtiger Gamechanger", sagt Mario Hug. - © Lynn Sigel
Alle Oberteile von FHB in RAL 3020 – dem Rot von Hilti. Mario Hug lässt die Kleidung mit seinem Logo besticken und wird auf Instagram regelmäßig nach der Herkunft gefragt.
Alle Oberteile von FHB in RAL 3020 – dem Rot von Hilti. Mario Hug lässt die Kleidung mit seinem Logo besticken und wird auf Instagram regelmäßig nach der Herkunft gefragt. - © Lynn Sigel

Oberbekleidung in Hilti-Rot

Alles von FHB, alles in RAL 3020 – dem Rot von Hilti. „Ich bin großer Hilti-Freund, die sind in unserer Branche echt stark", erklärt Hug. Nicht nur, weil der Name bekannt ist, sondern weil die Produkte wirklich gut sind. Der Clou: Die Farbe ermöglicht durchgängiges Corporate Design vom Pullover bis zum Bagger. „Ich habe viele rote Maschinen, viele Hilti-Maschinen. Und Hilti hat auch die gleiche RAL-Farbe."

Die Idee kam aus der Erfahrung bei seinem Vater: „Da war das ja alles kein Thema Marketing. Die ganzen Autos und Pullover hatten zwar blau, aber nicht das gleiche Blau." Hug suchte nach einer Farbe mit RAL-Nummer, die er immer angeben kann. Die Kleidung lässt er mit seinem Logo besticken. Auf Instagram wird er regelmäßig gefragt, woher er diese hat. Ob T-Shirt, Pulli oder Jacke – die Optik ist identisch. „Die Kleider sind top. Bequem, alles gut. FHB macht wirklich was her." Die Regenjacke trägt er nur, wenn er muss – ansonsten ist er mit dem normalen Pulli oder T-Shirt unterwegs.

Arbeitshose mit Meterfach

Die lange FHB-Hose trägt er täglich – auch bei 35 Grad. „Schmutzgründe, Verletzungsgründe – so schnell ist ein Kratzer am Bein, dann schwitze ich lieber." Gesetzlich ist das ohnehin verpflichtend: „Von der BG her ist das mit kurzen Hosen nicht zugelassen." Die Hose ist elastisch mit schlankem Schnitt. „Das ist eigentlich schon ein wichtiger Punkt, dass das keine so starren elementischen Jeanshosen sind wie manche rumlaufen, sondern dass die wirklich elastisch ist."

Viele ehemalige Arbeitskollegen hatten Probleme, dass die Hose im Schritt riss – bei FHB passiert das nicht. „Ich finde auch, die ist wirklich passgenau, nicht so eine weite Hose – optisch macht die wirklich was her." Im Meterfach immer dabei: Meterstab, Bleistift, Cuttermesser. Das Wichtigste aber: „Der 19er-Gabelringschlüssel darf niemals fehlen – ohne den gehe ich nicht aus dem Haus." In der Branche sind alle Maschinen – von Wandsäge bis Kernbohrgerät – mit 19er Schlüsselweiten bestückt.

Die lange FHB-Hose trägt Mario Hug auch bei 35 Grad. Im Meterfach immer dabei: Meterstab, Bleistift, Cuttermesser – und der 19er-Gabelringschlüssel, ohne den er nicht aus dem Haus geht.
Die lange FHB-Hose trägt Mario Hug auch bei 35 Grad. Im Meterfach immer dabei: Meterstab, Bleistift, Cuttermesser – und der 19er-Gabelringschlüssel, ohne den er nicht aus dem Haus geht. - © Lynn Sigel
Die Strauss-Handschuhe sind Mario Hugs täglicher Begleiter. „Es gibt keine Tätigkeit, die ich ohne Handschuhe ausführe", sagt der Betontrenn-Meister.
Die Strauss-Handschuhe sind Mario Hugs täglicher Begleiter. „Es gibt keine Tätigkeit, die ich ohne Handschuhe ausführe", sagt der Betontrennmeister. - © Lynn Sigel

Handschuhe von Engelbert Strauss

„Es gibt keine Tätigkeit, die ich ohne Handschuhe ausführe", sagt Hug bestimmt. Am Anfang war das vielleicht ungewohnt, aber der Blick auf die Hände älterer Kollegen ohne Handschuhe überzeugte ihn endgültig. „Viele langjährige Arbeitskollegen sagen, das ist doch nervig und jedes Mal Handschuhe. Aber guckst du mal denen ihre Finger an nach zehn Jahren auf der Baustelle, dann zieh ich die gerne an." Die Strauss-Modelle sind sein täglicher Begleiter. „Für mich ist das einfach eine saubere Sache. Ich zieh die am Abend aus und die Hände sind sauber, obwohl ich immer mit Dreck arbeite."

Smartphone als digitale Kommandozentrale

Das Samsung ist Hugs digitale Kommandozentrale. Bei ihm läuft fast nichts mehr mit Papierkram. Das Smartphone ist längst kein Gadget mehr, sondern unverzichtbares Arbeitsmittel – für E-Mails, Auftragsvorbereitung und vieles mehr. Welches Modell es ist, spielt keine große Rolle – Hauptsache, die Apps funktionieren.

Das Samsung hat Mario Hug jeden Tag öfters in der Hand. Bei ihm läuft fast alles digital – das Smartphone ist unverzichtbares Arbeitsmittel.
Bei Mario Hug läuft fast alles digital – das Smartphone ist unverzichtbares Arbeitsmittel. - © Lynn Sigel
Mario Hug besitzt vier bis fünf Paar Arbeitsschuhe zum Wechseln. Seine aktuellen Engelbert-Strauss-Modelle haben einen praktischen Drehverschluss statt Schnürbändern.
Mario Hug besitzt vier bis fünf Paar Arbeitsschuhe zum Wechseln. Seine aktuellen Engelbert-Strauss-Modelle haben einen praktischen Drehverschluss statt Schnürbändern. - © Lynn Sigel

Arbeitsschuhe mit Drehverschluss

Vier bis fünf Paar Arbeitsschuhe besitzt Mario Hug zum Wechseln. „Zum einen schwitze ich auch natürlich in den Schuhen. Und oftmals geht dann doch Wasser rein durch unsere Wassertätigkeiten. Wenn die dann auch innen nass sind oder wenn irgendwo Schlamm auf dem Boden ist, dann sind sie untragbar und werden auchbis zum nächsten Tag nicht trocken." Dann kann er einfach das nächste Paar benutzen. Dazu kommen Winter- und Sommerschuhe. „Winterschuhe ganz wichtig, weil wenn die Füße warm sind, dann ist auch der Oberkörper warm." Seine aktuellen Modelle von Engelbert Strauss haben einen Drehverschluss statt Schnürbändern. „Das ist echt ein cooles Feature." Die Farbe? „Nach drei Tagen sind sie eh grau vom Staub. Egal ob die davor rot, gelb, grün oder schwarz waren."

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