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Tipps zur Logogestaltung Das Logo für das Handwerk

Meistens bedienen selbstständige Handwerker einen übersichtlichen, regionalen Markt. Neben der Wahl eines passenden Namens ist es wichtig ein aussagekräftiges und optisch ansprechendes Logo, für Ihren Handwerksbetrieb, zu kreieren. Wie Sie ihr Logo ansprechend gestalten können, lesen Sie hier.

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Logoentwurf

Das Logo ist meistens das Erste, was Kunden von einem Unternehmen sehen. Es zeigt wofür ein Unternehmen steht und liefert zusätzlich eine visuelle Gedankenstütze. Doch worauf kommt es bei einem guten Logo an und was müssen Firmen bei der Gestaltung beachten? Die nachfolgenden Tipps  von Britta Zurborn, Marketing Managerin bei Cewe-Print.de , helfen bei der Logogestaltung.

Grundlagen klären

Grundsätzlich gibt es mehrere Arten von Logos: Schriftzüge, Bilder oder Wort-Bild-Kombinationen. Bevor die Gestaltung beginnt sollten Unternehmen entscheiden welche Art Logo gewollt ist und was dieses ausdrücken soll.

Zielgruppe und Kernbotschaft definieren

Vor dem Designprozess sollte eine konkrete Zielgruppe definiert und die Kernbotschaft festgelegt werden. Soll die Logoaussage eher ernsthaft oder fröhlich sein, soll sie eher junge oder ältere Betrachter ansprechen? Diese Entscheidungen haben einen großen Einfluss auf die Gestaltung.

Zeitlos schick

Trends tauchen schnell auf und verschwinden meistens genauso rasch wieder. Deswegen lohnt es sich bei der Logo-Gestaltung auf zeitlose Designs zu setzen. Dann ist das Logo auch in 20 Jahren noch modern und muss nicht regelmäßig an den neuesten Trend angepasst werden.

Schwarz und Weiß

Wichtig bei der Gestaltung eines Logos ist auch die Farbwahl. Eines gilt es hierbei zu beachten: Auch wenn das Logo in knallbunten Farben angelegt ist, muss es in schwarz-weiß ebenso wirken.

Auf Internationalität achten

Je nachdem wo Unternehmen tätig sind, gilt es nationale Besonderheiten zu beachten. Etwa bei der Farbwahl: Während in westlichen Kulturkreisen Schwarz als Trauerfarbe gilt, wird dies in Indien durch die Farbe Weiß symbolisiert. Auch bei der Verwendung von Tieren in Logos müssen Firmen aufpassen: Diesen werden, je nach Kulturkreis, verschiedene Eigenschaften zugeschrieben. Affen gelten beispielsweise in manchen Kulturen als schlau, in anderen als eitel und hinterlistig.

Schriftarten transportieren Stimmungen

Bei Logos, die Textteile oder einzelne Wörter beinhalten, ist die Schriftart wichtig. Sie kann eine bestimmte Stimmung oder Assoziation hervorrufen. Dünne Schriftarten wirken meistens edel, dicke fallen eher auf. Wichtig ist: Die Schriftart muss auf einer Visitenkarte ebenso passend sein und wirken, wie auf einem Plakat. Mehr als zwei Schriftarten sollten Unternehmen in ihrem Logo nicht verwenden, da sonst der Betrachter verwirrt werden könnten.

Für alles gerüstet sein

Logos sind auf jeder Marketingmaßnahme: Visitenkarte, Messewand, Online-Anzeige bis hin zum Werbeschild auf der Autotür, deswegen sollten verschiedene Varianten und Dateiformate vorhanden sein. Wenn Logos in Vektorprogrammen angelegt werden, können sie bei Bedarf schnell und ohne störende Verzerrungen auf die passende Größe angepasst werden.

Einfachheit siegt

Wie schon der Typograph Kurt Weidemann sagte: „Ein Logo ist dann gut, wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann“. Logos sollten immer nur eine Idee oder Aussage beinhalten. Mehr überfordert Betrachter und führt dazu, dass ein Logo an Wiedererkennungswert verliert. Auch überflüssige Informationen wie Firmierungen (GMBH, Gbr, AG) schrecken Betrachter ab. Firmen müssen sie nur dann integrieren, wenn es der Gesetzgeber vorschreibt. Prinzipiell sollten Unternehmen überlegen, ob ein Bestandteil für die Aussage wichtig ist, oder weggelassen werden kann. Im Zweifel gilt: Einfachheit siegt.

