Am Beispiel SAP zeigt Michael Bässler, CTO bei Theobald Software, wie die Integration von Daten in moderne Cloud-Plattformen gelingt. Fürs Handwerk bietet diese Migration deutliche Vorteile: Betriebe können datengestützte Entscheidungen treffen und darüber ihre Prozesse optimieren.

Die Migration in die Cloud bietet Handwerksbetrieben große Chancen, ihre Prozesse zu digitalisieren und effizienter zu gestalten. Dabei hält die Integration von Daten in moderne Cloud-Plattformen für Unternehmen einige Herausforderungen bereit. Wie lassen sich die täglich wachsenden Datenmengen effizient verarbeiten? Wie kann sichergestellt werden, dass wichtige Informationen in Echtzeit verfügbar sind? Und wie vermeidet man dabei explodierende IT-Kosten?
Michael Bässler, CTO bei Theobald Software, zeigt anhand einer To do-Liste, worauf Betriebe bei der Integration von SAP-Daten in Tools und Plattformen außerhalb des SAP-Ökosystems achten müssen und wieso sie ihre SAP-Datenstrategie fit für die Zukunft machen sollten.
1. Verbesserung des inkrementellen Ladens mit einer SAP-zertifizierten Schnittstelle
Die effiziente Verwaltung von Datenaktualisierungen ist entscheidend für eine erfolgreiche SAP-Integration. Durch die SAP-Note 3255746 ist nicht länger möglich, auf die Operational Data Provisioning (ODP) Data Replication API durch Drittanwendungen auf SAP ABAP-Datenquellen zuzugreifen.
Unternehmen müssen also alternative Wege finden, um nur neue oder geänderte Datensätze zu extrahieren, ohne dabei auf ressourcenintensive vollständige Daten-Reloads zurückgreifen zu müssen. Eine SAP-zertifizierte Schnittstelle kann hier die nötige Flexibilität bieten und gleichzeitig die Systembelastung minimieren.
2. Effiziente Verarbeitung großer Datenmengen
Abteilungen wie Vertrieb, Logistik und Finanzen generieren täglich große Mengen an Transaktionsdaten. Die Herausforderung besteht darin, diese Datenmengen effizient zu verarbeiten und gleichzeitig die Systemleistung aufrechtzuerhalten. Der SAP CDC-Connector für ODP von Microsoft bot bislang eine effiziente Möglichkeit, Massendatenübertragungen zu verarbeiten. Nun müssen Unternehmen auf alternative Varianten wie beispielsweise ODP via OData anstatt ODP via RFC setzen.
3. Sicherstellung der Echtzeitverfügbarkeit durch Kombination von SAP-Schnittstelle und Microsoft Fabric
Moderne Geschäftsprozesse erfordern einen verzögerungsfreien Zugriff auf aktuelle Daten. Gerade im Handwerk ist die sofortige Verfügbarkeit von Informationen entscheidend – sei es bei der Materialbeschaffung, Ressourcenplanung oder Kundenbetreuung. Daten sollen zeitnah zur Verfügung stehen, ohne dabei die Systemstabilität zu gefährden. Die Kombination aus SAP-Schnittstelle und Microsoft Fabric bietet dabei die Lösung für eine nahtlose Datenverarbeitung in Echtzeit.
4. Kostenoptimierung und Komplexitätsreduktion
Besonders für Handwerksbetriebe ist eine kostengünstige und unkomplizierte Lösung wichtig. Nachdem die Verwendung der ODP Data Replication API durch Drittanwendungen nicht mehr gestattet ist, werden Unternehmen jedoch zum Einsatz aufwendigerer Workarounds oder zu Investitionen in zusätzliche Tools zur Aufrechterhaltung der Datenintegration in Tools und Plattformen außerhalb des SAP-Ökosystems gezwungen. Hierbei ist es entscheidend, auf Lösungen zu setzen, die ein effizientes Datenmanagement ermöglichen, um die Kosten unter Kontrolle zu halten.
5. Fazit: So profitieren Unternehmen von der SAP-Datenintegration
Die Integration von Daten erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, der durch moderne SAP-Schnittstellen optimal unterstützt werden kann. Für Handwerksbetriebe entstehen dabei besondere Vorteile:
- Effizienz: Automatisierte Synchronisation von Aufträgen und Material, zentrale Datenverwaltung und digitale Workflows reduzieren Papierarbeit und beschleunigen Prozesse.
- Transparenz: Echtzeit-Überwachung von Beständen, Bestellungen, Kundenhistorie, Wartungsintervallen und Mitarbeiterkapazitäten ermöglicht fundierte Entscheidungen.
- Skalierbarkeit: Flexible Lösungen, die mit deinem Unternehmen wachsen und sich automatisch aktualisieren.
