Politik -

Junge Frau mit Kopftuch AfD erregt sich über Juli-Titelbild von handwerk magazin

Eine Kommunalpolitikerin der AfD wirft der Redaktion von handwerk magazin vor, das Titelbild der aktuellen Juli-Ausgabe sei frauenfeindlich und frauendiskriminierend. Zuerst als Leserbrief, dann öffentlich auf Facebook. Der löste eine Debatte aus. Der Post wurde mittlerweile gelöscht.

Themenseiten: TS Fachkräftemangel und TS Frauen im Handwerk

Am Dienstag, den 03. Juli, erreichte unsere Chefredaktion um 9:09 Uhr folgender Leserbrief per E-Mail. Gesendet wurde er von der Handwerksunternehmerin und AfD-Stadträtin im mittelsächsischen Flöha, Romy Penz:

Der Leserbrief von Romy Penz (AfD-Stadträtin in Flöha):

Sehr geehrter Herr Deininger,

uns wurde o.g. Ausgabe als kostenlose Leseprobe zugesandt. Ich teile Ihnen jetzt mit, das ich, vor allem als Frau, unbedingt darauf verzichten möchte. Die Botschaft die Sie mit der religiös bekopftuchten Frau, noch dazu auf der Titelseite suggerieren, ist Frauenverachtend und diskriminierend! Ich weiß wie schwer es ist als Frau sich im Handwerk durchzusetzen, ich arbeite seit nunmehr 27 Jahren in diesem Beruf.

Deutsches Handwerk ist stark aufgrund deutscher Tugenden und nicht durch fremde, frauenverachtende Religionen.

Mir scheint der Fachkräftemangel herrscht nicht nur im Handwerk, sondern auch in Ihren Redakteurstuben.

Freundliche Grüße aus Flöha

Romy Penz

Löwen-Restaurierung Flöha GmbH & Co. KG
Dresdner Str. 10 in 09557 Flöha
Tel.: 03726-711348 ; Fax: 03726-4857
http://www.lr-floeha.de; penz@lr-floeha.de
HWR Che 70511 AG Che HRA 8627
Persönlich haftendende Gesellschafterin:
Leon GmbH, HRB Chemnitz Nr.: 31027
Geschäftsführer: Romy Penz
Präqualifiziert unter www.pq-verein.de unter Nr.: 001.706517

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Das postete Romy Penz kurz darauf auf Facebook:

Wenige Minuten später, um 9:16 Uhr, postete Romy Penz dann auf ihrem Facebook-Profil:

"Unglaubliches Handwerksgagazin, musste mir die Zeit nehmen eine Mail zu schreiben-siehe Bild"

Hier der Link: https://www.facebook.com/1537023676548844/photos/a.1552348685016343.1073741834.1537023676548844/2058831387701401/?type=3&theater

A ktuelle Ergänzung: Mittlerweile - wahrscheinlich im Lauf des Samstags, den 07. Juli - wurde das Profil von Romy Penz auf Facebook gelöscht.

Bis Mittwoch, den 04 Juli, 14:00 Uhr, wurde der Post 47 Mal "geliked", 85 Mal geteilt (darunter Pegida Magdeburg und Bautzen) und 10 Mal unterschiedlich, jedoch überwiegend zustimmend, teilweise aber auch ironisch distanziert kommentiert.

So meinte etwa Facebook-Nutzer Gunter Schindler (https://www.facebook.com/gunter.schindler.58?fref=ufi&rc=p): "Es gab schon einmal so einen super Aufmacher......Flüchtlinge ins Handwerk......Die glauben im Ernst wir sind doof, unsere Gesellen sind 10 Jahre in die Schule gegangen und hatten dann eine 3 jährige solide Ausbildung und jetzt kommen welche dahergelaufen und sollen unseren Job machen."

Tina Mratz (https://www.facebook.com/martina.mratzek?fref=ufi&rc=p) schrieb: "Propaganda der übelsten Sorte."

Helmuth Scherer (https://www.facebook.com/profile.php?id=100008178671606&fref=ufi&rc=p) kommentierte: "Das ist doch gängige Praxis. Schwarze in der Werbung in allen Filmen Keine Zeitschrift ob Mode oder Baumarktwerbung überall wird suggeriert es ist normal."

