Erfolgsbeispiel Digitales Aufmaß für Auftragsbearbeitung eingeführt

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Malermeister Hans-Christian Hölzel hat für seinen Betrieb das digitale Aufmaß für die Auftragsbearbeitung eingeführt und dafür vorher verschiedene Anbieter von Hard- und Software ausführlich getestet.

Malermeister Hans-Christian Hölzel informiert sich beim Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Oberfranken über digitale Aufmaßsysteme. – © Stephan Minx

Die Ausgangssituation

Das Raumaufmaß bei Aufträgen des Malerbetriebs Hölzel wurde mit Zollstock und Papier manuell erstellt. Dafür müssen Wand- und Gebäudeflächen vermessen werden, um zu wissen, wieviel Farbe benötigt wird und wie der Auftrag zu kalkulieren ist. Das ist zeitintensiv und ungenau, außerdem können die erfassten Daten nicht direkt weiterverarbeitet werden. Hinzu kommen Dokumentationspflichten, zum Beispiel für das Mindestlohngesetz, die nicht nur die reine Arbeitszeiterfassung betreffen.

Das Ziel

Das Aufmaß sollte digital erstellt werden, möglichst als Fotoaufmaß.Fotoaufmaß bedeutet, dass mit einer Kamera und der entsprechenden Software die Fläche fotografiert wird, die zu streichen ist. Die Software ermittelt dann die Fläche und entsprechend den Materialbedarf. Optimal wäre, dass aus den Daten automatisch ein Angebot für den Kunden zu erstellen ist und die Daten in die Buchhaltung überneommen werden können.

Zusammengefasst:
  • Vermessen von Hand durch Fotoaufmaß digitalisieren
  • Arbeitszeit sparen
  • Kunden sofort ein aussagekräftiges Angebot liefern
  • Wettbewerbsvorteil durch besseren Kundenservice erzielen
  • Rechnungsstellung und Dokumentation vereinfachen


Der Betrieb

NameMalerwerkstatt Hölzel
Geschäftsführer Hans-Christian Hözel (Malermeister), Prüfung abgelegt vor der Handwerkskammer Oberfranken
AdresseKulmbacher Str. 234
95233 Helmbrechts
E-Mailinfo@malerwerkstatt-hoelzel.de
Telefon+ 49 9252 5086
Website www.malerwerkstatt-hoelzel.de

Die Umsetzung

Geschäftsmodell/Konzept:

Zunächst informierte sich Hölzel bei verschiedenen Anbieter von Hard- und Software. Er nahm auch an Informationsveranstaltungen des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk in der Handwerkskammer Oberfranken teil und ließ sich zusätzlich individuell beraten. Die ürsprüngliche Idee, Distanzlasergeräte per Bluetooth mit einem Tablet oder Notebook zu verbinden, wurde daraufhin ergänzt durch die Möglichkeit eines direkten Fotoaufmaßes.

Projektdauer:

Von 2014 bis 2015

Technische Umsetzung:

Zunächst wurde die Firmensoftware WinWorker angeschafft mit einer Aufmaß-App als Testversion. Dazu kamen Tablett-PCs für die mobile Anwendung. Beim Fotoaufmaß wird ein Foto, zum Beispiel von einer Außenfassade, mit dem Tablett gemacht. Mithilfe zweier Referenzmaße rechnet das Programm die zu streichende Fläche aus. Durch den Datenaustausch kann sofort im Büro mit den Daten gearbeitet werden.

Markteintrittskonzept/Marketing:

Keine

Investitionen:

Tabletts2.000 Euro
Software Aufmaß mobil2.000 Euro
Software Büro4.000 Euro
Schulung500 Euro
Gesamt 8.500 Euro

Das Ergebnis

Ein Fotoaufmaß dauert zwei Minuten, ein konventionelles 20 Minuten. Materialbedarf kann sofort ermittelt werden. Daten für Auftrage werden ergänzt. Arbeitszeit kann festgelegt werden. Die Software entwickelt sich ständig weiter, die Akzeptanz bei Mitarbeitern ist hoch – auch weil das System eine mobile und auftragsbezogene Zeiterfassung ermöglicht, was weniger Aufwand für die Mitarbeiter bedeutet. Fazit Hölzel: „Es hat sich gelohnt.“

Fakten zum Betrieb

BrancheMaler und Lackierer
Gründungsjahr
Anzahl Mitarbeiter4
Anzahl Auszubildende
GeschäftsfelderMalerarbeiten, Lackiererarbeiten, Bodenbeläge, Altbausanierung, Innenausbau, Wasserschaden- und Brandschadensanierung
Umsatz320.000 Euro (2016)
BundeslandBayern
KammerHandwerkskammer Oberfranken (Bayreuth)
Preise / Auszeichnungen
Fahrzeuge3

Fakten zum Projekt

Projektbeginn 2014
Projektende 2015
Projektkosten 8.500 Euro