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3D-Druck: Demnächst ruck zuck statt Stunden

Langsamer 3D-Druck war gestern. Mitte März 2015 haben Forscher ein neues Verfahren vorgestellt, das in nur wenigen Minuten anstatt Stunden 3D-Objekte drucken kann.

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3D-Druck dauert. Zumindest ist das die bisherige Erfahrung. Denn bei herkömmlichen Druckern legt die Düse das geschmolzene Material Schicht für Schicht aufeinander, bis das gewünschte Objekt entsteht. Dabei darf die Düse nicht zu schnell arbeiten, da der Kunststoff ein wenig Zeit zum Aushärten benötigt, bevor eine weitere Lage gespritzt wird. Doch das soll sich nun geändert haben. Amerikanische Wissenschaftler haben eine neue Technologie für die schnellere Produktion entwickelt.

Wenige Minuten anstatt Stunden

Mitte März 2015 haben die Forscher laut Spiegel Online das neue Verfahren auf der Konferenz Ted vorgestellt, einer Plattform für innovative Ideen und Produkte. Zur selben Zeit hat das Journal Science einen Fachartikel über die neue Technologie namens Continuous liquid interface production (CLIP) veröffentlicht. Dieses soll laut der Wissenschaftler nur wenige Minuten für die Produktion eines Objekts benötigen, wofür herkömmliche 3D-Drucker Stunden brauchen.

UV-Licht und Sauerstoff arbeiten zusammen

Das neue Verfahren beruht im Gegensatz zur bisherigen Drucktechnik nicht auf der schichtweisen sondern auf einer kontinuierlichen Produktion dank Photopolymerisation. Das eingesetzte flüssige Harz reagiert auf UV-Licht sowie auf Sauerstoff; ersteres führt zum Aushärten des Materials, während letzteres dieses verhindert. Die aufeinander abgestimmte Anwendung dieser Effekte ermöglicht, dass das Harz ein festes Objekt bildet.

2013 haben einige der Forscher bereits das Unternehmen Carbon3D gegründet. Dieses soll CLIP weiterentwickeln und vermarkten. Seinen Sitz hat das Unternehmen im Silicon Valley.

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