Es gab aber auch kritische Stimmen: Darius Engel (https://www.facebook.com/egidius.engel?fref=ufi&rc=p) witzelte: "Unglaublich eine Frau zu zeigen, die wahrscheinlich im Handwerk arbeitet und nicht die gleichen religiösen Ansichten wie Frau Penz hat. Natürlich muss sich diese Frau verstecken, so wollen es die toleranten und demokratiefreundlichen Deutschen."

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Der Kreisverband der AfD Mittelsachsen schloss sich an:

Heute früh um 8:00 Uhr teilte die Alternative für Deutschland - Kreisverband Mittelsachsen den Post von Romy Penz und kommentierte ihn mit folgenden Worten:
"Klasse Reaktion auf eine dämliche Anfrage! Wir danken dir, liebe Romy Penz, dass du der Verdummungs- Umvolkungsorgie dieser "Redaktion" entschieden entgegentrittst. Anscheinend soll das deutsche Handwerk durch rot-grün-schwarze Multikultiwahnsinnsfantasien abgelöst werden! Vielleicht sollten sich die "Redakteure" erst einmal in Therapie begeben. Diese Krankheit ist heilbar!"

A ktuelle Ergänzung: Mittlerweile - wahrscheinlich ebenfalls im Lauf des Samstags, den 07. Juli - wurde der Post von Romy Penz auf dem Facebook-Profil des AfD Kreisverbanded Mittelsachsen entfernt.

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Das antwortete Chefredakteur Olaf Deininger:

Nachdem wir in der Redaktion diskutiert hatten, ob wir auf Leserbrief und Post überhaupt reagieren und damit der AfD und Romy Penz eine Öffentlichkeit geben sollten, entschloss sich die Chefredaktion für eine ernsthafte Antwort. "Solche Äußerungen darf man mittlerweile nicht mehr unkommentiert lassen und muss sich dagegenstellen", erklärte Chefredakteur Olaf Deininger seine Reaktion. handwerk magazin veröffentlicht hier den kompletten Wortlaut:

"Liebe Frau Penz,

besten Dank für Ihren Leserbrief, der mich gestern erreicht hat. Leider kann ich ihre Bewertung weder nachvollziehen noch teilen. Und ich möchte Ihnen darlegen, warum das so ist:

Natürlich kenne ich die Debatten um das Kopftuch. Und zwar sowohl die feministischen und emanzipatorischen, als auch die religiösen und politischen. Ich kenne auch die Anmerkungen Ihrer Partei dazu und habe gesehen, wie die AfD den auf despektierliche Weise genutzten Begriff „Kopftuchmädchen“ im politischen Diskurs einsetzt.

Nun ist „Kopftuch“ aber nicht gleich „Kopftuch“. Es reicht von dem Kopftuch, das Bäuerinnen in Deutschland seit Jahrzehnten tragen, oder die Trümmerfrauen vielfach getragen haben, über das Bandana, die Hidschāb, die Al-Amira, Chimar und andere. Nicht zu vergessen: die von Männern getragenen Kopftücher (bspw. das Palästinensertuch). Unser Titelbild zeigt übrigens eine junge Frau mit einer Hidschab.

Und natürlich kann das Kopftuch – und zwar jede Art des Kopftuchs – in unserer liberalen Gesellschaft von jedem getragen werden, der es hübsch findet oder einfach nur praktisch. Genauso kann das Kopftuch auch ein Symbol für oder gegen etwas sein, denken Sie beispielsweise an die Französische Revolution. Ebenso könnte das Kopftuch für den Betrachter etwas symbolisieren, was der Träger gar nicht meint – oder umgekehrt.

Wenn Männer Frauen zwingen, ein Kopftuch zu tragen, ist das ohne Frage frauenfeindlich und frauendiskriminierend. Keine Frage. Das gilt aber auch für andere Kleidungsstücke, wie etwa Miniröcke. Wenn eine religiöse Anschauung Frauen zwingt, etwas zu tragen (oder zu tun), was sie nicht wollen, dann ist das ebenso frauenfeindlich und frauendiskriminierend. Wenn Frauen freiwillig Kopftuch tragen – oder Minirock – ist das etwas anderes.

