Diskussion "halb voll, halb leer" Verpackungssteuer: Ist die Steuer wirklich sinnvoll im Kampf gegen den Müll?

Die Wegwerfgesellschaft belastet Umwelt und Ressourcen – und sorgt für enorm viel Müll. Das bestreitet niemand. Dennoch sind sich die Experten uneinig, ob eine Verpackungssteuer das Problem deutlich verkleinert. Dr. Johannes Klinge vom Öko-Institut argumentiert für eine solche Steuer, Dr. Florian Herrmann, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, dagegen.

Die Verpackungssteuer wird unter Experten kontrovers diskutiert.
Die Verpackungssteuer wird unter Experten kontrovers diskutiert. - © Carl Keyes, Tahrin Akther - stock.adobe.com

Dr. Johannes Klinge: "Wir müssen umdenken, denn unsere Ressourcen sind begrenzt"

Für Dr. Johannes Klinge, Mitglied im Vorstand des Öko-Instituts, ist das Glas in Sachen Sinnhaftigkeit der Verpackungssteuer eher halb voll. Hier ist seine Argumentation:

Wir müssen umdenken, denn unsere Ressourcen sind begrenzt. In Deutschland wurden 2023 rund 17,9 Millionen Tonnen Verpackungen verbraucht und damit mehr als 214 Kilogramm pro Kopf. Aber es fehlt das Geld für eine Steigerung des Recyclings. Die Politik muss die Weichen stellen, um Verbraucher, Verbraucherinnen und Unternehmen zu unterstützen, sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Eine Idee wäre, Verpackungen zu besteuern. Und zwar alle, nicht nur To-go-Verpackungen.

Angebot auswählen
und weiterlesen

  • Alle Artikel auf handwerk-magazin.de lesen
  • 4 Wochen für nur 1,00 € testen, danach 9,99 € / 4 Wochen
  • Jederzeit kündbar

  • Alle Artikel auf handwerk-magazin.de lesen
  • Vorteilsangebot von nur 89,99 €/Jahr
  • Jahresabo buchen und ordentlich Geld sparen

Zugehörige Themenseiten:
Gewerbeabfall: Wohin mit dem Müll?, Kommunale Abgaben, Meinung und Nachhaltigkeit