3D-Drucker -

Praktische Beispiele aus dem Handwerk

Bereits heute gibt es zahlreiche Gewerke, die vom 3D-Druck maßgeblich beeinflusst werden. handwerk magazin hat einige Beispiele aus der Praxis zusammengestellt.

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KfZ-Werkstatt

„Kfz-Service-Engineering 2020“ ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Handwerkskammer für Oberfranken, der Universität Bayreuth / dem Lehrstuhl Umweltgerechte Produktionstechnik sowie der Fraunhofer Gesellschaft / Fraunhofer IPA / Fraunhofer Projektgruppe Prozessinnovation. Gefördert wird das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technik. Teil des Projektes ist etwa der Versuch, künftig Scheinwerfer aus dem 3D-Drucker zu bekommen.

Zahntechnik/Medizintechnik/Modellbau

Prototypen, Objekte, ja sogar Stücke für Museen stellt Rüdiger Leitlof in Niedersachen her. Er hat sich auf Rapid Prototyping (zu deutsch schneller Prototypenbau) spezialisiert. Dies ist ein Verfahren zur schnellen Herstellung von Musterbauteilen ausgehend von Konstruktionsdaten. Rapid-Prototyping-Verfahren sind somit Fertigungsverfahren, die das Ziel haben, vorhandene Daten möglichst ohne manuelle Umwege oder Formen direkt und schnell in Werkstücke umzusetzen. Sein technischer Labor Service fertigt am Standort im Medical Park Hannover kurzfristig hochwertige Modelle im 3D-Druck etwa für OP-Planung, Medizintechnik oder etwa Zahntechnik her.

Metallbau

Harald Müller und seine Metall Sonderfertigung GmbH fertigen 3D-Produkte, 3D-Modelle und 3D-Prototypen aus ABS Kunststoff. Beim Druckvorgang wird der noch flüssige Kunststoff an Hand des CAD Datenmodells Schicht für Schicht aufgetragen. Die Vorteile des ABS Kunststoffs sind die hohe Festigkeit und die geringen Materialkosten, so der Unternehmer. Unter anderem sein Unternehmen „das erste und weltweit einzige flugfähige Modellflugzeug aus Metall im Maßstab 1:2,5 entwickelt und gebaut“, so Müller.

Möbel

Die Münchner Firma aeris-Impulsmöbel akquiriert anders: Statt einer Werbebroschüre bekommen Interessenten eine echten Stuhl – im Miniaturformat. aeris entwickelte mit dem swopper® den ersten dreidimensional beweglichen Stuhl. Diese 3D-Technologie setzt das Unternehmen aber nicht nur beim fertigen Objekt ein, sondern es lässt auch mit dem 3D-Drucker Miniaturausgaben der Stühle erstellen. Gedruckt werden die Stühle beim Lasersinter- und 3D-Druck-Dienstleister Creabis in Feldkirchen bei München.

Mode/Schmuck

Noch ein wenig geheimnisvoll („nur auf Einladung“) gibt sich das Berliner Startup Limemakers. Hier widmet man sich einem ebenfalls ganz großen Trend des 3D-Drucks: Mode und individueller Schmuck aus dem 3D-Drucker. Ähnlich: das Startup Stilnest aus Berlin. Dabei handelt es sich um eine Plattform für Designerschmuck, die internationalen Schmuckdesignern den Zugang zum Weltmarkt ermöglichen will und seinen Kunden exklusiven Schmuck aus dem 3D-Drucker bieten.

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