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Kommunikationstool für Handwerksunternehmen Das bringt WhatsApp Business

Seit dem 26. Januar 2018 ist WhatsApp Business auch in Deutschland gratis nutzbar. Wie Handwerksunternehmer die App nutzen und in Zukunft profitieren können, verrät Michael Elbs, Unternehmensberater im Handwerk für Digitalisierung und WhatsApp.

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Mit WhatsApp Business können sich Handwerksunternehmer mit der bisherigen oder einen neuen Nummer anschreiben lassen. Weitergedacht könnten so in Zukunft auf Websiten das Kontaktformular ersetzt werden, Visitenkarten bald unnötig werden und Mailadressen nicht mehr nötig sein. Dazu könnten WhatsApp-Unterhaltungen mit dem Kunden durch einen Trick bald schon mit einem bereits vorgeschlagenen Text beginnen. Hier können Sie sich die App herunterladen: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.whatsapp.w4b

Neue Herausforderungen für Chefs und Datenschutzbeauftragte

Es gibt aber auch Nachteile, welche vermutlich aber bald ausgebügelt werden: WhatsApp Business ist momentan nur für Android-Nutzer verfügbar und auch die Webversion für effizientes Arbeiten kommt in Deutschland eventuell erst später auf den Markt. Außerdem könnten Kunden aktuell etwas irritiert sein, wenn in WhatsApp mehr passiert, als das übliche "wann kommst Du?" oder "sollen wir zusammen fahren?".

Mitarbeiter, Chefs und vor allem Datenschutzbeauftragte müssen jedenfalls Zeit in Workshops und Schulungen investieren – und vielleicht auch ein bisschen experimentieren. Die Vorteile sind jedoch ein einfaches und effizientes Chatten mit drei verfügbaren Funktionen.

Drei Funktionen von WhatsApp Business:

  1. Labels: Mit Hilfe von farbigen Labels können Sie Begriffe einfach zuordnen. WhatsApp schlägt folgende Labels vor: "Interessant", "Neue Bestellung", "Zahlung ausstehend", "bezahlt", "Bestellung vollständig". Diese Begriffen deuten (wie auch die Betatestphase in Indien mit WhatsApp Pay) stark drauf hin, dass bald in WhatsApp bezahlt werden kann. Bis es aber so weit ist, kann man die Labels beispielsweise besser wie folgt verwenden: "Noch antworten", "Notizen", "Newsletter". Vor allem "noch antworten" ist als Erinnerungshilfe für WhatsApp-"Powerchatter" wichtig. Denn die drei anpinnbaren Kontakte reichen dazu nicht aus und sind darüber hinaus unpraktisch, da damit auch noch nicht der eigentlich wichtige Post markiert ist, auf den geantwortet werden soll.
  2. Textvorlagen: Sich wiederholende oder etwas ausgeklügelte Formulierungen lassen sich im Profil als Schnellantworten hinterlegen. Ein Kürzel ruft diese auf und mit Eingabe des "/" wird im Chat die Formulierung eingesetzt. Eine nachträgliche Bearbeitung vor dem Posten ist möglich. Eine Möglichkeit der Verwendung ist die Begrüßung des Kunden, die Beauftragung einer Leistung oder die Einholung einer Bestätigung. Auch Mitarbeiter können so durch Lob motiviert werden: Denkbar ist etwa ein "Worker of the Week", den man mit nachgesendeten Bildern, Audios oder anderen Dateien im nächsten Post noch einmal hervorheben kann. Gefühle können Sie zudem natürlich nach wie vor über Emojis zeigen.
  3. Abwesenheitsbenachrichtigung: Wenn ein Handwerksunternehmer in Urlaub ist oder Feierabend hat kann er Abwesenheitsnachrichten einstellen, die bis zu einer vorher festgelegten Uhrzeit ausgespielt werden. Allerdings ist in der Standardversion bisher nur eine "wir sind momentan nicht für Sie erreichbar"-Nachricht möglich. Es gibt allerdings Bots, die auch freundlicher und dynamischer arbeiten können.

So läuft die Verifizierung:

Die Verifizierung läuft wie folgt ab: Als erste Stufe wird dem Chatpartner ein Signal gesetzt, dass es sich bei Ihnen um eine richtige Firma handelt und keine Abzocke oder Spams dahinterstecken. Im Verifizierungsverfahren scheint WhatsApp sehr streng zu sein, daher ist gerade in der Expermentierphase Vorsicht geboten. In der zweiten Stufe wird aus dem grauen Fragezeichen im Profil ein graues Siegel. Dafür wird die Rufnummer geprüft. Das grüne Siegel zeigt dann an, ob sich eine "authentische Marke" hinter dem Account befindet. Wie das geprüft wird und ob sich Blockierungen negativ auswirken, ist momentan noch nicht klar kommuniziert.

handwerk magazin bleibt daher am Thema dran und wird in Print-Beiträgen, auf der Website und im neuen WhatsApp-Newsletter hm Whatsapp auch in Zukunft ausführlich über Änderungen und Neuerungen berichten.

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