Vor dem Gebrauch testen

Egal wie überzeugt Unternehmen von ihrem neuen Logo sind, vor der Einführung sollten sie es immer testen, am besten an Kunden. Eventuell sehen diese einen Aspekt im Logo, der dem Unternehmen nicht aufgefallen ist oder stolpern über ein Detail, das Unternehmensvertretern ganz klar erschien.

Logos richtig schützen

Nach getaner Arbeit gilt es das fertige Werk rechtlich schützen zu lassen. Fast niemand möchte, dass Fälscher das neue Logo kopieren. Unternehmen können ihre Marke dabei als Wort- oder Bildmarke beziehungsweise als Kombination schützen lassen. Zwei Möglichkeiten stehen dafür zur Verfügung: Der Eintrag beim Deutschen Patent- und Markenamt oder der Markenschutz ohne Eintrag. Welche Variante sich anbietet und wie genau ein rechtlicher Schutz für Logos aussieht, steht  auf der Webseite des Deutschen Patent- und Markenamts.

So glückt das Handwerker-Logo in jeder Branche

Es ist also wichtig, sich für das Design Ihres Markenzeichens Zeit zu nehmen und im besten Fall professionelle Hilfe zu holen. Diese ist zum Beispiel auf Grafikdesignplattformen möglich. Für jede Handwerksbranche gibt es wiederkehrende Motive die ausdrücken, wofür Sie und Ihr Betrieb stehen. Nachfolgend sind einige Branchen mit Logo-Beispielen und den jeweiligen Tipps und Tricks von Kathrin Kellner, Content-Marketing-Managerin bei designenlassen.de,  aufgelistet.

Logos für Maler

Maler sind gefährdet bei ihren Logos auf zu viele, bunte Farben zu setzen. Farbe ist das zentrale Thema. Anstatt alle möglichen Töne zu verwenden, ist ein stimmiges Farbkonzept besser. Durch viele Farben wirkt das Logo oft überladen und unprofessionell. Beliebte Motive sind in dieser Branche Farbeimer, Pinsel oder Farbroller.

Logos für Tischler, Schreiner und Zimmerer

Motive können bei holzverarbeitenden Handwerksberufen wie Tischlern, Schreinern oder Zimmerleuten auch zum Einsatz kommen. Dadurch wird das Gewerbe sofort bildlich dargestellt. Hobel oder Sägen bieten sich in verschiedenen Varianten an. Außerdem könnten Materialien mit denen in einer Werkstatt gearbeitet wird verwendet werden. Diese sind beispielsweise Holz, Bretter, Bäume oder Designs die der Holzstruktur gleichen. Sinnvoll ist es diese zu kombinieren. Beliebte Farben sind in dieser Branche Grün- und Brauntöne.

Logos für Fliesenleger

Das Logo der Fliesenleger könnte sich durch die Form ihres Produkts definieren. Quadratische Fliesen, die Sie bei Ihren Kunden verlegen, könnten sich anhand viereckiger Formen wiederspiegeln. Entweder durch einflechten von Quadrate in Ihren Firmennamen oder über ein eigenständiges Logo aus Vierecken.

Logos für Dachdecker

Bei Dachdeckern ist der Einsatzort charakteristisch für ihre Arbeit: das Hausdach. Das Hausdach ist wandelbar und doch schnell verständlich. Folgende Einsatzmöglichkeiten wären denkbar: Als ganzes Haus, abstrakt auf die Winkelform eines Dachgiebels reduziert oder detaillierter mit Schindelmuster. Zusätzlich könnten traditionelle Embleme der Dachdecker-Branche, beispielsweise zwei gekreuzte Schieferhämmer und ein Zirkel, in dem Logo verwenden werden.

Logos für Elektriker

Elektrizität wird häufig mit der Farbe Gelb dargestellt, wodurch es naheliegt, diese Farbe auch in Ihrem Logo aufzugreifen. Der Blitz wird mit Strom und Elektrizität assoziiert. Aber auch Stecker, Steckdosen oder Schaltkreise können in das Logo eingebaut werden. Die Möglichkeiten und Kombinationen sind hier sehr weitläufig.

Gleiches gilt auch für sämtliche, hier nicht im Detail vorgestellten Handwerksberufe. Wichtig ist: Durch das Logo muss ersichtlich sein, welches Gewerk der Betrieb ausführt.

Beispiele Handwerkerlogos
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Kommentare
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KarlMun

Designer werkzeuge

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