Diskussion "halb voll, halb leer" Ehegattensplitting: Ist eine Abschaffung sinnvoll?

Für die einen wäre das Ende des Ehegattensplittings die wohl größte Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik – so etwa für den FDP-Chef Wolfgang Kubicki. Für die anderen, wie Frauke Heiligenstadt, Finanzpolitische Sprecherin der SPD, steht das Ehegattensplitting für ein längst überholtes Rollenbild, das Frauen in geringfügigen oder Teilzeitbeschäftigung halte. Doch wer hat recht?

Während einige politische Volksvertreter für die Abschaffung des Ehegattensplittings plädieren, setzen sich andere für seinen Erhalt ein - beide mit guten Argumenten. Hier sind sie.
Während einige politische Volksvertreter das Ehegattensplitting abschaffen möchten, setzen sich andere für seinen Erhalt ein – alle mit guten Argumenten. Hier sind sie. - © Carl Keyes, Halima - stock.adobe.com

Das Ehegattensplitting ist ein Steuerverfahren, das Verheiratete und eingetragene Lebenspartnerschaften nutzen können. Es funktioniert so: Das Einkommen der Partner wird erst addiert, dann halbiert und auf das Ergebnis wird die Einkommensteuer berechnet. Die errechnete Einkommensteuer wird verdoppelt – das Ergebnis ist die Einkommensteuer, die ein Ehepaar zahlen muss. Für alle Paare, die deutlich unterschiedliche Einkommen haben, ist das vorteilhaft, da sie aufgrund der Progression Steuern sparen.

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