Bei uns herrscht Religionsfreiheit. Bedeutet: Jeder kann seine Religion frei wählen und frei ausüben. Und das ist auch gut so.

Wenn Menschen aus nichtsäkularen Staaten in säkulare Staaten migrieren, gerät ihre Identität oft in die Krise. Sie verlieren den Grund unter den Füßen und versuchen sich an ihren vertrauten und gewohnten Traditionen festzuhalten – auch wenn die, gemessen an unseren Standards, vielleicht nicht ganz „politisch korrekt“ sind. Kulturelle Identität hat in unserem Rechtsverständnis einen hohen Wert. Aber Menschenrechte und unsere im Grundgesetz verankerten Werte müssen von allen Seiten eingehalten werden, das gilt ausnahmslos für alle Menschen aller Glaubensrichtungen und aller Herkunftsgeschichten in unserem Land. Also auch für mich – und für Sie.

Kommen wir zum Patriarchat: Die arabischen und islamischen Gesellschaften sind stark vom Patriarchat geprägt. Bedeutet: Der Mann hat das Sagen. Und er bestimmt auch, was Frau oder Frauen tun dürfen und tragen müssen. Aus unserer Sicht ist das nicht in Ordnung. Denn bei uns gilt das Grundgesetz. Übrigens das erste Gesetz, das in Deutschland die Gleichberechtigung von Mann und Frau festgeschrieben hat (auch wenn es noch bis Ende der 1970er Jahre dauerte, bis eine Ehefrau ohne Zustimmung ihres Ehemannes einen Beruf ausüben durfte).

Frau Penz, zusammenfassen möchte ich sagen: Die Bedeutung und die Symbolik des Kopftuchs hängt vom Kontext ab. Deshalb kann man nicht sagen, dass das Kopftuch oder – wie im Fall unseres Titelmotivs – die Hidschab von vornherein frauenfeindlich ist. Und selbst wenn es symbolisch für den Islam gedeutet wird, dann darf man es aus Gründen der Religionsfreiheit jederzeit tragen.

Ihre Verkürzung: „Das Kopftuch ist frauenfeindlich. Punkt“ trifft also den Kern der Sache nicht.

Unsere gesellschaftlichen Werte sind im Grundgesetz definiert und das Grundgesetz bildet die Plattform, auf der wir uns alle treffen.

Und ich frage Sie: Was wäre gewonnen, wenn wir Menschen vorschreiben würden, was sie zu tragen haben? Oder was sie nicht tragen dürfen? Oder per Gesetz regeln würden, welche Symbolik Kleidungsstücke haben? Was wäre gewonnen, wenn wir Menschen vorschreiben würden, an was sie glauben müssen. Oder welchen Gott sie anbeten müssen? Wir würden unsere liberale Gesellschaft verlieren. Eine Gesellschaft, die es unter anderem Ihnen ermöglicht, mir solche Leserbriefe zu schreiben oder Ihre Meinung zu unserem Titelbild öffentlich zu machen.

Ich glaube persönlich, dass manche Frauen in islamisch oder arabisch geprägten Gesellschaften oder Kreisen noch einen langen Weg zu ihrer Emanzipation vor sich haben. Aber wir können sie nicht dazu zwingen oder per Gesetz Revolutionärinnen aus ihnen machen.

Warum die Mitarbeiterin des Handwerksbetriebs, dessen Belegschaft wir auf dem Titel zeigen, die Hidschab trägt, wissen wir nicht. Wir haben auch nicht gefragt. Und wir werden dies auch nicht tun. Denn das geht uns gar nichts an. Es ist ihre Sache.

Eines aber können wir sagen: Sie hat eine Ausbildung genossen und einen Beruf ergriffen. Und sie hat sich diesem Fototermin freiwillig angeschlossen. Bedeutet: Sie ist eine emanzipierte Frau. Oder zumindest wesentlich emanzipierter, als es viele deutsche Frauen noch bis 1970 waren.

Aus diesen Gründen finde ich Ihre Argumentation in Ihrem Leserbrief nicht zu Ende gedacht und weise sie in aller Deutlichkeit zurück!

