Für die einen wäre das Ende des Ehegattensplittings die wohl größte Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik – so etwa für den FDP-Chef Wolfgang Kubicki. Für die anderen, wie Frauke Heiligenstadt, Finanzpolitische Sprecherin der SPD, steht das Ehegattensplitting für ein längst überholtes Rollenbild, das Frauen in geringfügigen oder Teilzeitbeschäftigung halte. Doch wer hat recht?

Das Ehegattensplitting ist ein Steuerverfahren, das Verheiratete und eingetragene Lebenspartnerschaften nutzen können. Es funktioniert so: Das Einkommen der Partner wird erst addiert, dann halbiert und auf das Ergebnis wird die Einkommensteuer berechnet. Die errechnete Einkommensteuer wird verdoppelt – das Ergebnis ist die Einkommensteuer, die ein Ehepaar zahlen muss. Für alle Paare, die deutlich unterschiedliche Einkommen haben, ist das vorteilhaft, da sie aufgrund der Progression Steuern sparen.
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Fachkräftemangel, Meinung und Teilzeit
