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Ausbildungsstart: Willkommen im Club

Jeder dritte Azubi im Handwerk löst seinen Vertrag ­vorzeitig auf, oft noch in der Probezeit. Wie Betriebe es schaffen, dass die Azubis trotz erster Enttäuschungen bleiben und sich gut entwickeln.

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Wer bei Johannes Demmelhuber eine Ausbildung beginnt, sollte sich das erste Wochenende nach dem 1. September freihalten. „Ich lade zum Start jedes Ausbildungsjahrs auf eine dreitägige Kick-off-Veranstaltung zum gegenseitigen Kennenlernen ein“, sagt der Inhaber der Baierl & Demmelhuber Innenausbau GmbH im oberbayerischen Töging.

Auf dieses Event, das mal in den nahegelegenen Alpen, mal in der tschechischen Auslandsniederlassung stattfindet, nimmt Demmelhuber immer auch Ausbilder und ältere Azubis mit. In Workshops bereiten diese die rund ein Dutzend „Neuen“ auf die kommenden Wochen und Monate vor. Das Spektrum der Themen reicht von Ausbildungsinhalten über die Aufgaben der Meister und anderen Mitarbeiter bis zu Umgangsformen im Betrieb. „Auch die 50-jährige Geschichte des Unternehmens steht auf dem Themenplan“, sagt Demmelhuber.

Paten für jeden neuen Azubi

Wer sich künftigen Herausforderungen stellen will, muss seiner Meinung nach die vergangenen kennen. Anschließend teilt der Firmenchef jedem neuen Lehrling einen Auszubildenden im zweiten oder dritten Lehrjahr als Paten zu. „Mit diesem gibt es einen zweiten persönlichen Ansprechpartner im Betrieb, wenn der Ausbilder nicht sofort Zeit hat, sich um das Anliegen zu kümmern“, betont der Handwerksmeister.

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