Und noch etwas: Wir nehmen grundsätzlich keinen Einfluss darauf, wie sich die Menschen präsentieren, die wir fotografieren. Mit vielleicht einer Ausnahme: Wir rücken manchmal eine Krawatte zurecht.

Beste Grüße

Olaf Deininger
olaf.deininger@handwerk-magazin.de

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Die Unternehmerfrauen im Handwerk Bayern melden sich zu Wort:

Am 04. Juli, 15:22 Uhr, erreicht uns eine E-Mail von Hanna Ellerbrock von den Unternehmerfrauen im Handwerk Arbeitskreis Augsburg:

Sehr geehrter Herr Deininger,

ich bin zu 100 % einverstanden mit Ihrer Antwort auf den Leserbrief von Frau Penz und bedanke mich im Namen der meisten Frauen meiner Umgebung dafür. Es ist bedauerlich, dass eine derartige Diskussion überhaupt erforderlich ist, weil Menschen mit einem engeren Horizont den in der Öffentlichkeit präsentieren. Ich finde es löblich und fortschrittlich, wenn Frauen – egal welcher Hautfarbe, Herkunft, Kleidung oder auch politischer Gesinnung – ins Handwerk gehen, um sich einen Beruf, eine Zukunft zu wählen. Nur dieser Wunsch und die Kompetenz zählen letztendlich. Ich bin überzeugt, dass genau das das Titelbild aussagen sollte. Und ich würde mir wünschen, dass sich mehr Betriebe, Chefs, Mitarbeiter; Eltern und (künftige) Auszubildende dieser Meinung anschließen, wenn sie es nicht schon getan haben!

Mit freundlichen Grüßen

Hanna Ellerbrock
Vorstand im Landesverband Bayern

Unternehmerfrauen im Handwerk Arbeitskreis Augsburg

FEM Frauen Europäischer Mittel- und Kleinbetriebe
Am Kirlesberg 4
89365 Röfingen
Tel. 08222/5506
ellerb@t-online.de

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Auch der Bundesverband der Betriebswirte des Handwerks nimmt Stellung:

Am 05. Juli erreichte uns um 10:58 Uhr auch eine E-Mail des Bundesvorsitzenden der Betriebswirte des Handwerks. Hier der Wortlaut:

Lieber Herr Deininger,

auch ich bin voll einverstanden mit Ihrer Antwort auf den Leserbrief von Frau Penz! Wehret der Anfänge!

Die AFD ist leider bekannt für Stimmungsmache und voreiliges Handeln! Hut ab und Dankeschön an den Chef des Betriebes, der der Dame eine Ausbildung und Arbeitsplatz angeboten hat!

Da glauben tatsächlich einige Facebook-Poster, die Flüchtlinge würden den Anderen die Arbeitsplätze im Handwerk wegnehmen? Wo sind sie denn, die anderen so arbeitswilligen Deutschen?

Der Fachkräftemangel ist eine Folge unserer verfehlten Bildungspolitik, weil es „in“ ist Abitur zu machen und nicht eine Folge der Flüchtlingskrise!

Heinz Weber
Bundesvorsitzender
Bundesverband Betriebswirte des Handwerks e.V.

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Die Junioren des Handwerks mahnen Toleranz an:

Am gleichen Tag erreichte uns dann am Nachmittag auch eine E-Mail des Bundesvorsitzenden der Junioren des Handwerks, die wir hier ebenfalls veröffentlichen:

Sehr geehrter Herr Deininger,

danke für die klaren Worte. Diese Diskussion, welche die AFD- Politikerin Frau Penz auslöste ist wieder mal ein Zeichen, dass es zu viele Gestalter in einer Branche gibt, die lieber reden als ihren Job zu machen.

Haben wir in unserem Land nicht genug Probleme, gibt es nicht genug Baustellen in Deutschland als eine junge Handwerkerin die der Meinung ist, sie müsse ein Kopftuch tragen. Ich schließe mich auch sehr gern den Worten des Bundesvorsitzenden der Betriebswirte, Herrn Weber an: Wo sind sie denn, die anderen so arbeitswilligen Deutschen? Der Fachkräftemangel ist eine Folge unserer verfehlten Bildungspolitik, weil es „in“ ist Abitur zu machen und nicht eine Folge der Flüchtlingskrise!

Frau Penz von der AFD schrieb und ich zitiere: Ich weiß wie schwer es ist, sich als Frau im Handwerk durchzusetzen …

Wir bei den Junioren des Handwerks Deutschland haben viele junge Frauen in unserem Verband, die erfolgreich ihren Weg gemacht haben. Und alle haben sie etwas gemeinsam, sie leben das Handwerk und konzentrieren sich nicht auf sinnlose Diskussionen, keiner fragt den anderen, welche Religion er oder sie hat. Und unser Handwerk ist so stark, weil es ein tolerantes, strukturiertes Handwerk ist. Das Handwerk erschafft Dinge und diskutiert sie nicht kaputt.

Eine Alternative für dieses Land wäre, wenn Politik Baustellen, wie Bildung, Rente, Schuldenabbau und den Erhalt der sozialen Marktwirtschaft anpackt.

Wenn Menschen ins Handwerk gehen, um sich einen Beruf, eine Zukunft zu schaffen, dann kommt es auf ihre Leidenschaft, ihr Geschick an und nicht auf ihre religiösen Ansichten.

Mit freundlichen Grüßen

me. R. Fornol
Bundesvorsitzender der Junioren des Handwerks

Deutschland

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Rege Diskussion auf unserem Facebook-Profil

Mittlerweile hat sich auf unserem Facebook-Profil sowie in unserer Facebook-Gruppe eine rege Diskussion entwickelt. Hier die Links zum Mitdiskutieren:

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Jürgen

Titelbild-Diskussion

Sehr geehrter Herr Deininger,
Sie haben Eingangs Ihrer Antwort auf Frau Penz geschrieben, daß Sie wüßten in welchem Zusammenhang die AfD das Wort "Kopftuchmädchen" benutzt. Dessen bin ich mir nicht so sicher.
Die AfD kritisiert damit das Verhalten von Eltern, ihren Töchtern im Kindergarten- und Grundschuldas Kopftuch aufzuzwingen. Dazu muß man wissen: Es gibt keine Stelle im Koran, in der geschrieben steht, daß Frauen - egal welchen Alters - Kopftücher tragen müssen.
Das Kopftuch wurde von (Ehe-)Männern gefordert, die verhindern wollen, daß das offen getragene Haar der Frau, sexuelle Begehrlichkeiten bei anderen Männern auslöst. Diese Sicht auf kleine Mädchen als Sexsymbole, sollte durchaus kritisiert werden dürfen, auch wenn ich weiß, daß mein Leserbrief mit hoher Wahrscheinlichkeit gelöscht wird.

Niedermaier

Zum Juli-Titelbild von handwerk magazin

Liebes Redaktions-Team von handwerk magazin,

ich schließe mich den Kommentator/innen in vollem Umfang an! Zunächst musste ich überlegen, ob dieser verbale Ausfluss von Frau Penz und ihren Anhängern überhaupt die Energie wert ist, eine Antwort zu verfassen. Aber Sie haben recht, Herr Deininger: es gibt Dinge, die darf man nicht unkommentiert stehen lassen. Ungeachtet der Kopftuch- und Religionsfrage, mit der Frau Penz "argumentiert", geht es hier doch schlicht nur um eines: um Ausländerfeindlichkeit. Dabei stehen gerade wir im Handwerk traditionell für gelebte Vielfalt und ums füreinander Einstehen - und haben mit dieser Haltung stets gewonnen und unsere Betriebe zukunftsfähig aufgestellt. Polemik und Intoleranz haben in unserem Weltbild keinen Platz! Das Handwerk wirbt nicht umsonst mit dem Slogan: "Es ist egal, wo du herkommst - wichtig ist, wo du hinwillst". Für die Person und Handwerkerin Frau Penz kann man sich nur fremdschämen. Das ist meine ganz persönliche Meinung.

Besten Gruß,
Margit Niedermaier, kaufmänn. Leiterin eines SHK-Betriebes
und so ganz nebenbei Pressesprecherin im Bundesverband der UnternehmerFrauen im Handwerk